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Es muss nicht immer ein großes Budget sein, es muss nicht immer ein Vollpreis-Spiel sein, das die Zocker-Herzen erfreut. Für knapp 30 Euro gibt es den Titel Windchaser zu kaufen, der Taktik und Rollenspiel-Elemente miteinander verknüpft und mit einem innovativen Kampfsystem für frischen Wind sorgt. Zwar ist auch dieses Spiel nicht frei von Tücken, aber es ist zumindest einen Blick wert – und es schont den Geldbeutel bei gehobenem Spielspaß. Wer ein Freund von Tüfteleien und taktischen Kämpfen ist, der sollte sich mal mit dem Testbericht auseinandersetzen. Vordergründig hintergründige GeschichteDie gute Nachricht sofort: Es gibt in Windchaser eine interessante Hintergrundgeschichte. Doch die Jungs von Chimera Entertainment erfinden das Rad der Erzählung nicht neu, es gibt wie immer den Kampf zwischen Gut und Böse und wir steuern die Helden, die die Welt vor dem Untergang retten sollen. Reduziert wirkt die Handlung also x-beliebig, doch die Tatsache, dass die Zwischentexte von einer verzerrten, dämonischen Stimme gelesen werden, deren Besitzer die Taten der Helden aufmerksam verfolgt, ist schon mal spannend. Vordergründig geht es zunächst einmal darum, zwei verfeindete Seiten zu befrieden, die allerdings beide an dieselben Götter glauben. Hinter den Kulissen riecht es dann so langsam nach einer Verschwörung, die den Protagonisten „Ioan“ in ihren Bann zieht.Namensgeber des Spiels ist das fliegende Gildenschiff „Windchaser“, das das mobile Hauptquartier darstellt, in dem sich die Helden schneller als normal regenerieren können und mit dem im späteren Verlauf auch in Minen geschürft werden darf. Die Windchaser kann ebenso wie die Helden aufgewertet werden, allerdings läuft das beim Gildenschiff über einen Technologie-Baum mit vielen Ästen. So hat der Ausbau der Winchaser auch Auswirkungen auf das Bewegungstempo der Kämpfer, es können neue Technologien erforscht werden, die dann dabei helfen, Artefakte zu finden und diese zum eigenen Nutzen zu verwerten. Zudem werden bei Bedarf Heiltränke in der Windchaser hergestellt, welche die Kämpfer in den Gefechten auch dringend benötigen. Kämpfe in rot, blau und grünDas, was Windchaser speziell macht, ist das Spielprinzip. Im ersten Moment wirkt es wie ein abgespecktes Warcraft 3 , doch gibt es auch Parallelen zur Commandos -Serie oder Overlord , mit dem der Titel noch am ehesten zu vergleichen ist – wenn überhaupt, denn letztlich ist das Spielprinzip in dieser Form einzigartig. Die Hauptfigur ist Ioan, der jedoch schon in der ersten von 15 Missionen auf „Shara“ und „Cain“ trifft, um dort Mitglied der Gilde zu werden und fortan mindestens zu dritt den Handlungsstrang durchlebt. Jede Figur hat eigene Stärken, die es im Gefecht auszuspielen gilt. Drei Schwerpunkte sorgen für ein simples, aber interessantes Kampfsystem: Disziplin, Konzentration und Chaos – jeder Soldat oder Held besitzt eines der Attribute, genau wie die Kämpfer des Gegners. Die mit grün unterlegte Konzentration schlägt die als blau gekennzeichnete Disziplin, die wiederum dem rot eingefärbten Chaos überlegen ist, das jedoch die Konzentration übertrifft. Vor einem Kampf ist es daher wichtig, sich erst einmal den Trupp des Gegners anzusehen und dann zu entscheiden, welcher Recke die eigenen Truppen anführen soll. Gekämpft wird nämlich nicht allein, sondern in Gruppen mit maximal fünf Soldaten. Insgesamt können im späteren Verlauf des Spiels bis zu vier Gruppen angeführt werden und deshalb ist es wichtig, welcher Held das Kommando übernimmt und damit auch das vorherrschende Attribut stellt. Nur so können Kämpfe gewonnen werden, nur so kommen wir im Spiel weiter. Und wer sich vertut, der liegt schnell geschlagen am Boden. | ||||||||||||||||||||||||||||
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