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Test: Juiced 2: Hot Import Nights
Auf den Konsolen noch gut, reicht es auf dem PC nur für Mittelmaß. Warum erfahrt ihr hier.
Nach den nur mittelprächtig bewerteten Konsolenfassungen von Juiced 2: Hot Import Nights hat es mit reichlich Verzögerung nun auch die PC-Variante des Funracers in die Läden geschafft. Dabei wurde die längere Entwicklungszeit leider nicht genutzt um die Kritikpunkte am (Konsolen-)Spiel auszubügeln. Vielmehr bekommt der Käufer eine 1:1-Umsetzung der Xbox 360-Fassung für den PC vorgesetzt. Kann das gut gehen? Abwechslungsreiche AufgabenDie Abwechslung an Herausforderungen im spielbestimmenden Karriere-Modus scheint gigantisch. Nicht unbedingt das Siegen allein bringt den Spieler aus der Anfänger-Klasse zehn Ligen nach oben zur HIN-Elite, sondern die Erfüllung der unterschiedlichsten Ziele. Die Events finden stets auf vom normalen Straßenverkehr abgesperrten Strecken statt. So findet man klassische Rundenrennen oder an den Nerven zerrende Langstreckenrennen über Turniere bis hin zu Eliminierungsrennen. In diesen muss man dann Ziele erfüllen, wie einen vorgegebenen Gegner überrunden, eine bestimmte Menge Geld einfahren oder mit einem feststehenden Punktevorsprung ein Turnier gewinnen. Nervig und zum Teil frustrierend sind dabei allerdings die Rennen, bei denen man ohne an den Streckenbegrenzungen anzuecken fahren muss. So etwa in Last-Man-Standing-Events, eine Art Eliminierung unter verschärften Bedingungen. Weiterhin gilt es gegen die Uhr eine oder mehrere perfekte Runden zu drehen oder mit einer Höchstgeschwindigkeitsvorgabe zu absolvieren. Auch Team-Rennen, mit einer wie beim Vorgänger eigens zusammengestellten Crew, sind in höheren Ligen wieder vorhanden. Dabei kann man als Boss mit simplen Befehlen wie Vollgas, Blocken oder Sammeln seine Crew dirigieren, was immer noch nicht jederzeit perfekt funktionieren will. Dazu gesellen sich Drift-Events, bei denen man entweder gegen einen Drift-König antritt oder eine bestimmte Anzahl Drift-Punkte einfahren muss. Die in zwei Phasen gefahrenen Twin-Drift-Events, bei denen man Punkte sammelt oder gegen einen Gegner verteidigen muss, erinnern hingegen stark an NfS: Carbon.Mit Power durch den StreckenschlauchDie ganzen Events finden in sieben Umgebungen statt, z.B. in bekannten Städten wie San Francisco, London, Sydney oder einer Alpenregion. Leider liegt hier aber auch der Hund begraben: Die Strecken gleichen sich alle viel zu sehr, da es A: meist nur auf anders abgesteckten Streckenvarianten zu Werke geht, B: sich die Häuserschluchten der Städte zu sehr ähneln und C: man die Umgebungen nicht frei befahren kann. Zudem sind die Kurse allesamt nur als schmale Streckenschläuche mit den immer selben Banden als Streckenbegrenzungen gestaltet. Sicher gibt es markante Gebäude wie den Pariser Eiffelturm oder das Kolosseum in Rom, der Rest sieht aber in der meist neonlichtdurchzogenen Nacht ziemlich gleich aus. Ab und an gibt es auch Veranstaltungen bei Tag, das beschränkt sich aber meist nur auf Drift-Events.Nicht beschränkt, sondern vielmehr als umfangreich kann man die lizenzierte Fahrzeugpalette betiteln. Unterteilt in Klassen die je nach Liga freigeschaltet werden, gibt es kleine Hüpfer wie Mini oder C2, Eurowagen wie 3er BMW oder Seat Leon, Old Muscles von Dodge oder Chevrolet, bis hin zu Exoten wie Ascari KZ1 oder Pagani Zonda. Tuningfreundliche Japaner aus dem Hause Mitsubishi, Mazda oder Nissan dürfen natürlich auch nicht fehlen. Optisch kann man die Boliden in zig Varianten verschönern. Aufkleber anbringen, Nummernschilder ändern, mit dem Wagenlack rumspielen oder Spoiler jeder Art anbauen. Richtig spürbar werden aber nur Veränderungen technischer Natur. Hier darf man die obligatorische Nitroeinspritzung verbessern, dem Motor mehr Leistung verpassen oder den Wagen leichter machen. Die ganzen Tuning-Dinge stehen aber nicht von Anbeginn bereit. Vielmehr muss man diese in Extra-Events (und nicht in der Karriere!) Stück für Stück auf den bekannten Kursen freifahren. Wieviel Stress verträgt eine Fahrer-DNA?Hinter dem von den Entwicklern als große Neuerung angekündigte Feature der Fahrer-DNA verbirgt sich ein System, bei dem der Fahrstil des Spielers so genau wie möglich aufgezeichnet werden soll. In der Praxis zeigt sich aber, dass dies nur sehr rudimentär geschieht. Wer aggressiv fährt und oft kollidiert, dessen DNA wird am feurigen Ende angesiedelt sein. Wer hingegen sehr präzise fährt und selten Fehler macht, hat eine DNA am anderen Ende im Bereich Eiskalt.Im Spiel findet man neben den DNA der üblichen KI-Gegner auch die von Prominenten wie Fanta 4 Rapper und Hobbyrennfahrer Smudo oder kann sich DNAs von anderen Spielern online herunterladen. Gegen diese DNA-Fahrer darf man dann außerhalb der Karierte antreten. Auch Teams mit anderen DNA-Fahrern können zusammengestellt werden. Das ganze ist eine nette Spielerei, die man sicher gern einmal ausprobiert. Am Ende bleibt ein direktes Duell gegen menschliche Gegner doch spannender als gegen ihre künstlich wirkende Fahrer-DNA. |
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