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Test: Sam & Max Season 2
Sam & Max sind zurück und retten Weihnachten. Macht es Season 2 gleich zum Auftakt noch besser?
Nachdem die erste Staffel von Sam & Max ein voller Erfolg wurde, machten sich die Jungs von Telltale Games direkt daran, eine weitere Staffel zu produzieren. Ice Station Santa ist die erste von insgesamt sechs weiteren Folgen, die erst wieder nur als Download und auf Englisch angeboten werden. Wer denkt, die kreativen Köpfe hätten ihr gesamtes Pulver bereits in den Vorgängern verschossen, der irrt.Now I have a Machine Gun Ho Ho HoAnstatt auf einen Anruf vom Commissioner zu warten und sich wie üblich um das Telefon zu kloppen, geht es dieses Mal direkt in die Vollen. Ein gigantischer Roboter verwüstet die Nachbarschaft und hat den Auftrag, die Freelance Police zu erledigen. Nachdem der Stahlkoloss, der übrigens ständig alte Popsongs singt, mit einem Trick in die ewigen Hallen des Schrottplatzes eingegangen ist, wird der Auftraggeber dingfest gemacht und das ist zur großen Überraschung der Weihnachtsmann höchstpersönlich. Nach einem Besuch am Nordpol wird klar, dass der bärtige Kerl nicht mehr alle Tassen im Schrank hat und nur noch ein Exorzismus helfen kann. Dafür müssen die vier apokalyptischen Reiter an den nördlichsten Punkt der Erde gebracht und ein bestimmtes Lied gespielt werden. Es gibt also wieder genug zu tun für die freischaffenden Polizisten.Einen Zahn zugelegtDie Geschichte der ersten Staffel waren ja wirklich schon abgedreht, doch Ice Station Santa setzt da noch einen drauf. Besonders das Tempo ist deutlich höher und so gibt es im Sekundentakt Situationen, in der allerlei verrückter Dinge geschehen und kaum Zeit zum Luftholen bleibt. Sam & Max treffen auf alte Bekannte wie den Veteranen-Käfer, der mittlerweile an posttraumatischen Flashbacks leidet und Familienprobleme hat oder die C.O.P.S, die in einer Garage einen Tuningshop eröffnet haben. Natürlich sind auch neue Charaktere mit von der Partie. Stinky z.B. hat das Restaurant ihres Vaters neu eröffnet und wird sich zukünftig wohl auf weitere Besuche von Sam & Max einstellen müssen, obwohl sie die beiden verachtet. Außerdem haben die drei Geister der Weihnacht aus Charles Dickens bekannter Geschichte einen denkwürdigen Auftritt. Das humorige Gagfeuerwerk endet nach rund drei Stunden.Sam hat Laufen gelerntMan hat sich in der zweiten Staffel der Kritik angenommen und die Steuerung leicht verbessert. Noch immer steuert man nur Sam, allerdings kann dieser jetzt mit einem Doppelklick an Tempo zulegen. Zudem wurde dem Adventure ein Tutorial beigefügt, was eigentlich vollkommen überflüssig ist, da die Steuerung sehr simpel gehalten ist, aber da man eine Rückblende spielt und diese leicht abgeändert ist, dürfen sich Veteranen über lustige Anspielungen freuen.Rätseltechnisch bekommt man erneut Kreativität geboten. Viele Kopfnüsse lassen sich durch pointenreiche Dialoge knacken oder durch genaues Beobachten der Umgebung. Um beispielsweise den Exorzismus-Song zu trällern, muss man sich die Dinge merken, die irgendwas mit einem Dämon zu tun haben. Da diese Hinweise allesamt in einem Raum zu finden sind, ist diese Aufgabe nicht allzu schwer. Das gilt übrigens auch für den Rest. Viele Dinge wandern nie ins Inventar und allzu viele Ortschaften gibt es ebenfalls nicht besuchen. Etwas mehr Abwechslung gibt es durch zwei Minispiele. Einmal gilt es unter Zeitdruck eine bestimmte Anzahl von „Folter mich Elmos“ zu überfahren, bei dem anderen gilt es im Boxring einige Ratten zu vermöbeln. Sehr simpel, aber unterhaltsam. Neue und alte OrtschaftenDie Nachbarschaft von Sam & Max hat sich etwas verändert. Durch den amoklaufenden Roboter wurde Sybils Laden destruktiv versetzt und auf der anderen Straßenseite wartet Stinkys Restaurant auf einen Besuch. Bosco hat seinen Laden neu gestaltet und lebt seine paranoiden Vorstellungen durch Spionagetätigkeiten aus. Komplett neu sind nur die Örtlichkeiten, die man am Nordpol findet.Optisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts getan, da immer noch dieselbe Engine genutzt wird und diese nicht verbessert wurde. So bekommt man einen stimmigen Comic-Look geboten, dem es allerdings an modernen Effekten mangelt. Die englischen Sprecher aus der ersten Staffel sind erneut verpflichtet worden und machen ihren Job herausragend. Musikalisch gibt es neue Stücke zu hören, die am Nordpol weihnachtlich angehaucht sind und in der Stadt jazzig daher kommen. |
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