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Test: Enemy Engaged 2 – Desert Operations

Hubschrauber für 20 Euro einsatzbereit
 Enemy Engaged 2 – Desert Operations
Mit Enemy Engaged 2Weitere Infos kam vor etwa einem Jahr eine interessante Hubschraubersimulation auf den Markt, die sich unter anderem daran versuchte, über Sprachsteuerung Befehle anzunehmen. Jetzt steht Enemy Engaged 2 Desert Operations in den Regalen, aber ist der Titel auch seine 20 Euro wert? Gibt es gravierende Unterschiede zum Hauptspiel?

Kein Addon, kein Nachfolger, sondern etwas dazwischen

Ein ganz neues Spiel ist EE2DO nicht, aber es läuft allein, ist also kein Addon. Böse Zungen mögen nun behaupten, es sei ein besserer Patch mit neuen Kampagnen, aber dem will ich mich nicht anschließen. Fakt ist: Wieder geht es um die beiden Hubschrauber RAH-66 Comanche und Ka-52 Hokum, die vor jeder Kampagne ausgewählt werden können. Dabei gibt es neben den Kampagnen, die im Iran, Afghanistan, Libanon und der Antarktis statt finden, noch den Freiflug sowie das Scharmützel, über das gleich in die Action in der Luft eingestiegen werden kann, ohne damit einen langfristigen Konflikt austragen zu müssen. Verändert hat sich hier neben den neuen Kampagnen im Gegensatz zu EE2 gar nichts, selbst die Menümusik klingt wie eh und je. Aber es muss auch nicht immer alles verändert werden, einiges darf auch Bestand haben – und die Entwickler haben tatsächlich etwas am Spiel geschraubt.

Eine flüssig spielbare Simulation

Die „neue“ Hubschraubersimulation hat die Software-Nummer 2.0, so steht es im Startbildschirm. Das bringt vor allem stabilere Flugeigenschaften, die nach dem ersten Aufguss auch dringend benötigt wurden. EE2DO spielt sich dann auch flüssiger und einfacher als der „Vorgänger“, es ist anwenderfreundlicher geworden, ohne aber den Simulationscharakter zu verlieren. Wer mal eben schnell eine Runde drehen will, der kommt auch diesmal nicht am Handbuch vorbei – es sei denn, er hat EE2 so oft gespielt, dass die Tastaturkürzel in Fleisch und Blut übergegangen sind.
Geschraubt wurde auch etwas an der Optik, so dass nun das Wasser besser rüber kommt und auch Brandung zu sehen ist. Ein Quantenspring ist das grafisch immer noch nicht, schließlich sieht der Rest auf dem Boden immer noch trist aus. Aber es geht bei EE2DO auch nicht um die Optik, sondern um das Fluggefühl und die Simulation. Und die kommt deutlich besser rüber als noch bei EE2.

Steuerung bleibt kompliziert

Für Einsteiger dürfte die Steuerung des Helikopters eine große Hürde darstellen, zumal das mit der Tastatur allein nicht so ganz einfach ist. Experten nehmen da einen Flugknüppel zur Hand und konfigurieren die wichtigsten Funktionen auf dieses Eingabegerät. Der Flugknüppel in Verbindung mit der Tastatur ist die beste Steuerungsmöglichkeit. Auch hier ist alles gleich geblieben, hier hat sich nichts verändert. Das ist einerseits sehr lobenswert, denn die komplexe Steuerung lässt keine Wünsche offen – allerdings werden Neulinge mit der Komplexität eben auch Probleme bekommen. Zwar können diverse Funktionen automatisiert und sogar die Kollisionen ausgeschaltet werden. Aber leichter wird das Fliegen deswegen nicht. Deshalb noch einmal der Hinweis: EE2DO ist eine knallharte Simulation, die Eingewöhnungszeit und das Studium des Handbuchs sowie der umfangreichen PDF-Dateien auf der CD erfordert. Ohne geht es nicht.

Die Sache mit der Stimme

Auch bei EE2DO soll man mit Hilfe seiner Stimme über ein Mikrofon Befehle an den Co-Piloten und die Flügelmänner geben können. Das klappt unter Windows XP noch ganz passabel, unter Vista läuft das System nicht. Da das auch schon beim Vorgänger der Fall ist, ist das ein Stillstand, der eigentlich nicht tragbar ist. Schließlich ist das neue Betriebssystem lange genug auf dem Markt, um das Spiel daran anzupassen.
Ärgerlich sind auch ein paar Bugs, die eher zufällig auftreten: So konnte während des Tests teilweise der Helikopter nicht abheben, obwohl ausreichend Leistung vorhanden war. Nach einem Neustart funktioniert es dann einwandfrei. Daneben gab es noch einige Abstürze aus heiterem Himmel – auch da hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel geändert.
Die Verbindung zu dem Multiplayer-Servern läuft jetzt problemlos, allerdings war dort recht wenig los.

Screen 1
Viel geändert hat sich nicht...
Screen 2
...aber das Spiel läuft jetzt flüssiger ab...
Screen 3
...wenngleich grafisch längst nicht auf Top-Niveau...
Screen 4
...aber dafür können viele Dinge noch angepasst werden.

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Enemy Engaged 2 – Desert Operations

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Flug-Simulation
von KOCH Media
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PCAugust 2008

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