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Test: Kiss before Midnight
Flirts in Paris - aber manchmal ist die Stadt der Liebe eher die Hauptstadt der Langeweile...
| Also... Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir was Cooles vorgestellt, als ich den Titel Kiss before Midnight zum ersten Mal las. So eine Art Vampir-Story a la Biss zum Morgengrauen. Auch schön wäre gewesen „Friss before Midnight - Die Rückkehr der Gremlins". Diese Namensvariante möchte ich hiermit reservieren *g* Doch egal, welche Spielereien man sich ausmalt, wäre wohl fast alles interessanter als die traurige Realität, die mir vor kurzem in Form dieser absolut jugendfreien Dating-Sim ins Haus schneite. BeziehungskistenFlirten, das geht nirgendwo besser als in Paris, der viel beschworenen Stadt der Liebe – sollte man meinen... In Wirklichkeit bietet die Metropole, oder besser gesagt ein winziger Teil davon, lediglich den Rahmen für arg eingeschränktes Gameplay, an dem wahrscheinlich selbst nur die wenigsten Gelegenheitsspieler Gefallen finden werden.Nach einem Studienjahr in Berlin kehrt Paul nach Paris zurück, trifft dort seine besten Freunde wieder und schmeißt sich an Jugendliebe Devine ran, die mittlerweile jedoch kurz vor der Hochzeit mit Vincent steht. Kumpel Ricky, ein ziemlicher Draufgängertyp, wiederum vergöttert total die abweisende Kellnerin Luca, ohne zu merken, dass auch noch jemand anders ein Auge auf ihn geworfen hat... In diesem Stil muss man sich auch die restlichen Figurenkonstellationen vorstellen, durch die insgesamt neun Hauptfiguren zu einem bunt gemischten Beziehungsgeflecht verknüpft werden, Rivalitäten und kassierte Körbe inklusive. All das wird nun aber nicht, wie von den Singles -Machern gewohnt, in eine "richtige" Lebenssimulation verpackt, sondern man bestreitet die 14 Episoden mittels Multiple-Choice-Gesprächen und Minigame-Einsatz.Kiss before Midnight läuft über weite Strecken als eine Art interaktive Zwischensequenz ab - die Protagonisten des Abschnitts treffen aufeinander, unterhalten sich, und der jeweilige Hauptdarsteller muss sich an mehreren Stellen für einen der angebotenen Sprüche - von verständnisvoll bis frech - entscheiden, um so je nach Reaktion Plus- oder Minuspunkte beim dazugehörigen Schwarm zu sammeln. Von der Ausbeute hängt dann ab, ob sich die Turteltauben am Ende "kriegen". Vorher werden aber erst mal sämtliche Episoden absolviert, die man im Spielverlauf freischaltet. Ich will nicht mehrDas zweite zentrale Element (und auch ein Hauptproblem, aber dazu gleich mehr) ist das "Gossip-Spiel", welches ständig die Handlung unterbricht und gewonnen werden muss, damit der eigentliche Dialog fortgesetzt werden kann.Im Grunde handelt es sich um ein einfach gestricktes Kartenspiel, basierend auf so genannten Emotionskarten, mit denen man die Gesprächsstimmung, symbolisiert durch einen Kreis mit verschiedenen Zonen in den vier Himmelsrichtungen, verändert. Ein gelber Pfeil etwa verschiebt den Cursor nach oben, ein blauer nach rechts usw.. Zuerst muss man aber als Bezahlung gleichfarbige Emotionspunkte ergattern, die ebenfalls durch Karten produziert werden. Darüber hinaus gibt es Sonderkarten, die zum Beispiel Ressourcen einer Farbe in eine andere umwandeln. |
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