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Test: FlatOut Ultimate Carnage
Rasen, Drängeln, Crashen. Hier kommt das Re-Remake.
Wer sich in Rennspielen schon immer darüber geärgert hat, dass ihn irgendein Idiot von der Bahn geschossen und somit um den erhofften Sieg gebracht hat, der ist bei FlatOut genau richtig. Hier gehört Drängeln zum Spielprinzip. Hier bekommen Bruchpiloten Nitro, um damit kurzfristig den Wagen enorm zu beschleunigen und so einen Rückstand wieder wettmachen zu können. Hier darf man noch Gegner von der Straße drängen, ohne an den Pranger gestellt zu werden. Hier kann man noch Mann sein!Re-RemakeDas Ur-Flatout erschien 2004 und Entwickler Bugbear Entertainment hatte ein Rennspiel geschaffen, das nicht nur recht gut aus sah, sondern bei dem man auch fast die gesamte Umgebung zu Kleinholz machen konnte, was damals ein Novum bei Rennspielen war. Dazu kam ein Fahrverhalten, das irgendwo zwischen Arcade und Simulation lag, so dass man schon ein bisschen Gefühl im Bleifuß haben musste, wollte man nicht alle Nase lang aus der Kurve fliegen. 2006 erschien dann FlatOut 2 , das neben neuen Strecken und Wagen zwar auch eine verbesserte Grafik mitbrachte, dafür aber bei Fans wegen des veränderten Fahrgefühls in Misskredit geriet. Für die Xbox 360 erschien 2007 mit Flatout Ultimate Carnage ein Remake und genau dieses Remake wurde nun wieder für den PC umgesetzt.UmfangAuf 39 verschiedenen Strecken in sechs unterschiedlichen Umgebungen fährt man Rennen gegen die KI und versucht, sei es mit fairen oder unfairen Mitteln, Erster zu werden. Der Flatout-Modus ist dabei der Karriere-Modus des Spiels, bei dem man sich vom gewonnenen Geld Tuningteile und neue Autos kaufen kann. Insgesamt stehen 48 Fahrzeuge zur Auswahl.Neu in Ultimate Carnage ist der Carnage-Modus, bei dem man in 36 Herausforderungen möglichst viele Punkte (für Zerstörungen, weite Sprünge, gute Plazierungen) erzielen muss. Je nach Punktzahl erhält man eine Bronze-, Silber- oder Goldauszeichnung. Bereits aus Flatout 2 bekannt ist der Party Modus, bei dem man zwölf Minispiele absolvieren kann, in denen es meist darum geht, den Fahrer-Dummy im richtigen Moment und idealen Winkel aus dem Auto zu schleudern und damit ein bestimmtes Ziel zu treffen. Generell tritt man im Einzelspielermodus gegen bis zu elf KI-Fahrer an. Im Multiplayermodus kann man neben Einzelrennen auch ganze Turniere in unterschiedlichen Disziplinen mit bis zu acht Spielern durchführen. Im Ranglisten-Spiel ist die Auswahl der Disziplinen eingeschränkt, dafür kann man aber seine TrueSkill-Einstufung verbessern. Oder auch nicht... Im großen und ganzen hat Bugbear Entertainment aus den Spielelementen also alles herausgeholt. Der Schrauber und Tüftler freut sich im Flatout-Modus über den großen Katalog an Tuningteilen und darüber, dass man kaputte Wagen nicht gegen Geld reparieren muss. Der Medaillenjäger versucht dagegen im Carnage-Modus alle Herausforderungen auf Gold zu schaffen. Und wer, wie ich, eine richtige Pistensau ist, der fährt ausschließlich online, denn die KI-Fahrer von der Strecke zu drängeln macht einfach nicht soviel Spaß, wie das gleiche mit menschlichen Gegnern zu machen. Weniger-Spieler-ModusLeider war zum Zeitpunkt des Tests online kaum etwas los. Es fanden sich selten mehr als ein oder zwei laufende Spiele, und Ranglisten-Spiele waren fast gar nicht zu finden. Und das, obwohl das Spielen über Windows Live ja seit einiger Zeit kostenlos ist und man keinen Gold-Account mehr benötigt. Möglicherweise sind vielen Spielern die Unterschiede zwischen Flatout 2 und Ultimate Carnage zu gering, um noch einmal Geld für einen Vollpreistitel locker zu machen. Flatout 2 bekommt man ja schließlich schon für 10,- Euro.Ob das Spiel optisch oder akustisch einen größeren Genuß als der Vorgänger bietet, kann ich gar nicht sagen. Bei den hektischen Rennen habe ich da ohnehin kein Auge für, und auch kein Ohr. Im Gegensatz zu manch anderen Rennspiel war und ist die Flatout-Serie ja kein Hochglanz-Produkt, bei dem man sich an der grandiosen Optik der ohnehin nicht lizenzierten Fantasiefahrzeuge ergötzt hat. Was aber verglichen mit dem Ur-Flatout schon auffällt, ist das nun mehr Streckenrandobjekte zerstörbar sind (angeblich über 8000 Objekte pro Strecke) und danach auf der Strecke liegen. Spätestens ab der dritten Runde hat man das Gefühl über eine Müllhalde zu fahren. Hier haben es die Entwickler etwas übertrieben. Man wünscht sich fast einen Katamari-Besenwagen, der die Strecke hinter einem wieder für die nächste Runde säubert. |
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