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Test: RTL Winter Sports 2008
Neuer Name, besseres Spiel als im vergangenen Jahr?
Zum Ende des Jahres gibt es immer wieder dasselbe: das Weihnachtsfest mit Geschenken und leckerem Essen. Außerdem steht seit einigen Jahren im Dezember immer ein neues Winter-Spiel vom „RTL Interactive“ in den Regalen – gern auch mit neuem Namen. In diesem Jahr bewegen sich die Entwickler mit Winter Sports 2008 weg vom fast schon irreführenden Titel des vergangenen Jahres, als die RTL-Jungs noch mit Winter Games 2007 an den Start gingen. Dabei hat sich nicht nur der Name geändert, sondern auch einiges im Spiel selbst getan – wenngleich vieles immer noch gleich geblieben ist. Alles etwas aufgebohrtAuch wenn in Deutschland noch kein Schnee liegt – zumindest nicht in den Niederungen –, so besteht mit Winter Sports 2008 schon jetzt die Möglichkeit, in die kalte Jahreszeit einzutauchen. Neun Sportarten bieten Raum für 15 Disziplinen, die einzige Neuerung ist dabei der Eiskunstlauf. Während Skilanglauf, Curling, Eiskunstlauf, Rodeln und Skeleton jeweils einmal vertreten sind, gibt es beim Skispringen, Skifahren, Eisschnelllauf und Bobfahren mindestens noch eine weitere Alternative. Dass der spielerische Unterschied zwischen Zweier- und Viererbob allerdings nicht sonderlich groß ist, kann sich allerdings jeder Spieler denken – gleiches gilt auch für den 500m- oder 1500m-Lauf auf dem Eis. Echte Unterschiede gibt es im Grunde genommen nur beim Ski Alpine, wenn Abfahrt, Super G, Slalom und Riesenslalom gefahren werden dürfen.Dafür haben die Entwickler im Vergleich zum Vorjahr eine entscheidende Änderung ins Spiel eingefügt: einen dreistufigen Schwierigkeitsgrad. Bis auf die Kampagne kann jeder Modus im einsteigerfreundlichen „leicht“ absolviert werden, was dann noch über „mittel“ bis zu „schwierig“ gesteigert werden kann – ein vierter Schwierigkeitsgrad kann ebenso noch freigespielt werden wie der „klassische“ Kampagnen-Modus aus dem vergangenen Jahr mit 14 Disziplinen. Dank des moderaten Schwierigkeitsgrads ist Winter Sports 2008 in diesem Jahr endlich auch als Party-Spiel oder Pausenfüller geeignet, denn jetzt fällt es auch ohne viel Übung leicht, sich auf der leichten Stufe mal auf dem Treppchen zu platzieren – das war im vergangenen Jahr noch einer der Hauptkritikpunkte bei dem Spiel. Neue Modi, neues Glück?Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in den virtuellen Winter einzutauchen: Entweder ihr versucht euch in einer einzelnen Disziplin, messt euch im Wettkampf in sieben, 15 oder einer selbst gewählten Zahl an Disziplinen, startet die Kampagne oder wagt euch an die Karriere.Die Kampagne erinnert dabei stark an das Prinzip, das bei Tiger Woods PGA 2008 verwendet wurde – nur nicht so umfangreich. In einem Wabenmuster müssen bestimmte Aufgaben erfüllt werden (z.B. eine bestimmte Zeit unterbieten oder eine bestimmte Geschwindigkeit erreichen), um die Kampagne abzuschließen und damit dann den klassischen Wettkampf-Modus freizuspielen. Die Aufgaben sind dabei gar nicht langweilig, ob aber der „klassische Modus“, eine Spielform des vergangenen Jahres, als Motivationspille ausreicht, die Kampagne durchzuspielen, wage ich zu bezweifeln. Zumal einige Aufgaben auch wirklich happig sind. Spannend für Solo-Spieler ist dann wieder die Karriere, wenngleich die Form ziemlich sinnfrei daher kommt: Ihr startet mit eurem Team in der vierten Liga und müsst euch – logisch – bis in die erste Liga kämpfen. Das Ganze funktioniert über zwei Wettkämpfe, einer über sieben und einer über 15 Disziplinen, wobei der zweite zwingend gewonnen werden muss, um aufzusteigen. Gewinnt ihr eine Disziplin, bekommt ihr Erfahrungspunkte, die ihr auf die neun Sportarten verteilen müsst, um eure Fähigkeiten dort zu verbessern. So reifen eure Sportler zu Superstars und der Aufstieg in die erste Liga rückt in greifbare Nähe. Der dabei ansteigende Schwierigkeitsgrad ist gerade in der zweiten und ersten Liga sehr fordernd und erinnert dann wieder an den Vorgänger. Zumal genau in dem Moment, in dem der Schwierigkeitsgrad ansteigt, die Schwächen des Spiels offensichtlich werden – und die liegen in der mitunter schwammigen Steuerung. |
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