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Dead Space
Survival-Horror
von EA
PCNovember 2008
PS3November 2008
360November 2008
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Screenshots zum Test

Screen 1
Jetzt wirds problematisch
Screen 2
Blut spritzt literweise
Screen 3
Die Brücke ist optisch sehr eindrucksvoll
Screen 4
Das Design der Kreaturen ist abstoßend schön
Screen 5
Sehr effektiv: Der Flammenwerfer

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Dead Space hatte es in Deutschland nicht leicht. Lange Zeit war unklar, ob der Titel hierzulande überhaupt erscheint. Gleich dreimal wurde der Weltraumshooter der USK vorgelegt und bekam erst bei der letzten Prüfung die ersehnte 18ern-Freigabe. Doch was hat der Titel außer Gewalt noch zu bieten?

Jemand da?

In der Zukunft haben wir es endlich geschafft. Die natürlichen Ressourcen unseres Planeten sind völlig aufgebraucht. Nachschub gibt es auf anderen Himmelskörpern en masse, nur der Abbau erweist sich als langwieriges Projekt. Aus diesem Grund hat man die sogenannten Planet Cracker erfunden. Diese riesigen Raumschiffe sprengen gleich den ganzen Stern, sammeln die Brocken ein und grasen so die wichtigsten Rohstoffe ab.
Das größte Schiff dieser Klasse ist die Ishimura, auf der mehr als tausend Mitarbeiter einen Job gefunden haben. Leider ist der Kontakt zu diesem großen Arbeitgeber seit längerer Zeit abgebrochen. Ein Reparaturteam wird vom Konzern losgeschickt, um die Sachlage zu klären. Mit an Bord ist der Hauptdarsteller und Ingenieur Isaac Clarke – der Name ist ein Mix der beiden Sci-Fi Autoren Arthur C. Clarke und Isaac Asimov – der auf der Ishimura eine Freundin hat. Von ihr kam eine verstörende Nachricht, die auf nichts Gutes hoffen lässt. Beim Landeanflug geht natürlich einiges schief und das Schiff crasht auf die Landeplattform. Das Team übersteht den Absturz unbeschadet und betritt die scheinbar menschenleere, gigantische Abbaumaschine. Nur wenige Minuten später gibt es die ersten Toten. Zwei Mitglieder werden von einem widerlichen Biest zerfetzt und Isaac vom Rest der Gruppe getrennt. Nun gilt es einen Ausweg zu finden und zu überleben.

Spannend und verstörend

Um die Spannung nicht zu verderben, sei nur soviel zur Geschichte gesagt: Das Grauen hat der Ishimura einen Besuch abgestattet und dort eine Riesensauerei hinterlassen. Die Story motiviert bis zum Schluss, der nach rund zwölf Stunden erreicht sein sollte. Wer den ersten Durchgang beendet hat, darf sich über einige Goodies wie z.B. einen neuen Schwierigkeitsgrad oder eine frische Rüstung freuen. Außerdem behält man all seine Ausrüstung, was ebenfalls motiviert. Leider gilt das nur, wenn man auf demselben Schwierigkeitsgrad erneut beginnt, was die Freude etwas schmälert.

Eine kleine Revolution

Gespielt wird Dead Space aus der 3rd-Person-Perspektive mit einer Schulteransicht, die seit Resident Evil 4Weitere Infos voll im Trend liegt. Fast schon revolutionär sind die Bildschirmanzeigen. Die sind nämlich gar nicht vorhanden! An den üblichen Ecken sucht man Lebensenergie und Co. vergeblich. Stattdessen wird alles auf den Protagonisten abgewälzt. Auf Isaacs Rücken sieht man anhand eines Lichtbalkens seinen Gesundheitszustand. Munition wird direkt an der Waffe mit einem Hologramm dargestellt. Das gilt auch für sämtliche anderen Dinge des Alltags wie Texttafeln, Audiologs oder Videobotschaften. Die Hologramme sehen nicht nur stylisch aus, sondern fördern die Atmosphäre ungemein, da keine nervige Anzeige den Bildschirm verunstaltet.
Weniger glücklich macht die Steuerung der PC-Version. Bei vielen Aktionen müssen zwei Tasten gleichzeitig gehalten werden, sei es jetzt das Nachladen einer Waffe oder das Springen in der Schwerelosigkeit. Außerdem reagiert die Bedienung beim Anvisieren träge. An diese Mankos gewöhnt man sich recht schnell, aber man merkt, dass die Belegung ursprünglich auf einen Controller ausgelegt ist. Auf der 360 spielt es sich zwar immer noch nicht perfekt, aber einen Tacken besser als mit der Maus/Tastataur-Kombination. Sehr schön ist übrigens eine Art Navigationsstrahl. Während man steht, kann man per Tastendruck einen Lichtstrahl am Boden einblenden lassen, der einem den Weg zeigt. Verirrungsgefahr ist somit ausgeschlossen.

Fly away

Das Hauptziel ist Überleben. Nebenbei erledigt man Aufgaben, um das Schiff wieder flott zu machen. Beispielsweise muss ein Generator wieder zum Laufen gebracht werden. Die Antriebswellen drehen sich jedoch so schnell, dass eine Verbindung mit dem Motor nicht möglich ist. Dank eines Stasemoduls lässt sich die Zeit verlangsamen und so die Verbindung herstellen. An anderer Stelle muss eine große Batterie eingesetzt werden. Das funktioniert mit Hilfe des Kinesemoduls, dem Pedant zur Gravity Gun aus Half-Life 2Weitere Infos. Richtig ins Grübeln kommt man bei den Aufgaben nicht. Meist liegt die Lösung auf der Hand.
Interessant wird es aber, wenn man solche Aufträge in der Schwerelosigkeit erledigen soll. Isaac hat Magnetstiefel im Gepäck, mit denen man wunderbar an der Decke spazieren kann. Dank dieses modischen Accessoires gibt es sogar Ausflüge auf die Außenhaut des Planet Crackers. Dort ist allerdings Eile angesagt. Isaacs Raumanzug hat nur einen begrenzten Sauerstoffvorrat. Wer also zu lange an der Decke spaziert oder die tolle Aussicht im All genießt, stirbt einen röchelnden Tod. Sollte letzteres eintreten, startet man an einem Checkpoint oder an einer der großzügig verteilten Speicherstation. Freies Speichern ist nicht möglich und würde der Spannung nur schaden. Hin und wieder ist Backtracking angesagt, was aber zu den Aufgaben passt und nicht sonderlich stört.
 
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