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Test: Unreal Tournament 3
Nach ausführlichen Mehrspieler-Schlachten meldet sich der Redakteur zurück an Bord. Kann sich die Ballerei an die Spitze des Genrethrons schießen?
Die Unreal Tournament-Reihe ist ein Garant für schnelle und unkomplizierte Multiplayer-Action und auf LAN-Partys kaum wegzudenken. Interessanterweise wird selbst heute noch sehr häufig der indizierte Erstling aus dem Jahre 1999 gezockt. Um die Spieler mehr in Richtung UT 2003 und UT 2004 zu lenken, schalteten die Hersteller die Hauptserver des Klassikers ab, was zu heftigen Protesten führte. 48 Stunden später waren die Server wieder online und die über 100 offiziellen Clans spielen immer noch in ihren beiden Ligen um Sieg und Niederlage. Um das endlich zu ändern, schickt Epic Games Unreal Tournament 3 ins Rennen, welches eigentlich schon der vierte Teil der Serie ist. Statt auf ausgefallene neue Modi zu setzen, besinnt man sich auf altbewährte Elemente und ob das noch Spaß macht, erfahrt ihr im folgenden Bericht.Bombastischer Einstieg, aber dann?Der dritte Teil sollte laut Entwickler das erste Mal auch für Solisten richtig interessant sein und eine Singleplayer-Kampagne inklusive spannender Story bieten. Im ersten Moment könnte man das sogar glauben. Der Einzelspieler-Modus wird von einer bombastischen Zwischensequenz eingeläutet, die in Echtzeit abläuft und furios geschnitten wurde. Erzählt wird die Geschichte von einem Kämpfer namens Reaper, der zusammen mit seinen Kollegen die Invasion der brutalen Necris stoppen muss. Allerdings folgt nach diesem sehr netten Auftakt nach den ersten Missionen Ernüchterung. Zwischensequenzen gibt es nur sehr wenige, stattdessen wird die Story anhand vorgelesener Textbildschirme erzählt. Außerdem sind die Gefechte nichts anderes als Bot-Kämpfe und die Missionen lediglich die verschiedenen Spielmodi, die abwechselnd aneinander gereiht wurden. Die KI der Bots ist übrigens sehr hoch und auf höheren Schwierigkeitsgraden richtig fordernd, jedoch kein ebenbürtiges Pendant zu realen Spielern. Somit kann man die Singleplayer-Kampagne getrost als Training ansehen, die nach maximal zehn Stunden beendet ist und spaßiger Weise sogar mit vier Leuten im Koop-Modus durchgespielt werden kann.Keine ExperimenteAn Modi bietet UT3 klassische Kost. Deathmatch, Capture the Flag und dessen Varianten sind mit an Bord. Bombing Run, Assault, Invasion, Double Domination, Last Man Standing und Onslaught gibt es nicht mehr. Dreh- und Angelpunkt der Multiplayer-Ballerei ist der brandneue Warfare-Modus, der vom Prinzip überhaupt nicht neu ist, sondern sehr stark an das alte Onslaught erinnert.Das Ziel zweier Parteien ist jeweils den Hauptreaktor der gegnerischen Fraktion zu zerstören. Dieser ist jedoch durch einen Schild geschützt, der sich erst abschaltet, wenn eine bestimmte Anzahl an Knotenpunkte erobert wurde, die auf den Karten miteinander verbunden sind. Solange diese Punkte in keinem Besitz sind, reicht es, einfach drüber zu laufen und zu warten, bis sich eine Art Generator aufgebaut hat. Beschleunigen kann man diesen Vorgang, indem man mit der Link-Gun draufhält. Sollte der Punkt schon dem Feind gehören, hilft nur Waffengewalt, bis der Kern der gegnerischen Partei den Geist aufgibt. Es geht allerdings auch viel schneller. Meist an den Startpunkten findet man eine kleine Station, die Kugeln auswirft. Mit dieser Sphäre im Gepäck, lässt sich jeder Punkt sofort einnehmen, d. h. keine Wartezeiten und kein Dauerfeuer. Setzt man die Bälle taktisch ein, kann ein verloren geglaubtes Match eine überraschende Wendung nehmen. Allerdings kann man diese Kugeln nur zu Fuß oder per Hoverboard transportieren. In schnellen Fahrzeugen haben sie nichts zu suchen. Zu diesen Eroberungen gibt es auf manchen Karten Aufgaben zu erledigen, um an den Hauptreaktor zu kommen. Beispielsweise ist es auf einer Map von Nöten, einen Panzer über eine Brücke zu geleiten und diesen auf eine Druckplattform zu parken. Nur wenn das erledigt ist, ebnet sich der Weg zum Kern. AbschleppdienstDas Hoverboard wird per Tastendruck aktiviert und ist auf jeder größeren Karte mit im Rucksack. Sollten mal keine Fahrzeuge in der Nähe sein und die Schlacht am anderen Ende der Karte stattfinden, schwingt man sich einfach auf das schwebende Board und gleitet flugs zum Ort des Geschehens. Das hat allerdings den Nachteil, dass man nicht mehr schießen und auch keine Objekte mehr aufnehmen kann. Zudem ist man auf dem Board sehr verwundbar, d.h. bekommt man auch nur einen Treffer ab, fällt man vom Brett und muss sich erst mühsam aufrappeln, was mitten im Gefecht einem Todesurteil gleicht. Wer gerne per Anhalter fährt, der kann sich per Energiestrahl an ein anderes Fahrzeug koppeln und so im Schlepptau mitschweben. Somit ist das Hoverboard ein sehr hilfreiches Utensil und auf großen Karten unverzichtbar.Fahrzeuge vom anderen SternBei den vielen Vehikeln hat man der Kreativität freien Lauf gelassen und so betreten einige ungewöhnliche Kampfmaschinen das Schlachtfeld. Zu den normalen zählt noch der überarbeitete Buggy, der jetzt einen Selbstzerstörungsmechanismus besitzt. Benutzt man den Turbo, gibt das Teil ordentlich Gas und wer in diesem Moment aus dem Fahrzeug springt, wird meterhoch raus katapultiert und der Buggy explodiert auf spektakuläre Weise. |
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