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Test: Ascension to the Throne – Der Weg der Kriegerin

Ein Nachfolger der eigentlich keiner ist. Wir klären auf.
 Ascension to the Throne – Der Weg der Kriegerin
Vor etwa einem Jahr erschien mit Ascension to the ThroneWeitere Infos ein durchwachsener Vertreter der Rundenstrategie. Nun steht mit „Weg der Kriegerin“ der Quasi-Nachfolger in den Regalen.
Diesmal schlüpft man in die Rolle einer wehrhaften, spärlich bekleideten Amazone namens Eneya. Vor langer Zeit haben böse Mächte ihr Dorf zerstört und sie als einzige Person verschont. Ein alter Ork hat sich ihrer angenommen, und nun ist es an uns, die alles entscheidende Prüfung abzulegen, um als vollwertiges Mitglied in die Stammgemeinschaft der Orks aufgenommen zu werden. Wie sich jeder halbwegs erfahrene Zocker denken kann, bekämpft man relativ bald jene Feinde die für die Zerstörung des Dorfes verantwortlich sind.
Man steuert die junge Dame (und ihre unsichtbare Armee) aus einer 3D-Schulterperspektive per WASD Tasten in Kombination mit der Maus durch die Welt. Sobald es zu einem Gefecht kommt schaltet das Programm in den Rundenmodus, der aus einer isometrischen Ansicht gezeigt wird.

Auf dem Weg zum Gefecht

In der Spielwelt stehen NPCs (dank Ausrufezeichen nicht zu übersehen). Jeder versorgt einen nach einem kleinen Schwätzchen mit diversen Quests, die genretypisch gestaltet wurden: Ungeheuer töten, Personen retten, Gegenstand auftreiben ... Nachdem eine Quest erfüllt bzw. Gegner getötet wurden, gibt es Erfahrungspunkte. Genug davon gesammelt und Eneya steigt eine Stufe auf und man kann Punkte auf die Bereiche Gesundheit, Schaden, Zauberkraft und Magieresistenz aufteilen.
Natürlich kann eine Person allein nicht gegen Heerscharen von Feinden bestehen und so kann man innerhalb von Städten bzw. in speziellen Gebäuden außerhalb befestigter Anlagen Gefolgschaft für die Armee anzuheuern. Von einfachen Orks bis hin zu mächtigen Drachen gibt es eine breitgefächerte Auswahl (ca. 30) an Truppentypen. Summa summarum kann man bis zu neun Truppentypen (exkl. Eneya) in die Armee aufnehmen, das nötige Kleingeld und genug Autorität vorausgesetzt.
Nähert man sich Feinden, erkennt man anhand eines blinkenden Kreises die Grenze ab wann der Rundenmodus beginnt. Betritt man diesen Kreis, wird einem angezeigt, mit wie vielen Gegnern man es zu tun bekommt und man kann wählen, ob die Schlacht beginnen soll, oder ob man sich zurückzieht und Verstärkung rekrutiert. Entscheidet man sich für letzteres, kann man sich alle Zeit der Welt lassen, die Gegner bleiben innerhalb der blinkenden Grenze und sind nicht in der Lage einen zu verfolgen. Entscheidet man sich dafür ein Gefecht zu starten, schaltet das Spiel in den Rundenmodus um.

Auf dem Schlachtfeld

Die beiden Armeen stehen sich hier auf einem gerasterten Schlachtfeld gegenüber. Je nach Einheit kann man Nahkampf, Fernkampf oder Magie einsetzen. Auf welchem Terrain Kämpfe ausgetragen werden spielt keine Rolle. Die Schlacht endet sobald eine Partei vollständig ausradiert ist oder Eneya das Zeitliche segnet. Eine Möglichkeit sich vorzeitig aus dem Kampf zurückzuziehen existiert nicht. Geht man als Sieger aus einem Gemetzel hervor, erhält man Erfahrungspunkte und etwas Gold. Das hart erkämpfte Edelmetall kann man in Städten gegen allerlei nützliche Ausrüstungsgegenstände oder Zaubersprüche eintauschen.
Anfangs erzeugen die vielen feindlichen Grüppchen noch die Illusion einer bevölkerten Welt, hat man aber mit zunehmender Spieldauer alle Widersacher eliminiert, erscheint der ganze Kontinent irgendwie entvölkert, friedliche Waldbewohner bzw. Reisende gibt es nicht. In Verbindung mit den Defiziten bei der Erforschung der Umwelt (es ist nicht erlaubt zu klettern, springen oder gar zu schwimmen) verkommt der 3D-Modus dazu, von einem Feind zum anderen zu laufen, und dazwischen in den Siedlungen einige Items oder Zaubersprüche zu kaufen.

Umsetzung

Lob und Tadel liegen bei der Grafik eng beieinander. Schöne Spiegelungen auf der Wasseroberfläche stehen öden Bodentexturen gegenüber. Weiß der Himmel samt Wolken und einstrahlender Sonne zu überzeugen, so enttäuschen die Bewegungsabläufe der Figuren, speziell der Spielercharakter wirkt, als hätte er ein Lineal verschluckt. Grafisch gesehen wirkt die gesamte Spielwelt uneinheitlich. Manchmal erblickt man wirklich schön gestaltete Landstriche, kaum lädt das Spiel aber ein anderes Grafikset nach, kann die Qualität der Darstellung schon wieder ins Gegenteil abdriften.
Sprachausgabe ist so gut wie nicht vorhanden, die Geräusche und Effekte beschränken sich auf das Minimum und eine etwas opulentere Musikuntermalung wäre auch wünschenswert gewesen.
Screen 1
Ein kleines Scharmützel gegen ein paar Orks
Screen 2
Einige Orkkrieger stürzen sich auf einen Wolf
Screen 3
Die Protagonistin in ihrer vollen Pracht
Screen 4
Noch ein paar Schritte bis zum nächsten Gefecht
Screen 5
Netter Ausblick - Der Steg ist wie so oft in diesem Spiel nicht betretbar
Screen 6
Ein kurzer Aufenthalt in einer Stadt - Man beachte den identischen Stadtaufbau zum Vorgängerspiel

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Ascension to the Throne – Der Weg der Kriegerin

Packshot
Strategie
von Frogster Interactive
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCMai 2008

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