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Test: Alone in the Dark
Der Begründer des Survival-Horror ist mit zahlreiche neuen Gameplayideen zurück. Aber sind die auch alle gut?
Wenn es in diesem Monat ein Spiel gab das wirklich in aller Munde war, dann war es Alone in the Dark. Wobei die Aufmerksamkeit weniger dem Spiel an sich, als vielmehr der Berichterstattung darüber und dem Wirbel gegolten hat, den Atari wegen schlechter Wertungen machte. Als interessierter Spielefan fragt man sich nun: Ist das Spiel wirklich so schlecht, wie manche Magazine behaupten?SpieleheldenvolkskrankheitZunächst einmal etwas ganz wichtiges. Um AitD spielen zu können ist zwingend ein Internetzugang erforderlich, da am Ende der Installation (die übrigens bei mir eine geschlagene Stunde gedauert hat und rund 7,5 GB Platz beansprucht) eine Onlineaktivierung nötig ist.Die Story des Spiels ist anfangs etwas nebulös, was an einem bei Spielehelden weit verbreiteten Problem liegt: Amnesie. Man wacht in einem improvisierten OP-Zimmer auf und kann sich an nichts erinnern. Nur seinen Namen, Edward, schnappt man von einem älteren Herren auf, der jedoch gleich darauf von zwei finsteren Gestalten unsanft zum Schweigen gebracht wird. Dabei ist die Amnesie noch das kleinste Problem: ein dritter Mann betritt den Raum und befiehlt einem der beiden Schläger, Edward zum Dach zu bringen und zu erschießen. Dazu kommt es jedoch nicht, denn auf dem Weg nach oben wird Edwards unfreundliche Begleitung von einer Art lebendigem Riss in der Wand getötet. Auf sich allein gestellt tastet sich Edward weiter den Gang entlang, während ihm immer wieder durch die noch nachwirkende Narkose der Blick trübe wird. Um wieder klar zu sehen muss man per Tastendruck blinzeln – eine der neuen Gameplayideen an der sich jedoch sicher die Geister scheiden werden. Hauptsächlich kommt dieses Feature später vermehrt zum Einsatz, wenn die zahlreichen Krabbelviecher oder Zombies ihren Mageninhalt in Richtung Spieler entleeren. Moment mal? Zombies? Lebendige Risse? Krabbelviecher? Ja, der Einstieg ist ein wenig wie der Sprung ins kalte Wasser. Die grobe Handlung kristallisiert sich jedoch recht schnell heraus: Edward Carnby ist Teil eines okkulten Rituals geworden, was einerseits sein Erinnerungsvermögen angeknackst und andererseits etwas unfassbar Böses geweckt hat, was schon seit sehr langer Zeit im Central Park von New York schlummerte und nun die ganze Stadt in Schutt und Asche legt. Als einziger mit der Möglichkeit die ganze Geschichte aufzuhalten muss Edward zunächst aus dem Gebäude entkommen, irgendwie zum Central Park gelangen und dort das Übel an der Wurzel packen. (Leider nicht) allein im DunkelnAlone in the Dark lässt sich nicht definitiv in eine Schublade packen, sondern stellt einen Mix aus Egoshooter, Survival Horror und Action-Adventure dar. Der erste Abschnitt ist noch sehr linear und dient auch als Einführung. Edward wird, je nach Situation, entweder aus der Schulterperspektive oder aus einer festen Kameraeinstellung gezeigt. Wahlweise kann man auch in eine Egoansicht umschalten, was zum abfeuern einer Schusswaffe auch zwingend notwendig ist. Die Steuerung erfolgt entweder über Maus und Tastatur oder mit dem Xbox360 Gamepad. Handelsübliche „normale“ Gamepads werden vom Spiel – Games for Windows sei Dank - leider nicht erkannt. Die Steuerung gestaltet sich mit beiden Varianten als sehr gewöhnungsbedürftig. Wer z.B. gewohnt ist per Gamepad mit dem linken Stick die Spielfigur und mit dem rechten die Blickrichtung zu steuern, muss sich umgewöhnen. Der linke Stick steuert die Spielfigur, während der rechte nur zum Einsatz kommt wenn man einen Gegenstand in Händen hält. So kann man z.B. mit einem Besen mit gefühlvollen Links-Rechts Bewegungen einen Zombie vermöbeln oder ein ausser Reichweite liegendes Kabel heranziehen. So viele Möglichkeiten die Steuerung auch bietet, gerade das ist gleichzeitig auch der große Schwachpunkt des Spiels. Sie ist unnötig kompliziert. Selbst wenn man sich ein wenig reingefuchst hat, kämpft man oft mehr mit der Steuerung als mit dem Gegner. Auch das Zielen per Maus in der Egoperspektive ist ziemlich schwammig, so das man die Monsterbacken eigentlich nur dann vernünftig trifft, wenn diese sich gerade nicht bewegen.Entdecke die MöglichkeitenDie vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten mit Gegenständen oder der Umgebung sind eine der Stärken von AitD. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Feuer zu. Durch die Verwüstung die die dunklen Mächte anrichten, brechen überall Feuersbrünste aus, die sich relativ realistisch ausbreiten und vornehmlich mit Feuerlöschern bekämpft werden. Oder man wartet einfach bis das Feuer (meist) von selbst ausgeht. Manchmal muss man es aber auch für die eigenen Zwecke einsetzen um z.B. ein paar Holzbalken zu beseitigen die den Weg versperren. Nebenbei ist Feuer übrigens das einzige Mittel um den Untoten wirklich beizukommen. Wie in diversen Horrorfilmen stehen die Zombies nämlich selbst nach mehreren Volltreffern aus der Pistole immer wieder auf. Erst der Kontakt mit Feuer beseitigt die lästige Plage endgültig. Wobei bereits das Anstupsen mit einem brennenden Stuhl ausreicht, was die normalen Zombies infolge dessen wenig angsteinflößend erscheinen lässt, zumal sie gelegentlich unter totaler Gehirnauflösung leiden und nicht auf den Spieler reagieren. Anstatt einer schnöden Behelfsfackel kann man aber auch diverse gefundene Alltagsgegenstände kombinieren und so ganz MacGyver-like Waffen zusammenbasteln. Eine Dose Mückenspray plus Feuerzeug ergibt den altbekannten Kinderflammenwerfer. Eine Schnapspulle mit altem Lappen ergibt einen Molotowcocktail usw. Zum kombinieren der Gegenstände geht man ins durchaus innovative Inventar: Anstatt wie gewohnt einen separaten Bildschirm einzublenden öffnet Edward einfach seine Jacke, wo in diversen Taschen Gegenstände und Waffen aufbewahrt und ausgewählt, weggeworfen oder kombiniert werden können. Auch das Heilsystem funktioniert auf ähnliche Weise. Die Wunden sind direkt am Körper sichtbar und werden per Knopfdruck aus der Egoperspektive mit Heilspray und Verbandszeug behandelt. |
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Survival-Horror
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USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
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