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Test: Warhammer Online: Age of Reckoning
Wir haben Level 40 erreicht. Kann WAR sich im Langzeittest gegen die Konkurrenz behaupten?
Wer schon einmal Dark Age of Camelot gespielt hat, der weiß wie es sich anfühlt, wenn hunderte Spieler auf dem Schlachtfeld aufeinander treffen und sich um die Kontrolle eines Gebietes bzw. einer Burg prügeln. Da ein offizieller Nachfolger dieses Titels ausblieb, ruhten die Hoffnungen der kampfeslustigen Fanschar auf dem neuesten Werk Mythics, Warhammer Online: Age of Reckoning (WAR). Riesige PvP Gebiete, Belagerungsschlachten um Burgen und plünderbare Hauptstädte, all das bietet dieses Spiel, doch was steckt hinter den großen Ankündigungen?Der Feind vor deiner TürDas wichtigste bei einem MMORPG ist natürlich der eigene Charakter. Diesen bastelt man sich aus 20 verschiedenen Klassen zusammen, die zu zwei unterschiedlichen Fraktionen gehören. Zum einen wären da die Armeen der Ordnung repräsentiert durch Hochelfen, Imperium (Menschen) und Zwerge. Zum anderen die Zerstörungsseite mit Dunkelelfen, Chaos (mutierte Menschen) und den Grünhäuten bestehend aus Orks und Goblins. Jede Klasse lässt sich wiederum in eine der Kategorien Tank, Nahkämpfer, Fernkämpfer und Heiler unterteilen. Zwar lernt jede dieser Klassen (bei einem Trainer) mit der Zeit dieselben Grundfertigkeiten, jedoch bekommt man ab Stufe 11 Meisterschaftspunkte, die man in einen von drei möglichen Pfaden stecken kann, um bestehende Skills zu verbessern oder neue freizuschalten. Ein Zwergen Maschinist spezialisiert sich so z.B. auf das Werfen von Granaten um auf kurze Distanz Flächenschaden anzurichten, oder nimmt Gegner aus großer Entfernung aufs Korn.Hat man die schwierige Entscheidung über Klasse und Fraktion erst einmal hinter sich gebracht, darf man noch ein paar spärliche Optionen zum Aussehen wie Frisur, Haarfarbe und Schmuck einstellen und landet prompt im jeweiligen Startgebiet. Wie sämtliche Gebiete im Spiel, so ist auch dieses nur für Spieler der eigenen Rasse, Hochelfen starten also auf der Insel des Unheils, während Zwerge ihr Dasein in Ekrund beginnen. Natürlich bleibt es jeder Fraktion offen, den nächsten Flugmeister aufzusuchen und sich in die Gebiete der anderen befreundeten Völker bringen zu lassen, wenn man z.B. mit seinen Freunden zusammen spielen möchte. Das Besondere hieran ist, dass die direkt konkurrierenden Rassen jeweils dieselben Gebiete haben. Die Erzfeinde der Hochelfen, die Dunkelelfen, starten also ebenfalls auf besagter Insel, jedoch sind deren Zonen durch natürliche Begrenzungen, wie etwa Berge, größtenteils voneinander getrennt. Wer sich dennoch gleich zu Beginn mit der anderen Fraktion prügeln möchte, der betritt einfach die Zone für offenen Reichskampf, die es in jedem Areal gibt, wo man Flaggen und in höheren Gebieten sogar Burgen für seine Seite beanspruchen darf. Der Kampf Spieler gegen Spieler tobt jedoch nicht nur in diesen speziell abgesteckten Bereichen, sondern ist auch bequem durch einen Knopf neben der Minikarte in einem Szenario möglich. Diese dauern stets 15 Minuten und bieten Platz für 12 bis 18 tapfere Recken jeder Seite, welche bestimmte Ziele wie das Erobern von Flaggen oder Artefakten erfüllen müssen. Als Belohnung hagelt es Erfahrungspunkte, die den Helden die insgesamt 40 Level hinaufklettern lassen, und Rufpunkte, welche man ausschließlich im Reichskampf erhält. Für diese kann man sich wiederum neue Rüstungen und Attributsverbesserungen zulegen. Quests für alleWer sich nicht gleich mit anderen messen will, hat natürlich ebenfalls die Möglichkeit durch die Lande zu ziehen und Quests zu erfüllen. Bereits beim Spielstart landet man direkt vor dem ersten Auftraggeber, der einen irgendwann zum nächsten schickt und so weiter und so rollenspieltypisch. Große Überraschungen darf man hier jedoch nicht erwarten, denn über „finde, töte, sammle“ gehen die Aufgaben meist nicht hinaus. Dafür erspart es einem das Spiel, ständig zurück zum Questgeber laufen zu müssen wenn man alles erfüllt hat, denn vor allem im späteren Spielverlauf lässt sich bei so ziemlich jeder Quest direkt an Ort und Stelle eine Folgequest starten.Abseits dieser Möglichkeiten gibt es schließlich noch so genannte öffentliche Quests. An diesen kann jeder teilnehmen, der sich gerade in dem entsprechenden Gebiet befindet, wobei es verschiedene, immer schwerer werdende Abschnitte zu meistern gilt. Am Ende werden unter allen Beteiligten Beutesäcke ausgewürfelt, wobei der eigene Beitrag zur Zielerreichung Bonuspunkte auf das gewürfelte Ergebnis bringt. Wie die Belohnungen der meisten Quests, sind auch die Gegenstände, welche man aus einem solchen Sack ziehen kann stets spezifisch für die eigene Klasse, man muss also nicht fürchten, dass man etwas erhält, was man am Ende nicht benutzen kann. Wenn der Postbote 5000 mal klicktObwohl man es bei der eher mageren Charaktererstellung nicht unbedingt vermuten würde, bietet Warhammer Online zahlreiche Möglichkeiten zur Individualisierung des eigenen Avatars. Die Basis bilden natürlich die unterschiedlichen Rüstungs- bzw. Waffenarten, wobei jede Klasse eine Fülle an speziellen Sets mit jeweils eigenem Design hat. Dennoch sind diese Gegenstände so konstruiert, dass man stets erkennt was für eine Klasse man gerade vor sich hat. So sieht man also bereits aus großer Entfernung, ob sich nun ein Tank wie der Hochelfen Schwertmeister nähert, oder etwa ein Weisser Löwe, der zwar mehr Schaden austeilt, aber lange nicht soviel einstecken kann.Zusätzlich zu den Designs darf man jegliche Rüstungsteile komplett nach den eigenen Vorstellungen einfärben. Die einfachen Farben gibt es bei jedem Händler, während man die edleren Versionen finden oder, die entsprechende Fähigkeit vorausgesetzt, selbst herstellen muss. Außerdem gibt es noch Titel und Trophäen, welche man durch bestimmte Errungenschaften im Wälzer des Wissens erhält. Einen Titel kann man unter dem Namen seines Charakters anzeigen lassen, während man Trophäen, für jedermann sichtbar, an seiner Rüstung befestigt. Besagter Wälzer ist ein umfangreiches Buch, das nützliche Informationen bereit hält und Notiz über sämtliche Taten eines Helden führt. Ob man jetzt ein besonderes Monster erlegt, 5000 mal den Posteingang angeklickt oder auch ein neues Rüstungsset entdeckt hat, alles wird hier niedergeschrieben und kann zu jeder Zeit nachgelesen werden. Zusätzlich hält das praktische Büchlein noch eine genaue Auflistung über noch ungelöste Quests bereit und versorgt Interessierte mit spannenden Erzählungen zur Geschichte des Warhammer Universums. Wer also die entlegensten Winkel der Welt besucht und sich allen Herausforderungen stellt, erhält als Belohnung vielleicht einen Titel bzw. eine Trophäe die man fortan stolz seinen Mitmenschen präsentieren kann. |
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