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A Vampyre Story
Klassisches Adventure
von Crimson Cow
PCNovember 2008
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GameCaptain
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Screenshots zum Test

Screen 1
Die beiden Helden des Spiels: Froderick und Mona
Screen 2
Froderick offenbart ungeahnte Talente.
Screen 3
Darüber wird sich Greenpeace bestimmt nicht freuen.
Screen 4
Im Gespräch mit dem Torwächter

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Aktuellste News zum Spiel

Ältere Semester werden sich bestimmt noch erinnern. Es gab einmal eine Zeit, in der der Name Lucas Arts bzw. Lucasfilm Games vor allem für erstklassige Adventures stand und sich die kalifornische Softwareschmiede einen heißen Kampf mit Sierra um den Thron im Adventure-Olymp lieferte. Umso größer war 2004 die Vorfreude unter Fans, als bekannt wurde, dass Bill Tiller, ehemaliger Lucas Arts-Mitarbeiter und maßgeblich an der Entwicklung von Klassikern wie Monkey Island 3 und The Dig beteiligt, mit einigen Getreuen die Arbeit an einem neuen Adventure-Projekt namens A Vampyre Story aufgenommen hat. Nach mehreren Verschiebungen wird das Fun-Adventure nun endlich veröffentlicht, und wir werfen natürlich einen ausführlichen Blick darauf....

Junge Opernsängerin entführt!

In den achtziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts wird die junge und vielversprechende Opernsängerin Mona de Laffite von dem Vampir Baron Shrowdy von Kiefer auf seine Burg in Draxsylvanien, die mitten im dunklen Warg-See liegt, entführt und ebenfalls in ein untotes Geschöpf der Nacht verwandelt. Da sich Mona aber so gar nicht mit ihren lange Eckzähnen und der Umstellung ihrer Nahrungsgewohnheiten anfreunden kann, entschließt sie sich kurzerhand zur Flucht. Dabei zur Seite steht ihr bzw. sitzt auf ihrer Schulter die Fledermaus Froderick, der während des Abenteuers die Rolle als Monas Sidekick zufällt und sie bei ihren Bemühungen unterstützt. Gleich zu Beginn gibt es für die beiden bereits einen ersten Hoffnungsschimmer. Der abgrundtief böse und leicht dämliche Shrowdy wird, als er etwas salzigen Merlot (Blut) für Mona besorgen will, von zwei Vampirjägern angegriffen und in die ewigen Jagdgründe geschickt. Der Weg in die Freiheit wäre also prinzipiell frei. Doch wie kommen Mona und ihr vorlauter Begleiter über den von einem Seeungeheuer bewachten See? Hat Shrowdy wirklich das One-Way-Ticket in die Hölle gelöst? Und dann wäre da auch noch das Problem mit den Vampirjägern...

Unterwegs in Draxsylvanien!

Gesteuert wird Mona aus der 3rd-Person-Perspektive per klassischem Point&Click. Gegenüber anderen Adventures gibt es allerdings einige markante Unterschiede. Fährt man mit dem Cursor über ein interessantes Objekt oder eine Person - auf den ersten Blick ist nicht immer deutlich was lebt und was nicht - und hält die linke Maustaste gedrückt, eröffnen sich mehrere Möglichkeiten. Untersuchen, Nehmen, Reden und Fliegen.
Moment mal, fliegen? Ja, genau. Falls Mona einmal horizontal nicht weiterkommt (bitte nicht falsch verstehen), dann lohnt es sich, den Blick nach oben zu richten, dort nach begehbaren Orten zu suchen und das Fledermaus-Feature zu nutzen. In diesem Fall verwandelt sich die Opernsängerin für einen kurzen Moment in eine Fledermaus und wechselt den Ort. Auch wenn die untote Dame beim Fliegen ein ordentliches Tempo vorlegt, wandert sie ansonsten eher geruhsam durch die Szenerie. Zwar kann sie nicht rennen, dafür jedoch Räume durch einen Rechtsklick auf einen Ausgang sekundenschnell verlassen.

Ich sammle Gedanken für meinen Sarg!

Objekte werden nach dem Aufsammeln kurz auf dem Bildschirm eingeblendet und wandern dann ins Inventar, dass stilecht in einem virtuellen Sarg herumgetragen wird. Zwar wird Monas wichtigstes Accessoire gelegentlich aufgeräumt, doch wirkt der Sarg bisweilen mit den zahlreichen Objekten ein wenig überfüllt.
Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Mona nicht wie andere Adventure-Hauptprotagonisten alles mitschleppt, sondern bei bestimmten, vor allem schweren, Gegenständen lediglich der Gedanke an das jeweilige Objekt im Inventar abgelegt wird. Mona nennt das den geistigen Merkzettel. In der Praxis bedeutet dies, dass die untote Operdiva etwa ein Schwert sieht, sich dieses für einen späteren Gebrauch merken will und der Gegenstand grafisch hellblau eingefärbt ins Inventar wandert. Wird das Schwert schließlich benötigt, so holt die Operndiva es in einer kurzen, in Spielgrafik gehaltenen Zwischensequenz und setzt es schließlich wie vom Spieler gewünscht ein.
Die Tatsache, dass Mona ihre Vampirexistenz anfangs vehement abstreitet und immer um den heißen Brei herumredet (z.B. salziger Merlot statt Blut und flauschiges Bett statt mit Seide ausgestatteter Sarg), sorgt für witzige Rededuelle mit Fledermaus Froderick, der übrigens darauf besteht, dass er eine echte und keine Vampirfledermaus ist. Schließlich muss Mona jedoch ihr neues Vampirdasein als Realität hinnehmen. Das Fledermaus-Feature bleibt daher nicht die einzige vampirtypische Betätigungsmöglichkeit während des Spiels. Um den Spielspaß nicht zu mindern, soll auf diese Features hier jedoch nicht weiter eingegangen werden. Nur so viel sei gesagt: Sie werden zwar nur selten, dafür aber sinnvoll eingesetzt und passen sowohl zum Setting des Spiels als auch zum Gameplay.
 
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