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Ursprünglich war AGON als Episoden-Adventure geplant. Im November 2007 nahmen Entwickler Private Moon Studios und Publisher Kalpyso Media allerdings Abschied von diesem Vertriebsweg und brachten die Episoden 1-3 als AGON - The Mysterious Codex in die Regale deutscher Spielhändler. Mit AGON - The Lost Sword of Toledo erscheint nun die Fortsetzung der Geschichte. Auf der Suche nach den zwölf BrettspielenWir erinnern uns: Professor Samuel Hunt ist Anfang des 20. Jahrhunderts am Britischen Museum beschäftigt. Eines Abends erhält er einen mysteriösen Brief, in dem von einem Kampf Gut gegen Böse sowie zwölf verschwundenen Brettspielen die Rede ist, die auf der gesamten Welt verteilt sind und wieder gefunden werden müssen. Die Neugierde des Professors wird geweckt, so dass ihn seine Reise von London über Lappland nach Madagaskar führt, um die Brettspiele wieder zu beschaffen. In seinem neuesten Abenteuer verschlägt es ihn ins spanische Toledo.Für Spieler, die AGON - The Mysterious Codex nicht kennen, gibt es im Hauptmenü zur Einführung ein paar Informationen über das Geschehene zu entdecken, so dass auch sie auf dem aktuellen Stand sind und sofort in die Spielwelt eintauchen können. Nach einem kurzen Intro findet man sich mit Professor Hunt auf dem Marktplatz in Toledo wieder. AGON-Veteranen benötigen keine lange Eingewöhnungszeit. Der Professor wird wieder aus der Ego-Perspektive gesteuert. Hält man die linke Maustaste gedrückt und bewegt die Maus, kann man sich umschauen. Insgesamt funktioniert dies genauso schwammig und ungenau wie in AGON - The Mysterious Codex. Gegenstände und Objekte werden in der Bildschirmmitte zentriert, woraufhin ein interaktionsabhängiges Symbol erscheint. Z.B. eine Hand, wenn ein Objekt aufgenommen werden kann. Einen Linksklick später befindet sich der Gegenstand in Hunts Inventar, das mit der Leertaste aufgerufen werden kann. Alternativ befindet sich ein Symbol (I) in der rechten oberen Bildschirmecke, dass mit der linken Maustaste geöffnet wird. Hier ist es auch möglich, das Hauptmenü (M) und das Archiv (F) aufzurufen. Im Archiv befinden sich einige Dokumente, die der Professor auf seiner langen Reise zwischen die Finger bekommt. Bücher, Bücher und noch mehr BücherWie schon in The Mysterious Codex wird auch hier sehr viel gelesen. Hunt findet unzählige Bücher, Dokumente, Zeitungsausschnitte etc., die sich der Spieler zu Gemüte führen darf/muss, da diese teilweise spielrelevante Informationen enthalten. Dies gleicht mitunter einer Suche nach der Nadel im Heuhaufen und hebt den Schwierigkeitsgrad zusätzlich an.Dieser ist ohnehin nicht gerade niedrig. Für die zahlreichen Kombinations- und Logikrätsel benötigen Spieler viel Geduld und Traubenzucker. Mal dürfen sie sich in langwierigen und komplexen Aufgabenstellungen als Chemiker, dann als Mathematiker versuchen oder aber beispielsweise Schlösser knacken. Am Ende des Spiels wartet wieder das obligatorische Brettspiel gegen den jeweiligen Meister. Freundlicherweise ermöglichen die Entwickler für Spieler, die sich in den vorherigen Episoden hieran die Zähne ausgebissen haben, diesmal die Wahl zwischen einem leichten und einem normalen Schwierigkeitsgrad. Augsburger PuppenkisteEtwas besser gelungen als im Vorgänger ist diesmal die grafische Präsentation, die insgesamt etwas farbenfroher daherkommt. Es wurde auf zahlreiche historische Details geachtet, so dass die Spielwelt nach einem authentischen Toledo des frühen 20. Jahrhunderts aussieht. Zudem sorgen zahlreiche Cutscenes, die aus sehr schön gezeichneten Comicbildern bestehen, für etwas Abwechslung. Dennoch gibt es wieder viele negative Aspekte: Die Charaktere sehen wie Puppen aus und besitzen kaum Gestik und Mimik. Die einzelnen Szenen enthalten kaum Animationen. Zudem sehen die Hintergründe teilweise wieder verwaschen aus.Sehr gut gelungen ist dagegen die Vertonung. Die Musik mit ihren Gitarrenklängen passt hervorragend in die Szenerie und haucht der Spielwelt zusammen mit den passenden Hintergrundgeräuschen wie Vögelgezwitscher, Hundelärm etc. Leben ein. Alle Sprecher machen einen guten Job. Einschränkend muss jedoch auch gesagt werden, dass die Dialoge sehr lang, zahlreich, oftmals langweilig und nicht abzubrechen sind, so dass dieses Plus auch schnell wieder ausgeglichen ist. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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