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Test: Crysis Warhead
Wahnsinnig kurz, aber auch wahnsinnig unterhaltsam. Ein optisch opulenter Quickie.
Crysis Warhead ist nicht die Fortsetzung vom letztjährigen Edelshooter Crysis , sondern erzählt die Geschichte der Invasion aus einer anderen Perspektive. Man schlüpft in die Rolle von Psycho, der wie Nomad auch zum Raptorteam gehört.Wahnsinnig kurzWährend Nomad sich auf der anderen Seite der Insel mit Koreanern rumschlägt, hat Kollege Psycho ähnliche Probleme. Nach einem Absturz mit einem Gleiter kämpft er sich ebenfalls durch den Dschungel, bis er den Auftrag bekommt, einen Container zu sichern, der allem Anschein nach einen Sprengkopf (Warhead) enthält. Schnell wird klar, dass die Koreaner keinen explosiven Inhalt transportieren, sondern einen Außerirdischen, der noch völlig intakt ist. Nicht nur asiatische Wissenschaftler zeigen daran Interesse, sondern auch das US-Militär. Oberste Priorität ist es also, den Container in die Hände der Guten zu spielen und das ist Psychos Job.Die Story wird dieses Mal nicht nur aus der Ego-Perspektive erzählt. Stattdessen gibt es viele gut gemachte Cutscenes in Spielgrafik. Spannend ist die Story nicht, da Veteranen wissen wie es ausgeht. Um der Erzählung dennoch etwas Tiefe zu verliehen, gibt es Rückblicke in Psychos Vergangenheit und die ein oder andere Moralpredigt über das Töten von Gefangenen. Wer auf Erklärungen der Invasion oder sonstige Auflösungen hofft, der muss wohl noch warten bis Crysis 2 kommt, denn in Warhead wird rein gar nichts weitergeführt. Bis man den Abspann sieht, vergehen maximal magere fünf bis sechs Stunden. Steigern lässt sich die Spielzeit indem man einen der höheren der vier Schwierigkeitsgrade wählt, denn dann zeigt die KI was sie wirklich auf dem Kasten hat. Die kurze Spielzeit lässt sich dennoch nicht leugnen und das scheinen die Entwickler gewusst zu haben. Aus diesem Grund haben sie wahrscheinlich eine zweite DVD in die Spielhülle gepackt und drauf ist Crysis Wars. Dazu später mehr. Wahnsinnig vielseitigPsycho trägt wie Nomad ebenfalls einen Nanosuit. Der hautenge Anzug hat vier Vorzüge, die einem zu Beginn kurz erklärt werden. Statt eines lahmen Anfanges wie in Crysis, geht Warhead gleich in die Vollen. Während um einen herum der Krieg tobt, wird das Ringmenü erklärt. Mit Druck auf die mittlere Maustaste kann man Panzerung, Schnelligkeit, Stärke und Tarnung aktivieren. Stellenweise ist der Einsatz dieser Fähigkeiten zwingend notwendig, um z.B. eine höher gelegene Ebene zu erreichen, was im Stärkemodus kein Problem ist, da man dann mehrere Meter hoch springen kann. Glücklicherweise nimmt der britische Soldat ganz von alleine Munition auf und muss nicht wie sein amerikanischer Kollege die blauen Bohnen per Tastendruck einsammeln.Nach dem actionreichen Beginn, geht es genauso turbulent weiter. Verschnaufpausen wie in Nomads Abenteuer – einige denken jetzt mit Graus an das Innere des Raumschiffs – gibt es keine. Nach wenigen Spielminuten steht das Hauptziel, der Container, fest und dem gilt es nachzujagen. Gelegentlich gibt es Sekundärmissionen, wie beispielsweise finde ein Munitionslager, doch die sind wirklich nur nebensächlich. Wahnsinnig großDie meiste Zeit hat man in der tropischen Spielwelt eine große Handlungsfreiheit. Wer will, schnappt sich ein Fahrzeug vom Straßenrand und fährt damit zum nächsten Zielort oder lässt es sein und geht zu Fuß. Im direkten Vergleich zu Crysis fällt die Freiheit jedoch nicht ganz so groß aus. Es gibt mehrere Abschnitte, die schlauchartig verlaufen. Dafür wird man aber mit tollen Scriptsequenzen belohnt, in denen z.B. ein überdimensionaler Kampfroboter ein Fahrzeug durch die Gegend schleudert. |
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