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Test: ÜberSoldier 2
Karl Stolz ist zurück, macht mit seiner Rückkehr aber wohl niemanden stolz.
ÜberSoldier war weder ein besonders innovativer, noch ein überaus herausragender Vertreter seines Genres, konnte aber mit netter Optik und pausenloser Dauer-Action in abwechslungsreichen Arealen einigermaßen überzeugen. Was passiert, wenn man diese Vorzüge für einen Nachfolger größtenteils weglässt, erfahrt ihr im folgenden Test.Immer noch kein FriedenEigentlich dachte Karl Stolz, die Organisation ÜberMacht wäre mit der Zerstörung einer Forschungsstation und der Eliminierung von Ernst Scheffer am Ende. Dort wurden im Vorgänger tote Soldaten wieder zum Leben erweckt und mit einem Medikament namens T9 gefügig gemacht. Das Ergebnis waren die ÜberSoldier, von denen Karl selbst ein Exemplar ist. Während eines Einsatzes gegen Ende des Krieges finden er und seine Kameradin Maria zufällig heraus, dass T9 weiter produziert wird und die Nazis immer noch Experimente mit dem Tod durchführen. Einer der Oberbösewichter scheint Dietrich zu sein, der ebenfalls den Versuchen von ÜberMacht zum Opfer fiel, aber dennoch die Geheimnisse der Organisation schützt und dafür über Leichen geht und wenn es sein muss, sogar über die der eigenen Leute.Comics im Zweiten WeltkriegDie Geschichte wird wie ein Comic erzählt, also anhand kleiner Bildchen, die so gar nicht zum restlichen Spiel passen, denn der Look ist eher auf Realismus getrimmt. Erwarten darf man von der trashigen Geschichte nicht viel, stattdessen gibt es gleich zu Beginn eine der langweiligsten und unspektakulärsten Verfolgungsjagden der Videospielgeschichte.Als Beifahrer sitzt man in einem Jeep am MG, gibt aus der Ego-Perspektive ordentlich Dauerfeuer und schießt so jeden Verfolger über den Haufen. Allerdings ist diese Hetzjagd alles andere als spannend, da sich der Geländewagen im Schneckentempo fortbewegt. Kurz darauf geht es per pedes weiter und das ebenfalls nicht besonders flott. Die normale Gangart ist eher schleppend, sprinten kann man nur so lange, wie es der Ausdauerbalken hergibt. Mit maximal vier Ballermännern im Gepäck schießt man sich so von Raum zu Raum. Die Schießprügel bestehen aus dem Standardsortiment des Zweiten Weltkrieges, d.h. Luger, Thompson oder die obligatorische MP 40 sind mit an Bord. Invasion von allen SeitenSpielerisch zeigt sich ÜberSoldier 2 von einer Seite, die man allerspätestens seit Doom 3 nie wieder sehen wollte. Es ist keine Seltenheit, dass man in einem Raum eingesperrt wird und erst wieder die Freiheit genießen kann, wenn man Horden von feindlichen Soldaten über den virtuellen Jordan geschickt hat, die aus allen Türen und Fenstern in den Raum stürzen. Das hat schon in Vivisector wenig Spaß gemacht und ist hier genauso unlustig. Solche Zwangsschießereien kommen niemals plötzlich oder überraschend, sondern kündigen sich mit einer bestimmten Melodie an, so dass man kurz vorher schon sein Gehirn abschalten kann. |
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