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Test: Operation Blitzsturm
Wir sagen euch warum Operation Blitzsturm ein Spiel ist, das man blitzschnell wieder vergessen kann.Noch keine zwei Monate ist es her, da veröffentlichte City Interactive mit Terrorist Takedown 2 (kurz TT2) ihren ersten Egoshooter auf Basis der aus F.E.A.R. bekannten Jupiter EX-Engine. Trotz des zeitgemäßen Technikgewands scheiterte der im Irak-Terroristenszenario angesiedelte Shooter an den typischen Kinderkrankheiten der Titel, die der polnische Entwickler anscheinend einfach nicht auszukurieren im Stande ist: viel zu kurz, spielerisch abseits der netten Ballereien öde, mauer Multiplayer und unglaubwürdiger Levelaufbau. Nun steht mit Operation Blitzsturm der nächste Shooter auf der Matte und kann zumindest in einem Punkt mehr überzeugen als TT2.Drei Freunde sollt ihr seinWir schreiben das Jahr 1942. Der britische Geheimdienst MI6 hat beschlossen, die drei wichtigsten deutschen Offiziere auszuschalten: Johann Gabler, Hans Höllmann und Hartmut Grühning (gemeint sind eigentlich Göbbels, Himmler und Göhring, denen man hierzulande wohl lieber harmlosere Namen verpasst hat). Um diese Mission auszuführen, wird einer der besten Agenten mit dem Fallschirm hinter den feindlichen Linien abgeworfen, in dessen Rolle der Spieler natürlich schlüpft.Der Spielverlauf gestaltet sich dann selbst für einen Egoshooter recht gewöhnlich: Man ballert sich mit einer Hand voll typischer WW2-Waffen (MP40, StG44 und Co.) durch insgesamt neun linear angelegte Levels. Diese bestehen aus Fabriken, Kerkern, Abwasserkanälen und Bunkern und sind stets relativ eng und verwinkelt angelegt. Außenareale stehen nicht auf dem Reiseplan. Dafür wirken die Levels nun deutlich glaubwürdiger gestaltet als die teilweise recht abstrusen Umgebungen aus TT2, ein Pluspunkt. Die Leichtigkeit des SeinsDer Schwierigkeitsgrad ist allgemein eher niedrig gehalten. Die Gegner, die dem Spieler in Form der altbekannten Wehrmachtssoldaten vor die Flinte laufen, stellen sich nicht allzu schlau an und streichen spätestens nach zwei Treffern die Segel. Von der einst so viel gelobten Gegner-KI aus FEAR ist nicht mehr viel übrig geblieben. Zusammen mit dem Umstand, dass das Spiel alle paar Meter automatisch abspeichert, die Spielfigur mehrere Treffer aushält und sich in Ruhepausen selbst heilt, führt dies dazu, dass sogar Anfänger auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad nach spätestens drei Stunden den Abspann zu sehen kriegen. Selbst die als Endgegner fungierenden Offiziere sind genau so schnell über den Jordan wie ihre einfachen Untergebenen. Ansonsten muss hier und da mal ein Schlüssel für eine Tür gefunden oder ein Knopf gedrückt werden. Also solider Standard, aber nichts was man nicht schon zig-mal besser gesehen hätte. Dem Spiel liegt als Bonus noch das ältere Battlestrike: The Siege bei. Um es freizuschalten, muss man wie gehabt auf der Homepage von City Interactive einen Fragebogen ausfüllen.MultiplayerDer Multiplayer ist wohl eher als Dreingabe zu sehen und bietet Deathmatch, Team Deathmatch und Capture the Flag für bis zu 16 Mitspieler auf drei Karten. Entgegen der Anleitung ist im Spiel übrigens kein Domination-Modus anwählbar. Keine Ahnung was da schief gelaufen ist. Leider hat man sich nicht die Mühe gemacht, die Karten eigens für den Multiplayer zu gestalten wie noch bei TT2, sondern es handelt sich vielmehr um drei leicht modifizierte Karten aus dem Singleplayermodus. Zudem hat man auch eher die langweiligen Karten ausgewählt. Dazu kommt noch das Problem, dass sich im Netz kaum Server/Spieler finden lassen. Dafür erweist sich der Netzcode immerhin als ausgereift: mit einem ordentlichen Ping ist jederzeit ein flüssiger und lagfreier Spielablauf gewährleistet.Präsentation & TechnikDie Technik ist dank Jupiter-Engine grundsolide, auch wenn man damit natürlich keinen Crysis -Fan mehr hinterm Ofen hervorlocken kann. Dafür braucht man aber auch keinen High-End PC zum spielen. Die Soundeffekte gehen in Ordnung, dafür hat man sich bei den Sprechern ein paar Schnitzer erlaubt. So kommt es zum Beispiel vor, dass die Soldaten ihrem Vorgesetzten mit „Jawohl, Sir!“ antworten, was doch etwas komisch wirkt. Die meist düster gehaltene Musik unterstreicht das Spielgeschehen passend, wurde aber aus älteren Titeln recycled und wird daher dem einen oder anderen bekannt vorkommen. Hin und wieder gibt es im Spiel auch Zwischensequenzen in Form von Rendervideos zu sehen, die meist die Umtriebe der gesuchten Offiziere zeigen (Gabler beim Schwingen einer Rede etc). Daneben gibt es noch gelegentlich In-Game Sequenzen die meist Hinweise auf Durchgänge oder Gegner geben. |
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