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Test: Sherlock Holmes jagt Arsene Lupin
In seinem vierten Abenteuer muss Sherlock Holmes die Ehre Großbritanniens retten! Wird es ihm gelingen?
| Nach Finnland isst man nirgends so schlecht wie in England. Man kann Leuten nicht trauen, die eine so schlechte Küche haben. Diese kühne Behauptung stellte 2005 der französische Ex-Präsident Jacques Chirac auf. Dieses kleine Beispiel ist symptomatisch für die seit jeher besonderen Beziehungen zwischen Franzosen und Engländern. Obwohl beide Nationen in zwei Weltkriegen auf derselben Seite kämpften, war ihr Verhältnis nämlich nie ein freundschaftliches. Es verwundert daher nicht, dass der französische Autor Maurice Leblanc 1905 für den französischsprachigen Raum den Gentleman-Meisterdieb Arsène Lupin als genialen Gegenspieler zum beliebten englischen Detektiv Sherlock Holmes erschuf. In seinem vierten Abenteuer Sherlock Holmes jagt Arsène Lupin lässt Frogwares den englischen Detektiv nun gegen seinen französischen Kontrahenten antreten... Für die Ehre Großbritanniens!14. Juli 1895. Es ist ein typischer sonniger Sommertag in Englands Hauptstadt als Holmes’ treuer Assistent Dr. Watson sich die tägliche Post durchliest. Plötzlich stockt ihm der Atem. Zwischen den Briefen befindet sich auch ein Schreiben von Arsène Lupin.Der Meisterdieb macht sich über die angebliche intellektuelle Beschränktheit der Engländer lustig und spricht ihnen jegliche Kultiviertheit ab. Da Lupin zudem der Hochmut der Engländer zuwider ist, kündigt er den Diebstahl der fünf wichtigsten Wahrzeichen Englands an, um das Empire vor der ganzen Welt zu demütigen. Der Franzose ist sich seines bevorstehenden Sieges so sicher, dass er den berühmten Detektiv herausfordert, Zeuge seiner Beutezüge zu werden. Holmes nimmt die Herausforderung an. Nicht nur seine Ehre, sondern die des gesamten britischen Empires steht auf dem Spiel! Dr. Sherlock WatsradeWie schon aus dem Vorgänger Sherlock Holmes - Die Spur der Erwachten bekannt, übernimmt der Spieler die Geschicke des Detektivs aus der Ego-Perspektive. Gelegentlich dürfen auch Dr. Watson und Inspektor Lestrade durch das London des 19. Jahrhunderts gelenkt werden, was für Abwechslung sorgt. Ähnlich wie bei einem Ego-Shooter erkundet man mit der W,A,S,D-Steuerung und einer 360° Rundumsicht die Spielwelt. Spielrelevante Gegenstände sowie Personen werden in der Bildmitte zentriert, woraufhin ein interaktionsabhängiges Symbol erscheint – beispielsweise eine Hand, wenn sich ein Objekt aufnehmen lässt. Dieses wandert danach direkt ins Inventar, welches mit der rechten Maustaste aufgerufen wird. Darin befinden sich allerdings nicht nur aufgesammelte Objekte, sondern auch Holmes’ Archiv, in dem Dialoge, Dokumente, Berichte und Karten gespeichert werden. Leider ist es gar nicht so einfach, einen Gegenstand aufzunehmen, da man erstens ziemlich nah an das Objekt der Begierde heran und zweitens ständig mit der Maus und der schwammigen Steuerung nachkorrigieren muss, um es in der Bildmitte zu zentrieren. Zudem müssen so ziemlich alle Gegenstände begutachtet bzw. in der Bildmitte zentriert werden, da man sonst Gefahr läuft, etwas zu übersehen. Löblicherweise lässt sich die Tastatursteuerung übrigens auch nach eigenem Geschmack konfigurieren. Obwohl die Übersichtskarten eine schnelle Reise an einen gewünschten Ort ermöglichen, macht man in der Regel davon selten Gebrauch, da man erst in das Inventar per Rechtsklick gehen, die Karte auswählen und schließlich auch noch den Ort auswählen muss. In der Regel ist der Detektiv dann doch schneller, wenn er per Tastendruck in den Sprint-Modus übergeht. Die Dialoge, Dokumente und Berichte enthalten in der Regel Hinweise bzw. die Rätsel in Form von Lupins Gedichten selbst. |
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