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Test: Eisenbahn 1.0
Ein neuer Hit für Eisenbahn-Fans?Publisher Astragon (u.a. Landwirtschafts-Simulator 2008) lässt Eisenbahn 1.0 anrollen. Was verbirgt sich hinter dem Low-Budget-Titel für ca. 15 €?Logische LogistikWer denkt, mit Eisenbahn 1.0 (nicht zu verwechseln mit Eisenbahn.exe!) kann man virtuell nach eigenem Gleisplan ein Schienennetz aufbauen oder gar wie bei den verschiedensten Train Simulatoren den Lokführer spielen wird enttäuscht. Vielmehr ist der Titel ein reines Logistikspiel mit einem absolut simplen Spielprinzip: Auf vorgefertigten Streckennetzen muss der Spieler in 20 Missionen (inkl. Tutorial) Güter oder Personen von A nach B bringen und dabei Geld und Punkte einfahren. Eine großartige Planung braucht es dazu nicht. Der Kauf einer Lok aus den Klassen Diesel-, Elektro- oder Speziallok vom kargen Startgeld reicht aus. Dazu noch entsprechende Waggons mit unterschiedlicher Lademenge (max. fünf Waggons pro Lok) für die verschiedenen Frachten wie Personen, Öl oder Feststoffe gekauft und schon kann es losgehen. Das Missionsziel sind immer höherer Punktevorgaben zu erreichen. Punkte (und Geld) gibt es automatisch für das Transportieren der Fracht von Ort zu Ort. Also Öl zum Werk oder Passagiere von Bahnhof zu Bahnhof - alles gekennzeichnet mit entsprechenden Symbolen über den Haltepunkten. Maximal sechs Züge darf man gleichzeitig über die zunehmend größer werdenden Gleisanlagen manövrieren. Wer die eingestreuten Zusatzaufgaben unter Zeitdruck mit Haltepunktvorgaben erledigen will, benötigt auf alle Fälle mehrere Züge. Typische Zusatzaufgaben sind u.a. das Transportieren von einer bestimmten Anzahl von Passagieren von Bahnhof A über B zu C, oder – welch Abwechslung – auch einmal das Abholen von Waggons vom Abstellgleis. Bei Nichterfüllen der Bonusaufgaben gibt es Strafpunkte die vom Konto abgehen. Ein Minus gibt es auch, wenn von den Haltepunkten das Transportgut nicht abgeholt wird und der Bahnhof damit überlastet wird. Doch keine Angst vor Minuspunkten! Selbst wenn man sich stets auf nur eine Fracht spezialisiert, schafft man die Punktevorgaben ohne Probleme. Verschiedene Schwierigkeitsstufen hätten dem Spiel gut zu Gesicht gestanden. Gleiches gilt für eine Highscore-Liste um den Wiederspielwert wenigstens Ansatzweise zu erhöhen. Tuff, tuff, tuff die EisenbahnDie Steuerung der Züge funktioniert ganz simpel, um nicht gar zu sagen kindgerecht, per Tastendruck oder mit der Maus. Vorwärts, Rückwärts und Stopp und das Stellen der Weichen direkt neben dem Gleis – mehr braucht es nicht. Die Geschwindigkeit regelt sich wie von Geisterhand von allein. Haltesignale werden eigenständig eingehalten. Unfälle, etwa bei vom Spieler falsch gestellten Weichen, gibt es nicht, da das Spiel die Züge dann einfach anhält. Negativ: Es fehlt eine Übersichtskarte, bzw. der gerade Blick von oben. Besonders bei großen Gleisanlagen und dem Einsatz von mehreren Zügen verliert man den Überblick und ist ständig am nachjustieren der isometrisch angeordneten und an Erhöhungen wie Bergen ständig hängenden Kamera. Auch die Kameraperspektiven aus dem Führerstand oder auf dem Zug bringen keine Übersicht und sind höchstens Beiwerk. Immerhin kann man schnell per Tastendruck von einem Zug zum anderen springen, bekommt aber dann auch nur wieder den Zug von schräg oben zu sehen und muss erst zoomen und drehen – viel zu verwirrend. Dank Pausentaste bekommt man wenigstens etwas Ruhe ins Geschehen.In Sachen Präsentation reisst das Spiel zudem keine Bäume aus. Die Streckenumgebungen werden mit ein paar Gebäuden, Wäldern oder Seen etwas aufgepeppt, bleiben aber dennoch öde. Die Bodentexturen wirken abseits der Gleisbetten sehr verwaschen. Es gibt neben Sonnenschein auch Missionen mit Regen oder im Schnee, die weiße Pracht macht das ganze aber noch eintöniger. ICE, Diesellok und Co. sind von außen relativ passable animiert aber schick und detailliert sieht anders aus. Die Kamera im Führerstand hätte man sich bei dieser kantigen Grafik auch gleich sparen können. Auch der Sound der Loks lässt zu wünschen übrig. Den Hintergrundsound empfehle ich zwecks Nervenschonung sofort auf Null zu regeln. |
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