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Test: Handball Manager 2008

Konkurrenz belebt das Geschäft! Wie schneidet der direkte Konkurrent zum Heimspiel-Handball Manager 2008 ab?
 Handball Manager 2008
Mit dem Weltmeistertitel der deutschen Handballnationalmannschaft wurde die schnelle und actionorientierte Sportart populärer denn je. Grund genug das neben dem erstmalig veröffentlichten Heimspiel – HandballmanagerWeitere Infos nun auch die 2008er Version des Handballmanager von netmin games den Weg in die Verkaufsregale der Händler gefunden hat.

Der Einstieg

Nach Bekanntgabe der üblichen Daten, darf man aus drei verfügbaren Spielmodi wählen: „Verein auswählen“, „Reale Managerkarriere“, und „Eigenen Verein gründen“. Für all jene, die nie genug Verantwortung übernehmen können, kann eine von zahlreichen Nationalmannschaften trainiert werden. Nebenbei sei noch erwähnt, dass der Handballmanager 2008 mit den Lizenzen der ersten und zweiten Handballbundesliga sowie der Frauenbundesliga ausgestattet ist. Bekanntere Nationalmannschaften verfügen ebenfalls über die realen Spielernamen. Per Editor kann jeder Verein aus den 20 spielbaren europäischen Ligen bearbeitet werden.

Die Möglichkeiten

Am unteren Bildschirmrand befinden sich sieben Icons, die zahlreiche weitere Möglichkeiten eröffnen ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Der Taktik Button bringt einen zur Mannschaftsaufstellung. Hier wird die Defensiv- sowie die Offensivaufstellung vorgenommen. Jeder Feldspieler wird dabei auf eine Angriffs- und Verteidigungsposition gesetzt, daher kann beispielsweise ein Rückraum-Mitte Mann in der Offensive auch zum Links-Außen werden. Per Drag&Drop werden die verfügbaren Kaderspieler auf ihre Positionen gezogen, das taktische Vorgehen im Offensiv- sowie im Defensivmodus festgelegt, und noch allerlei Feinheiten wie Manndeckung oder Flügelspiel eingestellt. Speziell die Abwehrtaktik wurde gegenüber dem Vorgänger etwas erweitert, so kann man jetzt jedem Spieler eine bestimmte offensive oder defensive Haltung zuordnen. Verschiedenste Parameter wie Kondition, Form, Frische, Moral etc. heben die Spieler voneinander ab. Wer ungern die einzelnen Werte miteinander vergleicht, kann die Aufstellung dem Computer oder Co-Trainer überlassen. Der Co-Trainer erledigt die Aufgabe deutlich besser, verlangt dafür aber auch dementsprechendes Gehalt.

Training, Transfer und auf dem Parkett

Auf dem Trainingssektor bietet das Spiel die üblichen Standards: Ein Wochentrainingsplan, der sich wiederum in die jeweiligen Tageseinheiten unterteilen lässt, ist genauso vorhanden wie das frei wählbare Einzeltraining für besondere Leistungsträger. Will man den Trainingsplan automatisieren, so ist zwingend ein Co-Trainer einzustellen. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit eine überschaubare Menge von Spielzügen einstudieren zu lassen. Dafür wurde dem Game ein Screen spendiert, wo nach Auswahl des Spielzugs dieser auch gleich in der neuen 3D Engine dargestellt wird. Praktisch für all jene, die mit Bezeichnungen wie „Einläufer“ oder „Indianer“ wenig anfangen können.
Soll der Kader vergrößert werden, bietet das Programm eine Transferliste die durch allerlei verschiedene Filter den eigenen Bedürfnissen angepasst werden kann. So können auch Spieler direkt aus ihren Vereinen heraus abgeworben werden. Um den Geldfluss am Laufen zu halten, besteht die Möglichkeit verschiedenste Merchandising-Artikel an Fans zu verscherbeln, Spekulationen am Aktienmarkt durchzuführen, Sponsorenverhandlungen durchzustehen oder Wetten abzuschließen. Spült der Erfolg dann so richtig Geld in die Kassen, wird das Stadion ausgebaut, Geld in die Öffentlichkeitsarbeit gepumpt, die Jugendförderung unterstützt, sowie Mitarbeiter eingestellt die den Traineralltag erleichtern.
Kommt es zur ersten Begegnung, wird auf eine bildschirmfüllende Übersicht umgeschaltet, die über Karteireiter den Wechsel zwischen den zwei verschiedenen Darstellungsmodi (Text, 3D) möglich macht. Außerdem kann hier jederzeit die Aufstellung geändert werden, nach aktuellem Spielstand berechnete Tabellen zugeschaltet, sowie dem Co-Trainer jegliche Verantwortung übergeben werden. Die Häufigkeit der dargestellten Spielszenen sowie Spielgeschwindigkeit und Länge der Textbausteine ist jederzeit mittels eines Füllbalkens regulierbar.

Positives und Negatives

Es empfiehlt sich auf jeden Fall das 26seitige Handbuch vor Karrierebeginn einmal durchzugehen. Darin werden wertvolle Tipps zu einem erfolgreichen Karrierestart gegeben. Die braucht man auch dringend, da es eine gewisse Einarbeitungszeit erfordert bis man die umfangreiche und verzweigte Menüstruktur intus hat. Das Spiel bietet einen enormen Grad an Einflussmöglichkeiten, der Menüaufbau kann das aber leider nur unzureichend abdecken. Gegenüber dem Vorgänger wurden viele Detailverbesserungen vollzogen. Das Wettbüro, Trainer des Jahres, Hall of Fame, der Mitarbeiterpool usw. integrieren sich unauffällig und passend ins Spiel, und erhöhen zusätzlich noch die Komplexität. Verglichen mit dem direkten Konkurrenten Heimspiel – Handballmanager 2008 ist man hier mehr als nur eine Nasenlänge voraus.
Starker Aufholbedarf besteht allerdings bei der Grafik. Die Icons im Managerteil wirken trist und lieblos. Die ebenfalls neu eingeführte 3D Engine berechnet zwar die Spielzüge akkurat und setzt auch die Taktik recht authentisch um, nur ist sie dermaßen hässlich anzusehen, das einfach keine Stimmung aufkommen will. Die Spieler zappeln schlecht animiert durch die Gegend und lassen jegliche Dynamik vermissen. Hier hat wiederum die Konkurrenz die klar besseren Karten.
Der Textmodus stellt gerade noch zufrieden. Die Formulierungen sind akzeptabel und erzeugen eine ausreichendes Maß an Spannung, wiederholen sich aber sehr oft. Soundtechnisch gibt man sich bemüht. Die englische Pop Band „Sand Dollar“ hat einige Tracks zum Soundtrack beigesteuert. Meinen Geschmack trifft die Musik nicht wirklich, ist aber weit entfernt vom gemafreien Gedudel. Die Geräusche während dem Spiel wiederholen sich nicht allzu oft und werden passend eingesetzt.

Link: Mittlerweile wurde ein ausführliches Tutorial zum Spiel online gestellt!
Screen 1
Die Mannschaftsaufstellung, unten die Defensiv- und oben die Offensivaufstellung
Screen 2
Der Stärkevergleich vor der Begegnung
Screen 3
Die detailarme 3D Darstellung
Screen 4
Der Textmodus
Screen 5
Einstellen der Abwehrtaktik...
Screen 6
...und der Offensivtaktik
Screen 7
Unsere Sporthalle in der Übersicht
Screen 8
Der Jahrestrainingsplan

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