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Test: Sacred 2

Große, bunte, weite, mitunter buggestörte Fantasywelt
 Sacred 2
In Fantasyspielen gibts ja wohl nichts was es nicht gibt. In Ancaria, der Sacred-Welt, finden wir beispielsweise die sog. T-Energie. Die hat jetzt nix mit T-Shirts oder T-Bone-Steaks gemein, sondern ist eine göttliche Energie, die wie Curacao blue aussieht und durch Leitungsrohre geleitet wird. T-Energie funktioniert dabei eher wie magischer Strom und hat vergleichsweise komplexere Verwendungsmöglichkeiten und Begleiterscheinungen als der Orangenlikörfusel. Im alten Ancaria waren die Hochelfen, die seinerzeit die Rechte an der Vermarktung und Nutzung der T-Energie von den Seraphim erwarben, darob die Herren der Welt. Die Langohren gingen ziemlich sorglos mit dem Zeugs um, sehr zum Missfallen der weniger privilegierten Bevölkerung. Bei unkontrolliertem Gebrauch verwüstet T-Energie nämlich ganze Landstriche und lässt Lebewesen zu bösen Monstern mutieren – okay, das leistet Curacao blue allerdings auch. Wie auch immer, die Welt ist zerstritten, bereits ziemlich angeschlagen und ein weiterer Krieg um den göttlichen Saft steht unmittelbar bevor. Fanfarenklänge, der Vorhang öffnet sich, Auftritt Held – Spieler übernehmen Sie!

Busenwunder mit Sprachstörung

Nach einer längeren Installations-, Patch- und Registrierungsorgie gehts rasch weiter ins Charaktermenü, in dem sechs Klassen zur Verfügung stehen. Das engelhafte und schlagkräftige Seraphimchen kennen wir schon aus den guten alten SacredWeitere Infos-Zeiten, neu ist der Schattenkrieger, ein untoter Haudrauf, der bitterböse Darth Vader-Inquisitor, die magiebeschlagene Hochelfe, der halbmechanische Tempelwächter und die Dryade, bewaffnet mit Pfeil und Bogen und seltsamen Voodookünsten. Da entscheide ich mich mal flott und nach Gefühl für die Dryade, denn die gute Frau ist halbnackt mit extra viel Busen, der möchte man als fürsorglicher Mensch ganz schnell eine warme, kuschelige Rüstung verpassen.
Richtig viel schrauben kann man an der Dame leider nicht, dass Aussehen ist nicht veränderlich, immerhin kann ich ihr einen doofen Namen geben. Ab in den kolossalen Vorspann, ein Fest für die Augen und eine herbe Enttäuschung für die Ohrlappen. Das hakt und stottert und wird gänzlich stumm, da bin ich letztlich froh, dass ich glücklich im Spiel lande. Aber leider, leider zieht sich die Tonstörung mit vielen Aussetzern und Loops durchs ganze Spiel und führt wiederum zu Rucklern und Performanceeinbußen.

Spaß mit Schakalen

Doch glücklich sind die Zweitcomputerbesitzer! Zurück auf Los, noch einmal das ganze Installationsprocedere und siehe da, mit dem zweiten PC klappts. Den Vorspann kann ich nun in seiner ganzen Pracht genießen und mich zudem noch an der schmissigen Musik der deutschen Fantasy-Rockgruppe „Blind Guardian“ erfreuen, das haut rein! Als Spielfigur wähle ich nun den schakalköpfigen Tempelwächter, das billige blasohrbenutzende Baumluder, sorry, die Dryade war mit dann doch etwas zu „normal“. Der Tempelwächter ist da schon exotischer, Fern- und Nahkämpfer, der von Haus aus schon mit einem Schussarm ausgestattet ist und sich auch noch einen dritten Gefechtsarm anschnallen kann. Sehr unkonventionell, wenn er seine Energiewaffen abfeuert, mit metallischer Stimme das Geschehen verbal kommentiert oder vergnügliches ins Questbuch schreibt.
Überhaupt die Kommentare der NPCs, Helden und Monster sind eine Klasse für sich. Über Humor lässt sich bekanntlich trefflich streiten und nicht jeder Scherz oder Spruch der zu Gehör gebracht wird ist zündend, manches wiederholt sich auch zu schnell und oft, aber das was unterm Strich überbleibt ist eine kleine Revolution. Witz, Ironie und Stilbrüche in einem deutschen Rollenspiel! Hammer! „Wir holen Dich auf den Raster, User“ tönt es frech, wenn man mal wieder rumtrödelt und es den Pixelhelden zu langsam geht. Wunderschöne Tron Reminiszenz! Auch sehr tragisch: „Ich wusste es, ich bin ein Statist“- letzte Worte eines Sterbenden.
Das permanente Gebrabbel verschleiert die eher drögen Textboxen der Questgeber, nur ein Bruchteil der Konversation wurde vertont. Die auf Dauer stereotypen Äußerungen des eigenen Helden verleihen der Spielfigur zwar einen Hauch von Charakter, von wirklicher Individualität oder Identifikationsmöglichkeit ist das jedoch weit entfernt.

Mach mich nicht böse mein Engel!

Jeder Charakter beginnt an unterschiedlichen Startpunkten in der Umgebung des Marktfleckens Schlehenfurt und auch die einleitende Quest ist geprägt vom jeweiligen Charakter und der Wahl des hellen oder dunklen Pfades. Seraphim und Inquisitor können nicht anders: Sie verkörpern eben das Gute und das Böse, der Rest der Truppe kann sich für einen Weg entscheiden. Der Tempelwächter wird durch zwei Archäologen/Grabräuber ausgebuddelt und nietet die Beiden unverzüglich um (böse, böse) oder macht sich einfach leicht verwirrt vom Acker (braves Hundchen!). Ein geführtes Tutorial im eigentlichen Sinne gibt es nicht, einige Quests sind zwar als Tutorials markiert, spielen sich aber wie alle anderen Quests und erscheinen mir etwas aufgepropft. Mir fehlt da nichts, den Neulingen im Sacred Universum wäre das sicherlich eine willkommene Hilfestellung gewesen.
Zu Beginn des Spiels wird man ob der Vielzahl an Handlungsoptionen doch etwas erschlagen, der Fluch der Entscheidungsfreiheit, es gibt eben nicht den einen vorfertigten Weg a la Titan QuestWeitere Infos. Die aussagekräftigen Tooltipps, das Handling der Schaltflächen mit den Buffs, Specialmoves bzw. Zaubern und das kinderleichte Zusammenstellen der Kombos ist sehr benutzerfreundlich geraten. Mit etwas Rumprobieren oder wahlweise Lesen des dünnen Handbuchs, erschließt sich die Bedienung des Spiels nach kurzer Zeit.
Screen 1
Letzten Samstag auf dem Wochenmarkt
Screen 2
Eisenwaren, lecker Eisenwaren!
Screen 3
Minimap mal ganz groß
Screen 4
Ragdollschicksal
Screen 5
T-Technik

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Sacred 2

Packshot
Action-Rollenspiel
von Ascaron, Deep Silver
USK-Freigabe ab 16 Jahren
PCOktober 2008
PS3Mai 2009
360Mai 2009
will ich habenhabe ich angespielt
besitze ichbin Profi (durchgespielt)
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