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Test: Enemy Territory: Quake Wars
Die Strogg greifen nach Battlefields Krone. Ein Kanditat für den Genre-Thron?
Nach vielen Verschiebungen und einer ausgiebigen Beta-Phase hat es Enemy Territory: Quake Wars in den Handel geschafft und das ab 16 und vollkommen ungeschnitten. Das ist eigentlich sehr ungewöhnlich für einen Titel aus der Beben-Serie, da doch sonst nie an Blut und Gewalt gespart wurde und daher alle Teile auf dem Index sind.Die Strogg brauchen NachschubDie Strogg sind grausame Wesen, die zum Teil aus lebendem Gewebe und zum anderen Teil aus Maschinenteilen bestehen. Da sie sich nicht fortpflanzen können, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als jedes Lebewesen zu assimilieren und umzuformen. Da das Weltall ziemlich rar an Geschöpfen aus Fleisch und Blut ist, kommt ihnen die Erde gerade recht. Die Strogg starten eine Invasion und die Global Defence Force (GDF) bläst zum Gegenangriff.Wie so ziemlich in jedem Multiplayer-Shooter ist die Story vollkommen nebensächlich. Auf zwölf Schlachtfeldern rund um den Globus wird gekämpft. Mehr braucht man nicht zu wissen. Wer sich angemeldet und mit dem komfortablen Browser einen Server ausgesucht hat, darf sich nach einer erfreulich kurzen Ladezeit schon ins Gefecht stürzen. In diesem Punkt kann Quake Wars im Vergleich zur Battlefield -Reihe ordentlich punkten, denn die ist in Sachen lästige Anmeldung, fummeliger Browser und ewigen Ladezeiten immer noch ungeschlagen.Mensch oder Maschine?Fünf Soldatenklassen stehen je Partei zur Auswahl. Es gibt bei der GDF den Soldaten, Techniker, Sanitäter, Feldagenten und den Geheimagenten. Die Strogg haben die Gegenstücke zur Auswahl, die sich allerdings nicht nur vom Aussehen her unterscheiden. Der Sanitäter der Menschen heilt und wiederbelebt gefallene Kameraden. Der Versorger der Strogg kann das auch, aber er hat auch noch die Möglichkeit, getötete Feinde als Wirt zu nutzen und nach einem Ableben dort wieder zu spawnen. Um diesen Vorteil der Außerirdischen etwas auszubremsen, dauert das Heilen und Wiederbeleben allgemein etwas länger.Interessant ist die Klasse des Technikers. Diese Jungs können todbringende Verteidigungstürme aufstellen, Minen und Sprengsätze legen und gegebenenfalls entschärfen. Hinterlistig sind die Geheimagenten. Sie benutzen tote Körper, um ihr Aussehen zu verändern. Als getarnter Spion kann man so hinter den Linien für viel Unruhe sorgen. Geschenkt ist geschenkt, oder?Wer stets eine Klasse favorisiert, bekommt nach und nach Verbesserungen. Der Sani erhält z.B. ein besseres Medipack und kann Fahrzeuge per Lufttransport anfordern oder der Soldat erhält für den Raketenwerfer eine schnellere Zielerfassung. Diese Goodies sind sinnvoll und motivieren bei einer Klasse zu bleiben, doch leider sind sie nicht von langer Dauer. Je nach Spielmodus behält man sie für eine gewisse Zeit, wechselt man beispielsweise einen Server sind die tollen Sachen allesamt passé. Gleiches gilt wenn man eine Kampagne beendet hat.Dieser Spielmodus ist das Kernstück von Quake Wars. Auf drei hintereinander folgenden Karten müssen verschiedene Missionen erfüllt werden. So gilt es z.B. auf einer Map ein abgestürztes Raumschiff, das von den Menschen geborgen wurde, wieder zurück zu erobern. Dafür müssen die Strogg erst einmal die ersten Verteidigungslinien durchbrechen und danach drei Energiequellen zum Raumschiff bringen. Die GDF muss das natürlich verhindern. Wer sich nicht an diesen Hauptaufgaben beteiligen will, der darf je nach Klasse andere Nebenaufgaben in Angriff nehmen. Per Tastendruck kann der Geheimagent eine andere Mission wählen, beispielsweise einen weiteren Einstiegspunkt hacken oder der Soldat einen nebensächlichen Verteidigungswall sprengen. Dafür gibt es dann gesonderte Erfahrungspunkte, die ab einer gewissen Höhe zu einer Beförderung führen. Ebenfalls gibt es für Kills, Heilungen usw. Punkte. Dumm ist allerdings, dass man keine Unterstützungspunkte bekommt. Wenn man einen Feind fast getötet hat (die Lebensenergie des Gegners sieht man), ein Kamerad daher kommt und eben den tödlichen Treffer landet, gibt es gar nichts. Da man für die Punkte lediglich im Rang aufsteigt und nicht wie bei der Konkurrenz dauerhaft Extras freischalten kann, zerrt das an der Langzeitmotivation. |
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