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Test: King's Bounty: The Legend

Macht das Heroes-light Fantasystrategen Freude?
 King's Bounty: The Legend
King's Bounty, hmm, da war doch mal was? Richtig, so hieß doch seinerzeit (1990) der Vorgänger der Heroes of Might and MagicWeitere Infos-Serie. Und das haben jetzt russische Entwickler runderneuert und in ein modernes Gewand gepackt? Mal sehen, klick, klack, klöck die Review-Version installiert und es ist BUNT!! SCHREIEND BUNT!! Hui, hier im Ruhrgebiet sagt man dazu "knietschig"-, das ist so im geschmacklichen Niemandsland zwischen kitschig und niedlich. Aufgewachsen in der mit lustigem Grünzeug geschwängerten psychedelischen Ära und womöglich deshalb lieblichen bis pompösen farblichen Entgleisungen gegenüber sehr nachsichtig, bin ich auch durch märchenhafte Niedlichkeiten nicht wirklich wegzuekeln. Ganz im Gegenteil: Als bekennender HoMM- Fan gehe ich bei King's Bounty äußerst neugierig ans Testhandwerk und bin sehr gespannt, ob der wiederbelebte Veteran dem derzeitigen Klassenprimus des rundenorientierten Fantasy-Strategicals erfolgreich das Breitschwert um die Ohren schlägt.

Mein Schatz!

Die Charakterauswahl ist schnell erledigt, es gibt halt nur die Wahl zwischen Krieger, Paladin und Magier. Alle drei Herren sind übrigens jung und schön und somit für mich die idealen Identifikationsfiguren, da ich weder weiblich noch... ähm...hüstel...ach, hols der Henker. Als jugendlicher Held beginnen wir unser Abenteuer folgerichtig bei unserem launigen Mentor und Ausbilder, dem Eisernen Richard. Der stellt uns zum Einstieg vor drei Aufgaben, die dienen gleichzeitig als Tutorial und erste Möglichkeit, Erfahrungspunkte zu sammeln. Das ist aber keine Pflichtveranstaltung, denn den Job als königlicher Schatzsucher haben wir auch so schon im Sack. Unser erster Weg führt uns denn auch ein paar Schritte weiter ins Schloss nebenan, in dem der weise König Mark zusammen mit Tochter Amelie residiert. Der ist uns offensichtlich wohl gesonnen und lässt durchblicken, dass nach den ersten Lulli-Aufgaben auch Heavy Metal Heldentaten angesagt sind. Denn dem Land geht's schlecht. Aber so richtig, denn die Zwerge rebellieren, Untote schlurfen umher, Räuber und Piraten treiben es bunt (BUNT!!). Ja, ja, das kennt man schon und später kommt dann sicher noch irgendeine diabolische Megasau aus dem Busch und fertig ist der Fantasylack. Egal, schauen wir mal, wie sich das weiterentwickelt.

Heroes für Faulpelze

Gleich zu Beginn fallen grundlegende Unterschiede zu HoMM auf. Auf der Abenteurerkarte reitet unser noch jungfräulicher Held frei von Rundenzwängen, in Echtzeit zu Land und per Schiff zu Wasser durch das idyllische Ambiente. Die Karte bietet echtes, drehbares 3-D und kann mit ihren plastischen, bereisbaren Höhenzügen und der verspielt detaillierten Grafik den Maps von HoMM deutlich Paroli bieten. Zwar sind hier nur einige Objekte animiert, das aber recht effektvoll und putzig. Zudem vermittelt King's Bounty durch seine zusammenhängenden Gebietskarten - der Startkontinent besteht aus vier Ländern - einen geschlosseneren Eindruck der Spielwelt. Theoretisch stehen diese vier Länder schon bald dem Abenteurer offen, einige Wege führen allerdings in den sicheren Untergang.
Die auf der Karte verteilten obligatorischen Monstergruppen verharren nicht wie ihre Kollegen an bestimmten Orten, sondern bewegen sich im kleinen Radius auf den nahenden Helden zu oder laufen Patrouillen. Gegnerische Fraktionen und Heldenarmeen findet man bei King's Bounty nicht, der Feind wartet gemütlich in seiner Höhle oder hinter der nächsten Wegbiegung. Das lebende Inventar rekrutiert sich aus den üblichen Verdächtigen: Orks, Elfen, Zwerge, Menschen sowie reichlich Viecher und die übliche Fantasyhorde. Als einziger Rohstoff dient Gold, Stadtbau und Einheitenwachstum fallen flach, die benötigten Armeen werden einfach bei den örtlichen Anbietern gekauft. Das macht den Helden mangels eines klassischen Basislagers in gewisser Weise heimatlos, als Angestellter des Königs kehrt er aber immer wieder ins Schloss zurück, um seine Armee zu ergänzen und seine Aufträge zu aktualisieren. King's Bounty verzichtet gänzlich auf den Wirtschafts- und Aufbaupart, auch die strategische Tiefe eines HoMM wird ohne direkten Widersacher nicht erreicht. Im Spiel konzentriert man sich stattdessen auf die Spielelemente entdecken, questen und die taktischen Scharmützel.
Screen 1
Unser fürsorglicher Lehrer
Screen 2
Ein König wie aus dem Bilderbuch
Screen 3
Erste Scharmützel
Screen 4
Unter Tage
Screen 5
Piraten der Karibik?

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King's Bounty: The Legend

Packshot
Strategie
von Nobilis, Flashpoint
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCOktober 2008

Alle Infos zum Spiel   Preisübersicht

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besitze ichbin Profi (durchgespielt)

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GameCaptain
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