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Test: FIFA 09
Endlich NextGen-FIFA auch für den PC?
Fußball ist noch immer die Nationalsportart der Deutschen. Wem will ich da was erzählen, wenn doch jeder weiß, wie das Spiel so läuft? Niemandem. Und bei den virtuellen Fußball-Titeln sieht das ähnlich aus und jeder hat sich im Laufe der vergangenen Jahre für eine der zwei Seiten entschieden: Entweder EA oder Konami, entweder FIFA oder PES. In diesem Jahr fällt die Entscheidung auf dem PC nicht mehr so leicht wie zuletzt – allerdings mit einer kleinen, winzigen Einschränkung...Wir haben uns verbessertEiniges ist neu im aktuellen PC-Fußball-Ableger von EA, zumindest was das Gameplay und die Grafik anbelangt. In Sachen Modusauswahl ist die „Adidas Live Season“ neu hinzugekommen – die funktioniert aber nur, wenn ihr euch ein einen Zugang bei EA holt. Der wird auch für den Online-Modus gebraucht, kostet nichts und sichert lediglich den Zugang zum EA-Server. Die „Live Season“ beinhaltete das viel diskutierte neue Feature, bei dem die Spieler-Daten der Liga regelmäßig von EA aktualisiert werden. Um das umfassend und ausführlich zu bewerten, müsste ich das Spiel monatelang testen. Es ist wohl eher eine Glaubensfrage, ob jemand mit schwankenden Werten spielen will oder selbst bestimmen möchte, wie seine Spieler aufgestellt sind, wer sich weiter entwickelt und wer nicht.Mit den Modi ist FIFA auf dem PC schon mal gut aufgestellt: Das Einzelspiel gibt es, den Managermodus und der Be-A-Pro-Modus hat es auch in das Spiel geschafft – allerdings mit einer abgespeckten Version im Vergleich zur Konsolenfassung. Im Herausforderungsmodus warten Aufgaben, die gemeistert werden müssen, Turniere dürfen ausgetragen werden und einen Trainingsmodus gibt es auch noch. Alles in allem schön und komplett, zumal das Menü im Vergleich zum vergangenen Jahr auch grafisch ansprechend ist. Ärgerlich ist allerdings, dass die Installation fast 20 Minuten dauert. Spielerisch deutlich verbessertNeben vielen anderen kleineren und größeren Dingen hat sich in der PC-Version das Gameplay deutlich verbessert. Wer zu zweit am Rechner antreten will, der muss aber mindestens ein Gamepad haben: Die Tastatur-Steuerung ist nur für einen Benutzer ausgelegt, einen weiteren Spieler verträgt das Keyboard nach der EA-Programmierung nicht. Schade, allerdings spielt sich das Ganze mit dem Gamepad auch um einiges flüssiger, der Xbox-Controller ist auch schon vorprogrammiert und kann problemlos eingesetzt werden. Wie auch immer, es geht erst einmal um das Gameplay.Da hat sich einiges getan, denn schon optisch macht das Geschehen jetzt einen deutlich besseren Eindruck. Die schwammigen, verwaschenen Texturen gehören der Vergangenheit an, wobei das Grafik-Niveau noch nicht auf dem der Konsolenfassungen ist. Das ist schon ein sehr ärgerlicher Zustand, wenn man bedenkt, was möglich wäre. Sicher gibt es auch schwächere Rechenkisten, aber das hätte man über eine variable Konfiguration lösen können. Hier verschenkt EA viel Potential bei der Wertung. Äh, ich schweife ab, es geht um das Gameplay. Spielerisch ist das Ganze deutlich anspruchsvoller geworden. Endlos lange Sololäufe gehören der Vergangenheit an, Passspiel ist gefragt, was erfreulich leicht von der Hand geht. Über die Außen zum Erfolg zu kommen, das ist nur einer der Schlüssel zum Sieg, wobei die Flanken dann auch nicht immer kommen – je nachdem, welche Fähigkeiten der Mann auf der Außenbahn mitbringt. Auch die Torschüsse sind realistischer, was auch an der Flugbahn des Balles liegt: Hier hat EA doch deutlich aufgeholt und sich vom Flummi-Ball der vergangenen Jahre verabschiedet. In diesem Jahr macht der Kick auf dem PC endlich wieder Spaß, was nicht nur an der verbesserten Optik, sondern auch daran liegt, dass die Pässe in die Spitze nun deutlich einfacher und zielgenauer zu spielen sind. Zwar gibt es hier und da noch Aussetzer bei der KI, die gerade auf den unteren Stufen nicht mal Kreisklassen-Niveau hat, aber es muss auch eine Möglichkeit geben, einem Einsteiger das Spiel schmackhaft zu machen. Die Torwarte zeigen sich deutlich verbessert, Aussetzer sind selten geworden. Allerdings zeigt Bayerns Keeper Michael Rensing momentan auch in der Realität, dass solche Aussetzer eben zum Spiel dazu gehören. |
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