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Test: The Witcher

Monster, nehmt euich in Acht! Mit dem Witcher werden selbst verregnete Herbsttage zum düsteren Vergnügen.
 The Witcher
Der weiße Wolf ist da! Die potenzielle Genregröße The Witcher, lose basierend auf den Fantasyromanen des polnischen Autors Andrzej Sapkowski, wartet nun nach einigen Verschiebungen endlich in den Händlerregalen auf RPG-verrückte Käufer. Da müssen natürlich auch wir mal einen genauen Blick auf die Rollenspielhoffnung aus Warschau werfen.

Kennen wir uns?

Vom immer wieder beliebten Helden-Gebrechen Gedächtnisschwund geplagt, muss sich Hauptdarsteller Geralt im Laufe des Spiels wieder all jene Kräfte aneignen, die er in seiner Vergangenheit eigentlich schon längst gemeistert hatte. Zu Beginn des Abenteuers verschlägt es ihn in die Witcher-Festung Kaer Morhen, genau an den Ort, wo professionelle Ungeheuertöter wie er durch hartes Kampftraining und eine Art Genmanipulation erschaffen werden. Diese mysteriösen Prozeduren verleihen ihnen im Laufe der Jahre übermenschliche Eigenschaften wie Immunität gegen Krankheiten und Gifte, schnelle Regeneration oder eine Verlangsamung des natürlichen Alterungsprozesses.
Solche Vorteile rufen natürlich Neider auf den Plan, und Banditen versuchen bei einem Überfall auf Kaer Morhen, das geheime Wissen an sich zu reißen. Als Verteidiger kann Geralt so auch gleich erste Erfahrungen im Kampf sammeln, um später außerhalb der Burg Nachforschungen anzustellen und den gemeinen Invasoren eins auszuwischen.

Kamerawinkel für jeden Geschmack

Ein interessantes Detail: Bei den gebotenen Kameraperspektiven gehen die Entwickler eigene Wege. Statt der andernorts üblichen Wahl zwischen Ego- und Third-Person-Ansicht (mit gleicher Steuerung) bietet The Witcher drei verschiedene Varianten, die dabei helfen, den Protagonisten während seiner Eskapaden jederzeit gut im Auge zu haben. Da wäre zum einen der isometrische Modus, also eine schräge Vogelperspektive, wahlweise hoch oder niedrig über dem Geschehen positioniert, zum anderen der Blick direkt über die Schulter des Helden.
Dabei unterscheidet sich auch die Art der Steuerung: Während man bei den erstgenannten Methoden hauptsächlich die Maus nutzt und sich per Klick oder gedrückt gehaltener Taste fortbewegt, ähnelt die „ÜDS“-Variante mit dem Einsatz des bewährten WASD-Schemas eher dem System in Konkurrenzprodukten wie OblivionWeitere Infos. Vorteile haben beide Stile: Hat man beim einen (vor allem in der weit entfernten Version) die deutlich bessere Übersicht, vermittelt der andere schon durch die direktere Kontrolle ein richtiges Mittendrin-Gefühl und erlaubt nebenbei das Betrachten sämtlicher Details.
Verglichen mit Kollegen aus anderen aktuellen Rollenspielen wirkt Geralt übrigens ein wenig eingeschränkt, was seine sportlichen Aktivitäten angeht: Er kann auf seinem Weg weder springen noch schwimmen. Und auch sonst begrenzen viele Hindernisse die Welt, sodass selbst einfache Hügel oder Zäune nicht überwunden werden können. Eine offene Spielumgebung a la Two WorldsWeitere Infos und Co. darf man also wirklich nicht erwarten – der Witcher folgt weitgehend linearen, dafür aber alles andere als langweiligen, Pfaden in abgegrenzten Levels.

Zwei Klingen, keine Gnade

Zurück zum Kampf: Der Erfolg der Aktionen in den Gefechten hängt stärker von guten Reflexen und Rhythmusgefühl ab als in vergleichbaren Spielen, die oftmals in wildes Geklicke ausarten. Unter anderem wird das mithilfe eines Timing-basierten Combosystems realisiert, das spektakuläre, später immer längere Trefferserien ermöglicht. Dabei fließen einige Liter des roten Lebenssaftes und rollen auch mal Köpfe, die Freigabe ab 18 Jahren kann man in meinen Augen aber getrost etwas übertrieben nennen.
Mit der aktuellen Waffe – meist kommen ein stählernes (für Menschen) und ein silbernes (für Monster) Schwert zum Einsatz – nutzt man schnelle Attacken gegen flinke Gegner, brät Kolossen mit schweren Hieben eins über oder legt sich per Gruppenangriff mit mehreren Störenfrieden gleichzeitig an. Pariert wird dagegen automatisch.
Die verwendeten Kampfstile lassen sich via Tastendruck in Sekundenbruchteilen wechseln, wer es lieber etwas gemächlicher hat, darf mit der Leertaste aber auch die Pausenfunktion aktivieren und in Ruhe weitere Entscheidungen treffen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen…

Je nach gewählter Schwierigkeitsstufe ist der passende Angriffsmoment unterschiedlich leicht zu erkennen – während dem Spieler gewöhnlich ein kleines Flammenschwert plus akustisches Signal anstelle des üblichen Cursors eingeblendet wird, muss er sich im höchsten der drei Schwierigkeitsgrade auf das richtige Augenmaß verlassen, um den Übergang von einer Angriffssequenz zur nächsten abschätzen zu können.
Drückt man die linke Maustaste im falschen Moment, wird die Combo unterbrochen und Feinde habe die Gelegenheit, sich zu wehren. Auch der Einsatz magischer „Zeichen“ über die rechte Maustaste - zum Beispiel Feuersbrunst und Energiestoß - stört solche Abläufe, kann aber z.B. das Näherkommen weiterer Widersacher verhindern. Ein paar akrobatische Manöver erleichtern das Ausweichen oder erhöhen Geralts Siegchancen. So kann er etwa im hohen Bogen über die Köpfe der Bösewichte hechten, um einen Angriff von hinten zu starten.
Ein ruhiger Ort im Kampfgetümmel, in sicherer Entfernung oder geschützt durch einen Zauber, kann häufig von großer Bedeutung sein. Nützliche Gesöffe zur beschleunigten Lebensregeneration, zum Sehen im Dunkeln oder für verstärkte Angriffe entfalten ihre Wirkung nämlich nicht sofort, sondern sind mit einer einige Momente dauernden Animation verbunden. Außerdem füllt sich durch den Gebrauch eine Gift-Anzeige – ein Cocktail aus mehr als ein paar Tränken innerhalb kurzer Zeit kann sehr ungesund werden…
Die Herstellung der Elixiere übernehmen alchemistisch bewanderte Helden sogar selbst. Statt fertigen Ausrüstungsgegenständen lassen besiegte Gegner verschiedene Rohstoffe für das Brauen von Tränken, das Einölen der Schwerter oder das Basteln von Sprengsätzen zurück, die man im dezent chaotischen Inventar aber manchmal länger suchen muss.
Screen 1
Kaer Morhen wird angegriffen
Screen 2
Wie gemalt
Screen 3
Das Symbol bedeutet „Jetzt zuschlagen!“
Screen 4
Geisterhunde wollen Geralt davon abhalten, die Schreine zu aktivieren
Screen 5
In diesem Kanal lauert was Größeres als nur Ratten…
Screen 6
In den nächtlichen Straßen toben sich nicht nur Gangster aus

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The Witcher

Packshot
Rollenspiel
von Atari, CD Project
USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCOktober 2007

» Alle Infos  » Preisentwicklung

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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