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Test: Penumbra: Requiem
Nachtest: Kann das AddOn an die Stärken der Penumbra-Serie anknüpfen?Die Horror-Adventure-Reihe Penumbra zeichnet sich vor allem durch zwei Eigenschaften aus: innovatives, spaßiges Rätseldesign und dichte Atmosphäre. Zum zweiten und letzten Teil, Penumbra - Black Plague , erschien jüngst ein AddOn, das nur online erhältlich ist. Ob Penumbra Requiem ganz im Stile der beiden Haupttitel daherkommt, verrät unser nachträglicher Test. Immer diese skrupellosen Wissenschaftler!Wir erinnern uns: Der junge Physiker Philipp erhielt einen Brief seines vermeintlich vor langer Zeit verstorbenen Vaters Howard. Darin forderte er seinen Sohn auf, ein bestimmtes Buch unbedingt zu vernichten. Doch Philipp ignorierte den Willen seines Vaters und studierte besagten Schmöker. Die darin enthaltenen Aufzeichnungen konnte er nicht entziffern - bis auf einige Koordinaten, die auf einen Ort in Grönland hinwiesen. Da dies der einzige Bezugspunkt zu seinem Vater war, traf Philipp die folgenschwere Entscheidung, nach Grönland zu reisen. Dort konnte er sich gerade noch rechtzeitig vor einem Schneesturm in einen unterirdischen Minenkomplex retten, traf auf widerwärtige Kreaturen, die ihm nach dem Leben trachteten und kam schließlich in der Untergrundstation The Shelter dem Treiben skrupelloser Wissenschaftler und dem Geheimnis um das sogenannte T-Virus auf die Spur.Bei Penumbra Requiem handelt es sich nicht um eine Fortsetzung der Story, sondern eine lose Aneinanderreihung von neun verschiedenen Levels. Nicht einmal ein Intro, das über das bisher Geschehene aufklärt, bietet das AddOn. Immerhin richtet es sich aber auch lediglich an Penumbra-Spieler, da Requiem nur nach der Installation von Black Plague lauffähig ist. Ziel jedes Levels ist es, mit Hauptprotagonist Philipp an Schlüssel zu gelangen, um den jeweiligen Bereich durch ein Portal zu verlassen. Um diese Portale zu aktivieren, müssen wiederum Denksportaufgaben gelöst werden. Der Grund für die Tatsache, dass Entwickler Frictional Games diesmal dem Rätseldesign einen noch größeren Stellenwert zugesteht, ist folgender: Sie konnten schlichtweg zahlreiche Rätsel und Ideen nicht mehr in Black Plague unterbringen und veröffentlichen sie nun auf diese Weise. HandarbeitWie in den beiden vorangegangenen Teilen wird Requiem aus der Ego-Perspektive gespielt. Auch an der Tatsache, dass der Spieler die meiste Arbeit selbst verrichten muss, hat sich nichts geändert. Eine Tür wird nicht wie in anderen Adventures durch einen einfachen Mausklick geöffnet, sondern es ist notwendig, zunächst die Tür in der Bildschirmmitte zu zentrieren, woraufhin ein interaktionsabhängiges Symbol, in diesem Fall eine Hand, erscheint. Dann hält der Spieler die linke Maustaste gedrückt und schiebt die Maus nach oben. Anders verhält es sich beispielsweise beim Werfen eines Gegenstands. Gegenstand anklicken, linke Maustaste gedrückt halten, Maus nach links ziehen, dann ruckartig nach rechts und Maustaste loslassen. Siehe da: Das Objekt fliegt in die gewünschte Richtung.Die Knobeleien spielen sich ebenso wie in den Vorgängern. Diese reichen von Physikrätseln, über Logikknobeleien bis zu Geschicklichkeitsaufgaben und kommen gewohnt abwechslungsreich und motivierend daher. Der Schwierigkeitsgrad ist diesmal eher moderat ausgefallen. Ein Grund hierfür ist auch die Tatsache, dass es keine Widersacher in Form von Spinnen, Zombie-Hunden oder anderem Penumbra-Monstern in das AddOn geschafft haben. Zwar lässt es sich nicht immer geruhsam rätseln, da durch diverse Maschinen und Sicherheitssysteme der virtuelle Tod droht. Dennoch ist das Fehlen von leibhaftigen Gegnern für die Horror-Atmosphäre natürlich eher abträglich. Nicht schön, aber zweckdienlichGrafisch wandelt Penumbra Requiem auf gewohnten Pfaden. Die ordentliche 3D-Grafik könnte zwar wieder keinen Schönheitswettbewerb gewinnen, kommt aber sehr zweckdienlich daher. Insbesondere die gelungenen Licht- und Schatteneffekte sorgen für dichte Horror-Atmosphäre. Zahlreiche Geräusche wie (un-)menschliche Schreie, flüsternde Stimmen und Donner verstärken das Gefühl der Bedrohung. Die Musik passt sich sehr gut dem Geschehen an.Auch in Requiem gibt es wieder Notizen und Audioaufzeichnungen, die den Spieler tiefer in das Penumbra-Universum hineinziehen. Die (lediglich) englische Sprachausgabe ist wieder gelungen. Zwar hört man diese nur selten, doch sorgen Isolation und Dunkelheit schließlich für Horror-Atmosphäre. |
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