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Preview: A Vampyre Story
Auf nach Draxsylvanien! Bill Tillers Fun-Adventure nähert sich der Veröffentlichung!
Groß war 2004 die Vorfreude unter Fans, als bekannt wurde, dass Bill Tiller, ehemaliger Lucas Arts-Mitarbeiter und maßgeblich an der Entwicklung von Klassikern wie Monkey Island 3 und The Dig beteiligt, mit einigen Getreuen die Arbeit an einem neuen Adventure-Projekt namens A Vampyre Story aufgenommen hatte. Nach diversen Verschiebungen rückt der Release nun endlich in greifbare Nähe, und wir werfen einen Blick auf die Preview-Version...Junge Opernsängerin entführt!In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts wird die junge und vielversprechende Opernsängerin Mona de Laffitte von dem Vampir Baron Shrowdy von Kieffer auf seine Burg in Draxsylvanien entführt und ebenfalls in ein untotes Geschöpf der Nacht verwandelt. Da sich Mona aber so gar nicht mit ihren lange Eckzähnen und der Umstellung ihrer Nahrungsgewohnheiten anfreunden kann, entschließt sie sich kurzerhand zur Flucht. Dabei zur Seite steht ihr bzw. sitzt auf ihrer Schulter die Fledermaus Froderick, der während des Abenteuers die Rolle als Monas Sidekick zufällt und sie bei ihren Bemühungen unterstützt.Unterwegs in DraxsylvanienGesteuert wird Mona aus der 3rd-Person-Perspektive per klassischem Point&Click. Fährt man mit dem Cursor über ein interessantes Objekt oder eine Person - auf den ersten Blick ist nicht immer deutlich was lebt und was nicht - und hält die linke Maustaste gedrückt, eröffnen sich mehrere Möglichkeiten. Untersuchen, Nehmen, Reden und Fliegen. Moment mal, fliegen? Ja, genau. Falls Mona einmal horizontal nicht weiterkommt, dann lohnt es sich, den Blick nach oben zu richten, dort nach begehbaren Orten zu suchen und das Fledermaus-Feature zu nutzen. In diesem Fall verwandelt sich die Opernsängerin für einen kurzen Moment in eine Fledermaus und wechselt den Ort. Auch wenn die junge Dame beim Fliegen eine ordentliches Tempo vorlegt, wandert sie ansonsten eher geruhsam durch die Szenerie. Zwar kann sie nicht laufen, dafür jedoch Räume durch einen Rechtsklick auf einen Ausgang sekundenschnell verlassen.Ich sammle Gedanken für meinen Sarg!Objekte wandern nach dem Aufsammeln ins Inventar, dass stilecht in einem virtuellen Sarg herumgetragen wird. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Mona nicht wie andere Adventure-Hauptprotagonisten alles mit schleppt, sondern bei schweren Gegenständen lediglich der Gedanke an das jeweilige Objekt im Inventar abgelegt wird. Das bedeutet in der Praxis, dass Mona etwa ein Schwert sieht, sich an dieses für einen späteren Gebrauch erinnern will und der Gegenstand grafisch blau eingefärbt ins Inventar wandert. Wird das Schwert schließlich benötigt, so holt die Operndiva es in einer kurzen in Spielgrafik gehaltenen Zwischensequenz und setzt es schließlich wie vom Spieler gewünscht ein.Die Rätsel reichen von logisch bis skurril, was dazu führt, dass das willkürliche Kombinieren von Gegenständen nicht selten ein adäquater Weg zur Lösung einer Knobelei ist. Zudem muss man ganz im Stil der Klassiker überwiegend ohne modischen Schnickschnack auskommen. Ein Tage- bzw. Notizbuch mit wichtigen gesammelten Infos sucht man vergeblich. Tipps und Hinweise sind rar gesät. Immerhin soll ins fertige Spiel noch eine Hotspot-Anzeige implementiert werden. Schönes DraxsylvanienIn punkto Präsentation macht A Vampyre Story einen sehr guten Eindruck. Die 2D-Comic-Grafik schafft eine stimmige Spielwelt mit interessanten und skurrilen Charakteren. Die Zwischensequenzen sehen ebenfalls sehr gut aus. Einzig ein paar technische Fehler wie das Verschwinden von Mona nach dem Abbruch eines Dialogs oder kleinere Clipping-Fehler müssen noch ausgemerzt werden.Für viel Atmosphäre sorgt der großartige Soundtrack. Die stimmungsvollen, abwechslungsreichen Musikstücke passen sich der jeweiligen Szenerie hervorragend an. Ebenso gelungen ist die - in der Preview-Version noch englischsprachige – Vertonung der Charaktere. A Vampyre Story glänzt mit schwarzem Humor, Wortwitz und bissigen - wie passend – Kommentaren. Vor allem Fledermaus Froderick sorgt ständig für Lacher. Wie beim ähnlichen Edna bricht aus erwischt man sich schon bald dabei, dass man sämtliche Objekte mit Froderick kombiniert, um seinen Kommentare zu lauschen.Verbesserungswürdig sind hingegen noch die Standardreaktionen auf falsche Aktionen bzw. Kombinationsmöglichkeiten. Gerade bei einem Adventure, das so sehr auf Wortwitz setzt, bleibt zu hoffen, dass der Spieler nicht nur mit öden Antworten wie „Diese Gegenstände funktionieren nicht miteinander“ abgespeist wird. |
A Vampyre Story

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