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Test: RTL Biathlon 2008
Kommt RTLs zweiter Versuch ohne Strafrunde aus?
So ändern sich die Zeiten. Zig Jahre lang war Skispringen die Wintersportart Nr.1 im Fernsehen und jedes Jahr brachte RTL ein Skisprung-Spiel auf den Markt. Doch schon im letzten Jahr war absehbar, dass es mit dem Skisprung-Boom ein Ende hat und so setzte RTL erstmals auf Biathlon. Ein ähnlich kometenhafter Aufstieg wie Magdalena Neuner, die in ihrem ersten Weltcup-Jahr gleich mehrfache Weltmeisterin wurde, war den Machern von 49 Games jedoch nicht vergönnt. Klappt es nun, u.a. mit Neuner auf dem Cover, im zweiten Jahr, in dem es nun kein Skisprung-Spiel mehr gibt?Aus Fehlern lernenDie erste Änderung vorweg: Diesmal ist Kati Wilhelm nicht nur auf dem Cover abgebildet, sondern auch spielbar (genau wie Neuner, Michael Greis und – der inzwischen zurückgetretene – Sven Fischer) und man kann sich auch eine BiathletIN erstellen, was diesmal außerdem komfortabler von der Hand geht. Man darf sowohl das Äußere als auch die Werte Kraft, Geschwindigkeit, Ausdauer und Technik bestimmen, die sich dann nach dem Aufstieg durch gewonnene Erfahrung verbessern lassen. Neu ist, dass man später noch eine Spezialfähigkeit (bei den vorgegebenen Stars schon eingestellt) auswählt. So kann ein Sprintspezialist einen Zwischenspurt einlegen ohne zu viel Fitness zu verlieren oder ein Bergspezialist kurzfristig am Berg ohne Kraftverlust sein Tempo halten. Anfangs lässt sich diese Spezialfähigkeit nur einmal pro Rennen einsetzen, später dann zwei- oder dreimal, je nach Stufe des Fahrers.Bei der Auswahl eines Rennens gleich die nächste erfreuliche Neuerung: Es gibt nun alle vier Rennarten, sprich Sprint (Start mit festem Zeitabstand nacheinander, Strafrunden), Verfolgung (Start nach Abstand aus vorherigem Rennen nacheinander, Strafrunden), Einzel (Start mit festem Zeitabstand nacheinander, 10 Sekunden Strafzeit pro Fehler) und Massenstart (gleichzeitiger Start, Strafrunden), allerdings hat man der Spielbarkeit halber alle Wettbewerbe auf 2x Schießen und 4 Runden Laufen gesetzt, Verfolgung und Einzel also gekürzt. Die Strecken haben wieder bekannte Namen (die Läufer nicht), ähneln ihren Vorbildern aber (schon wegen der verkürzten Länge) nur hier und da. Einige Stellen haben aber durchaus Wiedererkennungswert, z.B. in Ruhpolding. Gutes beibehaltenGeht es dann ins Rennen, kommt die bewährte Steuerung zum Einsatz. Wahlweise mit Tastatur, Maus oder Gamepad geht die Steuerung leicht von der Hand. In der Mitte ist ein Balken angezeigt, in dem die derzeit optimale Geschwindigkeit angedeutet ist, abhängig vom Streckenprofil. Diese gilt es ungefähr einzuhalten. Ist der eigene Geschwindigkeitsbalken unter dem Optimum, verschenkt man Zeit, ist er darüber, verbraucht man mehr und mehr Kraft und Fitness. Neu sind 1-3 Balken für die Spezialfähigkeiten, die sich auf Tastendruck aktivieren lassen und dann so lange gelten, bis der Balken abgelaufen ist. Das Ganze ist bewusst simpel gehalten, es gibt keine Stürze, Kollisionen mit anderen Fahrern führen nur zu einer Abbremsung. |
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RTL Biathlon 2008

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