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Test: Neverwinter Nights 2: Mask of the Betrayer
Ein lohnenswertes AddOn für D&D-Jünger?
So richtig viele Hardcore- Rollenspiele für den PC gibts ja nun nicht mehr, um so erfreulicher, dass Obsidian mit Mask of the Betrayer der Neverwinter -Saga ein weiteres Kapitel hinzufügt. Schon fast gegen den Zeitgeist, klassisch gestrickt nach dem traditionellen Dungeons and Dragons-Regelwerk, wird hier in aller Seelenruhe eine erstaunliche Geschichte erzählt. Alle Spieler, die gerne mit zuckendem Zeigefinger durch Monsterhorden pflügen, Messer wirbelnd im Affenzahn die Level leerräumen und erst zufrieden sind, wenn kein Stein mehr auf dem anderen steht, werden hiermit ganz offiziell von mir gewarnt: Finger wech ihr Metzger! Gehört ihr hingegen zur Spezies derer, die mit buddhistischem Gleichmut (der Weg ist das Ziel!) und einer obskuren Heldengruppe vom hektischen Alltag entschleunigt werden wollen, dann greift zu. Ach ja, Lesebrille nicht vergessen!Wer lesen kann ist im VorteilDenn zu schmökern gibt es viel, der weitaus größte Teil der Multiple-Choice-Dialoge läuft über Textfenster und man kommt nur selten in den Genuß, der allerdings professionell vorgetragenen Sprachausgabe. Gleich zu Beginn lohnt sich ein Blick ins Journal, bekommen dort doch die Vergesslichen unter uns eine kurze Auffrischung der bisherigen Geschichte.Wie, ähem, bekannt, erreichte unser Held aus Westhaven (siehe Neverwinter Nights 2 ) nach Wochen eifrigen Spielens die fluffige Festung des Fürsten der Finsternis und wurde nach seinem Sieg unter den Trümmer des zusammenbrechenden Gemäuers begraben - Gothic lässt grüßen. Aber wie der namenlose Held ist auch dieser Neverwinter- Crack nicht wirklich ins Totenreich übergegangen, sondern erwacht eines unguten Morgens mit üblen Schmerzen in einer äußerst merkwürdigen Höhle. Also, ein schönes Leben sieht anders ausTja, da hat sich jemand als Hobbychirurg betätigt, der Splitter des magischen Schwertes wurde entfernt, uns blieb nur eine schicke Fleischwunde. Verwirrt und von allerlei Visionen geplagt, ist unser Spezi ganz froh, als sich uns die Rote Magierin Safiya vorstellt. Safiya zeichnet sich nicht nur durch eine tätowierte Glatze aus, sondern reist auch in seltsamer Gesellschaft: Kaji ist ein kleines, fliegendes Teufelchen, der Magierin treu ergeben. Auf dem Weg nach draußen lassen wir noch den Bärengott Okku über die Klinge springen und ziehen zusammen mit Safiya durchs ferne Land Rashemen in die nächste größere Stadt Mulgantir, nur um festzustellen, dass unsere dortige Kontaktfrau Lienna des Todes ist.Schwierig wird unsere Lage, als die ortsansässigen Hexen uns am liebsten zum Teufel schicken würden, wir feststellen, dass Mulgantir ein finsteres Duplikat in der Schattenwelt hat und plötzlich Okku - not very amused - vor den Toren der Stadt steht. Und diesmal ist er nicht allein, sondern hat gleich eine ganze Geisterarmee zum Spielen mitgebracht. Ein ungewöhnliches Garn wird hier gesponnen, es ist viel von Geistern und rivalisierenden Totengöttern die Rede und man muss schon ein bisschen am Ball bleiben um den roten Faden des Who is Who nicht zu verlieren. |
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Neverwinter Nights 2: Mask of the Betrayer
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