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Test: Age of Empires 3 - The Asian Dynasties
Fällt da in China nur ein Sack Reis um oder ist das ganze spannender
Das zweite Addon nach The WarChiefs zu Age of Empires III steht an. Diesmal dürfen wir in Age of Empires III – The Asian Dynasties die Geschicke dreier asiatischer Zivilisationen lenken. Fällt da in China nur ein Sack Reis um oder ist das ganze spannender?Eines Mannes Pflicht ist die Wahrheit (Spielzitat)Und an die Wahrheit halte ich mich, wenn ich hier mitteile, dass uns die Addon-Entwickler Big Huge Games (u.a.Rise of Legends ) mit 15 neuen Missionen beglücken. In drei Akten mit je fünf Aufgaben spielen wir mehr oder weniger historisch korrekte Ereignisse der neuen Völker Japan, China und Indien nach. So kämpfen wir als Japaner um 1600 für die Einigung der Nation. Als Chinese ankern wir mit einer Schatzflotte bereits 1421 an einem unentdeckten westlichen (Indianer)Land. Zu guter Letzt treiben uns 1857 Selbstzweifel als Soldat der Ostindien-Kompanie, indischer Abstammung bei der Niederschlagung von Aufständen der eigenen Landsmänner zu heroischen Taten. Die drei kleinen Storys um Helden, Entdecker und Befreier mit ihren Wendungen sind dabei ganz passabel in Szene gesetzt. Einiges ist auch mit einem Augenzwinkern zu sehen, etwa wenn die Chinesen mit dem Satz „Hoffentlich erfährt niemand das wir hier waren“ Amerika wieder verlassen. (Basierend auf dem Buch 1421. Als China die Welt entdeckte in dem Autor Gavin Menzies die Hypothese aufstellt, dass China bereits 1421 Amerika entdeckt hat.) Das Missionsdesign hält allerdings kaum Überraschungen bereit. Zwar ist Abwechslung vorhanden, etwa wenn wir Bauern durch Feindesland eskortieren, Gefangene befreien, Burg X verteidigen, Stadt Y erobern oder Rebellenstandort Z vernichten. Dennoch haben wir das alles schon mal gesehen - eben alles schon mal mit anderen Völkern an anderen Orten im selben Spiel gespielt. Sehr positiv ist aber, dass es die langweiligen Gähn-Missionen des ersten Addons (minutenlang auf Verstärkung warten, Rohstoffe bunkern um weiter zukommen, usw.) nicht mehr gibt. Zudem gibt es wieder abseits der Hauptmission auf den Maps Boni, wie verlassene Planwagen mit wichtigen Ressourcen, gefangene Heiler oder andere wichtige Dinge aufzudecken. Diese Zeit an Land macht mich seekrank (Spielzitat)Kein Problem, im Addon gehören u.a. hübsche kleine und große Schiffe der chinesischen Schatzflotte zu den vielen neuen Einheiten im Spiel. Doch die Erfinder der Chinaböller fahren auch mit Flammenwerfer oder Drachen(Rakten)werfer auf. Außerdem rekrutieren wir hier meist gleich ganze Mini-Armeen, statt individueller Einheiten - Masse, statt Klasse eben. In Sachen Wunder dürfen wir als Chinese u.a. den Himmelstempel bauen, der die durchaus schlachtentscheidene Fähigkeit „Heilt alle Einheiten“ aktiviert. Als Japaner können wir das Wunder Großer Buddha auf die Maps setzen und decken damit das gesamte Schlachtfeld auf. Dadurch lassen sich Samurai, Ashigaru oder Shinobi viel leichter ans Ziel dirigieren. Weniger leicht als vielmehr schwerfällig betreten die Inder das Schlachtfeld. Die Rede ist hier von den Belagerungs - oder Flegel-Elefanten, sowie von den Lanzenreitern auf Dromedaren. Mit dem Wunder Taj Mahat können wir sogar kurzzeitig alle Kampfhandlungen unterbrechen. Natürlich dürfen die Einheiten jeder Partei wieder mit den verschiedensten Upgrades verbessert werden. |
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