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Test: Fantasy Wars
Von Menschen, Orks, Elfen und dem üblichen Fantasyeintopf - Rundenstrategie aus Russland
Heerscharen von Autoren sind Fantasy Altmeister Tolkien was schuldig. Kaum eine phantastische Geschichte die ohne die Kreaturen vom „Herr der Ringe“-Schöpfer auskommt. So auch das neueste Werk der 1C Company, Fantasy Wars, ein Rundenstrategiespiel im Stile von Shattered Union , Heroes of Might & Magic oder auch Fantasy General, wer das noch kennt.Austauschbare StoryIn einem gespaltenen Königreich schickt man als oberster Feldherr seine Einheiten aus, um rundenweise allerlei feindseliges Getier, darunter natürlich Orks und Goblins, in die ewigen Jagdgründe zu schicken, und das Königreich wieder zu vereinen. Soweit einmal die beliebig austauschbare Rahmenhandlung.Bevor das geteilte Reich erobert werden darf, wählt man aus drei Kampagnen: Entweder die der Menschen, welche Ritter, Bogenschützen, Lanzenkämpfer, Zauberer und andere mittelalterliche Einheiten in den Kampf führen, oder die der Orks, die sich auf nahkampfstarke und zahlenmäßig überlegene Truppen spezialisiert haben. Die dritte und letzte Fraktion, die Allianz der Elfen und Zwerge, wird erst nach Beendigung der beiden vorher erwähnten Kampagnen freigeschaltet. Sie setzen hauptsächlich auf allerhand schnelle Viecher und Drachen. Summa summarum stehen dem Spieler in etwa 30 Missionen bevor, sollte er alle drei Kampagnen beenden. Jede Kampagne ist linear aufgebaut, es gibt keine Möglichkeit die Abfolge der verfügbaren Missionen zu beeinflussen. Von Kriegern und LandschaftenVor jedem Auftrag bekommt man ein kurzes Briefing in Textform, das je nach Wichtigkeit der Mission von einem mehr oder weniger langen Intro begleitet wird. Direkt auf der 3D Karte angelangt, darf man die zuvor ausgewählten Einheiten in einem abgegrenzten Bereich verteilen. Auf den ersten Blick fällt die Farbgebung des Spielumfelds auf. Bunte abwechslungsreiche Farben, ein nett animierter Wellengang und ein schöner, meist in rötlichen Tönen gehaltener Himmel erfreuen das Spielerauge. Die Gestaltung der Einheiten kann da leider nicht ganz mithalten. Zwar sind alle Einheiten ausreichend gut animiert, bei näherer Betrachtung, sprich beim Heranzoomen, merkt man die Polygonarmut aber recht deutlich.Der orchestrale Soundtrack kann zu Anfang ebenfalls punkten, nach einiger Zeit wird man der schweren und dramatischen Melodien aber überdrüssig. Ein paar leichtere und luftigere Klänge hätten den gesamten Klangteppich merklich aufgelockert. Auf der KarteIst die Startaufstellung vollbracht, zieht man rundenweise gegen einen, maximal zwei Opponenten in den Kampf. Das Programm zeigt permanent die Anzahl der erlaubten Züge an, die notwendig sind um einen Sieg in drei verschiedenen Kategorien zu erlangen: Gold, Silber oder Bronze. Je schneller man das Missionsziel erreicht, desto besser der Rang, und desto wertvoller die Belohnung für das Heer.Jede der Einheiten verfügt über unterschiedlich viele Hitpoints. Diese sind entweder durch Aussetzen der Bewegung, oder durch einsetzen von Gold regenerierbar. Dieses Edelmetall ist übrigens die einzige Ressource im Spiel. Egal ob man Orks, Menschen oder die Allianz steuert, jede Fraktion hat einen Helden. Dieser hebt sich von den anderen Einheiten primär durch seine Spezialfähigkeiten und sekundär durch die Tatsache ab, dass er sowohl besser austeilen als auch einstecken kann. Das verleitet natürlich dazu, ihn besonders oft direkt an der Front einzusetzen, doch sollte der Protagonist das Zeitliche segnen, gilt die Mission als verloren. Andere Mitstreiter, die im Laufe der Kampagne dazu stoßen, können nicht sterben. Sie gelten nur als betäubt, und sind bei der nächsten Aufgabe wieder mit von der Partie. Neben Fernwaffen wie Ballista oder Katapult, stoßen im Laufe der Zeit auch magisch begabte Charaktere zu der eigenen Armee. Ein Magier kann pro Runde einen Zauberspruch wirken. Je mehr Erfahrung er gewinnt, um so mehr Zaubersprüche werden verfügbar. Unverständlich, dass es die Programmierer versäumt haben, magisch begabte Einheiten in den Rekrutierungspool einzufügen. Außer gewissen einzigartigen Charakteren, die sich einem während des Spielverlaufs anschließen, gibt es keine reguläre Einheit die zaubern kann. |
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