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Test: Painkiller Overdose
Eine Spielermod wird zum Vollpreisaddon. Kann das angestaubte Painkiller-Gerüst heutzutage noch mithalten?Wenn eine ehemalige Mod zu einem Vollpreistitel wird, ist immer Obacht geboten. Immerhin zeigte schon Half-Life , dass eine gut umgesetzte Mod auch Jahre nach dem Spielerelease noch für Furore sorgen kann. Painkiller Overdose geht jedoch einen etwas anderen Weg als z.B. Counterstrike , denn das Standalone Addon bietet hauptsächlich neuen Content für Solisten.Same procedure as every timeDieser neue Content macht sich auch gleich zu Beginn des Spieles bemerkbar, denn man befindet sich nicht länger im Körper von Daniel Garner, sondern von Belial, Sohn des Himmels und der Hölle. Eine Gemeinsamkeit gibt es jedoch zwischen den Protagonisten, denn beide befinden sich irgendwo zwischen Himmel und Hölle und müssen sich durch massig Gegnerhorden ballern, um ihr Ziel zu erreichen. Belials Zukunftspläne sehen dabei vor, Luzifer persönlich in die Hölle, bzw. eher aus der Hölle oder wo auch immer hin zu befördern.Also streift man als Mischung aus Dämon und Engel (quasi ein Dengel) durch 17 Zonen der Vorhölle, immer auf der Suche nach der nächsten dämonischen Ausgeburt, die einem vor den Lauf rennt, kriecht, hüpft oder auch fliegt. Am grundlegenden Konzept hat sich absolut nichts geändert: Man betritt einen Raum bzw. ein Areal, die Tür geht hinter einem zu, ein Haufen Gegner mit der Intelligenz eines Backsteins tauchen aus dem Nichts auf, man ballert alles nieder und geht in den nächsten Raum. Ein Dengel auf ReisenGeändert haben sich dafür die einzelnen Level, welche man im Laufe seines Spazierganges durchs Fegefeuer hinter sich lässt. Waren es im Originalspiel noch häufig dieselben Grafiksets, wird das Auge hier jedes Mal mit neuen Settings und dazu passenden Gegnern verwöhnt. Egal ob nun eine ägyptische Wüstenlandschaft, das brennende Rom, oder das alte Japan voller Geishas, hier wird so ziemlich alles geboten, was einem so einfallen könnte. Entsprechend einfallsreich gestaltet sich auch das Waffenarsenal, welches mit insgesamt acht verschieden Schießprügeln aufwartet. Wirklich neu ist daran meist jedoch nur der Waffenskin, denn viele kennt man bereits aus dem Hauptspiel, wie z.B. die Schrotflinte oder die Armbrust. Dafür sind diese wieder einmal recht unterschiedlich geraten und verfügen allesamt über einen primären und sekundären Feuermodus.Da das Spiel nicht gerade mit Munition um sich wirft, sollte man sich auch tunlichst mit seinem gesamten Arsenal vertraut machen, denn früher oder später wird man jede der Waffen mal benötigen. Und wer die verschiedenen Feuermodi geschickt miteinander kombiniert, kommt natürlich weitaus schneller durch die Level. Have a Break, have a ReloadEin Faktor, der bei besagter Geschwindigkeit eine große Rolle spielt, ist aber nicht nur die Wahl der Waffe, sondern auch der technischen Beschaffenheit des eigenen Computers. Kenner des Originalspieles werden wissen was ich damit meine: Die Ladezeiten. Waren diese schon in Painkiller zu lang, schießt Overdose hier eindeutig den Vogel ab. Selbst auf Rechenknechten, die weit über die Systemanforderungen hinaus gehen, dauern die Ladezeiten mindestens eine Minute, wer gar über ein System verfügt, das „nur“ die empfohlenen Spezifika aufweist, kann hier durchaus nebenbei einen Kaffee trinken gehen. Und das ist nicht nur beim Laden eines neuen Levels der Fall, denn wenn man stirbt wird das Level trotzdem noch mal komplett neu in den Speicher genudelt – da verliert dann auch der Begriff Quickload ein wenig seine Bedeutung. |
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