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Test: NHL 08

Böse Ausrutscher bei der PC-Version des Eishockey-Sports
 
Mit den EA-Sports-Titeln gibt es in diesem Jahr ein Problem: Die PC-Versionen sind schlecht umgesetzt, da hatte ich schon vor dem Test von NHL 08 Angst, dass es zu einem Fiasko auf meinem Bildschirm kommt, wenn der schnellste Sport der Welt stattfindet, wenn sich echte Männer auf dem Eis prügeln und es um Tore und Punkte geht. Für PCler gibt es aber – abgesehen von den Vorgängern - keine Alternativen, wenn es um Eishockey geht und für diejenigen, die sich mit „Icing“ oder der Abseitsregel im Eishockey auskennen, ist die Lektüre des Tests unumgänglich. Aber auch dieses EA-Sportspiel hat auf dem PC seine Tücken – schmilzt das Eis unter den Kufen noch während des Spielens?

Immerhin gibt es viel Auswahl…

Über den Sport werde ich hier kaum Worte mehr verlieren, jeder weiß, worum es geht: Der Puck muss ins Tor des Gegners, jede Mannschaft hat fünf Spieler und einen Torwart auf dem Eis – Körperkontakt ist an der Tagesordnung. So weit, so gut, das Spiel kann beginnen und für die PC-Spieler hat EA im Vergleich zu der Xbox-Version den Umfang mächtig aufgeblasen. Neben dem Sofort-Spielen-Modus, bei dem eine Partie mit dem Lieblingsteam gegen eine andere Mannschaft absolviert werden kann, gibt es den Saison-Modus, das EA-Sports Weltturnier, eine Art Weltmeisterschaft und das Mini-Spiel „Free for All“, in dem ihr mit nur einem Torwart gegen bis zu drei Gegner gleichzeitig antretet. Außerdem gibt es noch den Shootout-Modus, bei dem ihr die Penaltys trainieren könnt. Dabei sind im Gegensatz zur Konsolenversion im Dynasty- und Saison-Modus auch die deutsche Eishockey-Liga „DEL“, die schwedische „Elitserien“, die finnische „SM-Liga“ und die tschechische „O2 Extraliga“ vorhanden, was für viele einheimische Kufenfreaks das Spiel um einiges interessanter machen dürfte. Allerdings fehlt auch hier der „Superstar-Modus“, der mittlerweile selbst bei FIFA 08 mit „Be a Pro“ Einzug gehalten hat. Immerhin gibt es auch für den PC noch so nette Funktionen wie das Erstellen eines eigenen Teams oder das Erstellen eigener Spieler.
Schließlich gibt es auch noch den Online-Modus, so dass über das weltweite Netzwerk auch andere Spieler gecheckt und geschlagen werden können. An diesem Modus hat sich nicht viel verändert: Er funktioniert und macht Spaß, Veränderungen zum Vorjahr gibt es nicht

Schlag doch mit der Tastatur zu…

Ich spare mir meine Grafik-Quengelei noch ein wenig auf und halte mich erst einmal an das Geschehen auf dem Eis: Grundsätzlich gibt es zwei Steuerungsoptionen: Entweder ihr benutzt die Tastatur oder ihr verwendet einen Controller – bevorzugt das Xbox-Pendant, bei dem dann auch der Hitstick wieder unterstützt wird. Im Klartext: Die Steuerung des Spielers läuft über den linken Ministick, die Puckkontrolle, die Schüsse und auch die Checks laufen im Wesentlichen über den rechten Ministick. Wer sich in dieser Form über das Eis bewegt, kann einen Hauch des Flairs einfangen, den die Xbox-Variante versprüht. Allerdings bleibt es bei dem Hauch, denn die „lernende KI“ fehlt und so spielt sich NHL 08 auf dem PC wesentlich einfacher als auf der Konsole. Das mag vielleicht nicht unbedingt ein Nachteil sein, auf der anderen Seite war es mir unter diesen Voraussetzungen möglich, mein erstes Dynasty-Spiel mit den Hamburg Freezers mit 10:1 gegen die Kölner Haie für mich zu entscheiden. Querpässe vor dem Tor führen in der Regel immer zum Erfolg, der Gegner lernt nicht dazu und das macht das Geschehen eben auch berechenbar. Spätestens wenn ihr euch für die klassische Steuerungsmöglichkeit entscheidet, in der Schießen und Checken über die Buttons geregelt werden, spielt sich NHL 08 wie der Vorgänger. Oder noch schlimmer: Wie der Vor-Vor-Vorgänger. Gleich gilt dann übrigens auch für die Tastatur-Steuerung, die natürlich ohne Hitsticks auskommt und dann zum einen nicht zeitgemäß ist und zum anderen das Spiel zu einem Arcade-Gekloppe auf dem Eis mutieren lässt. Das mag Ende der 90er Jahre noch sehr spannend gewesen sein, angesichts der gereiften Technik ist das aber ein böser Ausrutscher. Zwar kann auch auf dem PC der Schwierigkeitsgrad in vier Stufen angewählt werden, aber das macht die KI immer noch zu einem berechenbaren und keinesfalls ebenbürtigen Gegner. Ebenfalls ein Fauxpas ist es, dass trotz des erweiterten Umfangs der Spielzugseditor keinen Einzug in die PC-Version gehalten hat.
Screen 1
Die Steuerung gibt es in verschiedenen Varianten
Screen 2
Vor dem Spiel werden die Stars vorgestellt...
Screen 3
...wobei die Grafik sich unter dem Eis bewegt.
Screen 4
Denn selbst die Fans sehen grausam aus...

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