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Im März 2007 veröffentlichte Kalypso Media die erste Episode des ungewöhnlichen Horror-Adventures Penumbra und erhielt - unter anderem auch von uns - gute Kritiken. Schon bald wurde es allerdings still um das Spiel, obwohl die Geschichte mit zwei weiteren Episoden bis zum Herbst 2007 abgeschlossen werden sollte. Schließlich wurde der Publisher gewechselt und die zweite und gleichzeitig auch letzte Episode Penumbra - Black Plague für den Februar 2008 angekündigt. Ob es sich abermals lohnt, einen Abstecher unter die Eiswüste Grönlands zu machen, erfahrt ihr hier im Test. Ich will hier raus!Wir erinnern uns: Der junge Physiker Philipp erhielt einen Brief seines vermeintlich vor langer Zeit verstorbenen Vaters Howard. Darin forderte er seinen Sohn auf, ein bestimmtes Buch unbedingt zu vernichten. Doch Philipp ignorierte den Willen seines Vaters und studierte besagten Schmöker. Die darin enthaltenen Aufzeichnungen konnte er nicht entziffern...bis auf einige Koordinaten, die auf einen Ort in Grönland hinwiesen. Da dies der einzige Bezugspunkt zu seinem Vater war, traf Philipp die folgenschwere Entscheidung, nach Grönland zu reisen. Dort konnte er sich gerade noch rechtzeitig vor einem Schneesturm in einen unterirdischen Minenkomplex retten. Doch der Schneesturm war das kleinere Übel! Ein Donnern! Schritte! Schreie! Blutspuren! Was ist hier unten los? Ist da jemand oder etwas?Philipp ist nicht allein! Schon bald sieht sich der junge Physiker mit widerwärtigen Kreaturen konfrontiert, so dass er fortan um sein Leben kämpfen oder besser gesagt rätseln muss. Philipp hat nur noch einen Gedanken: Ich will hier raus! In Penumbra - Black Plague erwacht Philipp zu Beginn des Spiels in einer Zelle. Wie er dort hingekommen ist und was er hier überhaupt macht, erfahren Neueinsteiger nicht, da auf ein Intro komplett verzichtet wurde. Lediglich das Handbuch klärt in groben Zügen über das bisher Geschehene auf. Immerhin gibt es für unerfahrene Grönland-Abenteurer die Möglichkeit, zunächst ein Tutorial zu absolvieren, dass einen guten Einblick in die Spielmechanik von Penumbra - Black Plague liefert. Alles muss man selber machen!Wie in der ersten Episode Penumbra - Im Halbschatten wird das Horror-Adventure aus der Ego-Perspektive gespielt. Auch an der Tatsache, dass der Spieler die meiste Arbeit selbst verrichten muss, hat sich nichts geändert. Eine Tür wird nicht wie in anderen Adventures durch einen einfachen Mausklick geöffnet. In Black Plague ist es notwendig, dass zunächst die Tür in der Bildschirmmitte zentriert wird, woraufhin ein interaktionsabhängiges Symbol, in diesem Fall eine Hand, erscheint. Wahlweise kann in den Optionen ein Fadenkreuz zugeschaltet werden, dass die Handhabung erleichtert. Dann hält der Spieler die linke Maustaste gedrückt und schiebt die Maus nach oben. Anders verhält es sich mit einem Schraubstock. Hier werden bei gedrückter linker Taste mit der Maus Kreise im Uhrzeigersinn gezogen, um den Schraubstock zu öffnen bzw. gegen den Uhrzeigersinn, um ihn wieder zu schließen. Nicht alles ist jedoch manuell zu verrichten. Es gibt Objekte, die per schlichtem Mausklick in das Inventar wandern und ebenso einfach mit anderen Gegenständen kombiniert werden. Die Rätsel sind abwechslungsreich sowie meistens logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Die Ziele der Denksportaufgaben beinhalten in erster Linie, Wege frei zu räumen, Hindernisse zu überwinden, Türen zu öffnen oder eben Objekte miteinander zu kombinieren. In den Optionen kann der Spieler sich entscheiden, ob spielrelevante Objekte aufleuchten sollen. Entscheidet man sich dagegen, ist es natürlich ungleich schwieriger, diese zu finden, da es in den unterirdischen Gängen nicht selten stockdunkel ist. Aber wozu hat man eigentlich eine Taschenlampe dabei? Ups, die Batterien sind fast leer! Physik-Unterricht für FortgeschritteneDie 3D-Welt ist wieder größtenteils manipulierbar, d.h. etliche Gegenstände, die nicht niet- und nagelfest sind, können für die zahlreichen Rätsel, die die sehr gute Physik-Engine nutzen, eingesetzt werden. Beispielsweise kann ein Holzbrett dazu dienen, eine Schlucht zu überqueren oder ein Stuhl, um einen höher gelegenen Schacht zu erreichen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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