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Test: The Chosen

Dieses Spiel sollte bei Action-RPG Fans durchaus in der engeren Wahl sein. Warum erfahrt ihr im Test.
 The Chosen
Himmel und Hölle, der Kampf des Guten gegen das Böse, Schalke gegen Dortmund, Redakteur gegen vorweihnachtlichen Spielewahnsinn - Gegensätze sind das Salz in der Suppe des Lebens. Ohne ein anständiges Feindbild und ohne die Möglichkeit eine klare Position gegen die ganz persönliche Hasskappe einzunehmen, wird der Mensch nicht froh. Nehmen wir mal den durchaus klugen Kopf Markus Dominus Ingens, immerhin ein Mann der im ausgehenden 19. Jahrhundert den Stein der Weisen entdeckt und somit unsterblich wird. Anstatt sich nun zurückzulehnen und seine reichlich bemessene Lebenszeit mit schönen und angenehmen Dingen zu verbringen, will Markus mehr und natürlich geht nix unter der Weltherrschaft. Dafür lehnt sich der gute Markus gehörig aus dem Fenster und macht sich nicht nur die irdischen Zauberer und Alchimisten zu Feinden, er tritt auch gegen die Mächte des Himmels an, indem er die Quellen der Seelen öffnet und Dämonenhorden auf die Menschen loslässt.

Geheime Brüder und wieder mal Diablo

Was das alles mit der Tabula Smaragdina zu tun hat, die im Vorspann geklaut wird, bleibt noch im Verborgenen. Ihr Verlust ist aber der Grund, aus dem der weise, leider etwas tote Zauberer Callinus einen von drei möglichen Helden in die nahegelegene Stadt Kamenz zur dortigen Geheimen Bruderschaft der Alchimisten schickt.
In dieser Bruderschaft sitzen nämlich ein paar ganz gewitzte Herren, logischerweise keine Frauen, die schon vor Jahren die Ausbildung dreier hoffnungsvoller Kämpen begonnen haben. Das ist nun bei The Chosen wie in den meisten Hack’n‘Slay bzw. Actionrollis die Stunde der Wahrheit: Selbst die Schwerter und Äxte dreckig machen und mit dem chinesischen Mönch Tong Wong in den Nahkampf ziehen, der sibirischen Jägerin Elena Pistolen, Gewehre oder Armbrüste in die grazilen Hände legen oder mit Frater Simon der Eis-, Feuer- und Äthermagie folgen. Welchen Charakter man letztlich wählt, ist Geschmacksache. Der Magier ist im Vergleich sicherlich am leichtesten und am billigsten (!) zu spielen, doch davon später mehr.
Durch die Verlegung der Handlung des 3-Millionsten-DiabloWeitere Infos-Klons in ein fiktives 19. Jahrhundert, in dem neben den Nahkampfwaffen gleichberechtigt auch Schusswaffen und eben die Alchimie ihre Daseinsberechtigung haben, lässt The Chosen aufmerken und muss sich nicht gleich zu Beginn der absoluten Phantasielosigkeit verdächtigen lassen. Und tatsächlich gelingt es dem Spiel mit einem stimmigen Gesamtkonzept, dem geschickten Einbau altbekannter Versatzstücke und einem sehr süffigen Gameflow den genremüden Tester bei Laune und am Monitor zu halten. Schauen wir uns doch mal näher an wie The Chosen gestrickt ist.

Alchimie und hilfreiche Geister

Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, der Quests und des Handelns ist das Geheime Labor der Bruderschaft, in dem unser Held fünf Ansprechpartner hat. Wir finden hier den unverzichtbaren Schmied, der für Nahkampfwaffen und Rüstungen steht und den österreichischen Offzier, der die Schusswaffen verwaltet. Beim ägyptischen Zauberer El Mahubar wird`s spannend, der gelehrte Mensch lehrt uns zwei hilfreiche Geister zu beschwören, den Golem und den Neferkar. Der Golem, ein aus Lehm geschaffener Koloss, ist eine gewaltige, behäbige Kampfmaschine, während der Neferkar helikopterartig durch die Gegend schwirrt, Energiestrahlen verschießt und etwas zerbrechlich daherkommt. Beide Kreaturen agieren eigenständig, sammeln Erfahrungspunkte und können nach ihrem Levelaufstieg anhand von zwei Parametern geskillt werden. Sollte mal einer der Süßen das Zeitliche segnen, hilft eine praktische, nicht ganz billige Rolle der Wiedererweckung weiter. Doch zurück ins geheime Labor, da wartet noch der schrullige Alchimist Mirandus mit Magiebüchern und Tränken auf uns und last not least Tessler, der geniale Techniker. Eine der größten Errungenschaften Tesslers ist der Teleporter, der uns blitzschnell an den Ort des Geschehens bringt, das klappt auch umgekehrt sehr komfortabel, ganz ohne Portal oder Spruchrollen. Alle Händler beherrschen ihr Handwerk, können unbekannte Gegenstände identifizieren und reparieren, allerdings gegen recht vermessene Konditionen. Da sich Rüstungen und Waffen abnutzen, ist natürlich der Nahkämpfer besonders gekniffen, reich wird so ein Haudrauf nicht. Immerhin hat jeder Held die Möglichkeit seine Rüstungen und Waffen alchimistisch durch Verschmelzung zu veredeln. Das läuft ganz unkompliziert, es werden munter Waffen mit Rüstungen gekreuzt, das verstärkt den Schadensbonus und erhöht die Haltbarkeit, kann aber auch den umgekehrten Effekt haben. Ein nettes Spielzeug, obwohl mich diese Funktion nicht komplett überzeugt hat, am Kosten- Nutzenfaktor müsste noch geschraubt werden.
Screen 1
Beam me up Tessler
Screen 2
Der Golem, dein Freund und Helfer
Screen 3
Gesichtslose Kreaturen
Screen 4
Der Neferkar, dein Freund und Hubschrauber

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The Chosen

Packshot
Action-Rollenspiel
von CDV
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCNovember 2007

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)

Bewertungen zum Spiel

GameCaptain
80 %
Test lesen
Magazine
69 %
Übersicht
Unsere Leser
57 %
Übersicht
Deine
70 %

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