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Test: Left 4 Dead
Hat Valve zu viel versprochen oder ist es der erhoffte Knaller?
Das Introvideo verrät eigentlich schon die ganze Story des Spiels. Vier Überlebende flüchten sich vor heranstürmenden Zombies auf ein Hausdach und die Spieler führen sie von dort in die Freiheit. Wo der Virus - oder was auch immer die Zombie-Infektion auslöste - herkam, erfährt man nicht, aber es ist ja schließlich ein Multiplayer Shooter, wen interessiert da schon die Story?Die KI führt RegieDie vier Hauptcharaktere sind der Kriegsveteran Bill, der tätowierte Biker Francis, der (jetzt ehemalige) Ladenbesitzer Louis und eine reiche Göre namens Zoey – mal abgesehen vom Aussehen haben diese jedoch alle dieselben Fähigkeiten. Im Laufe des „Kampagne“ getauften Modus darf je ein Spieler in die Rolle dieser Protagonisten schlüpfen und zusammen mit den anderen die aufkommenden Gefahren meistern. Kampagnen gibt es insgesamt vier Stück, die jeweils in fünf unterschiedliche Level aufgeteilt sind. So kämpft man sich in der ersten Kampagne von oben bereits erwähntem Hausdach durch die U-Bahn, einige Lagerhallen, die Kanalisation bis hin zum örtlichen Krankenhaus. Am Ende jedes Levels wartet schließlich ein Schutzraum, in dem man sich verarzten oder die Munition auffüllen kann. Nur beim allerletzten Level einer Kampagne entfällt der Schutzraum, stattdessen muss man sich dem großen Showdown stellen. Im beschriebenen Fall muss man sich etwa auf dem Dach des Krankenhauses gegen unzählige Zombiehorden verteidigen, bis endlich der rettende Hubschrauber auftaucht und das Team in die Freiheit geleitet. Da es nach der Rettung recht schwierig wäre, die vier noch einmal glaubhaft den Zombiehorden auszusetzen, verzichtet das Spiel vollkommen darauf, die Kampagnen miteinander zu verknüpfen - und nur die erste hängt wirklich mit dem Intro zusammen.Der Clou des Spiels: Wo, welche und vor allem wie viele Zombies einem über den Weg laufen, bestimmt der allmächtige KI-Regisseur, der zum Teil zufällig handelt, aber teils auch gezielt auf die Aktionen der Spieler reagiert. Das heißt, selbst wenn man ein und dasselbe Level zum 50. Mal spielt, kann man nie vorhersagen wo die nächste Zombiehorde lauert und muss daher stets mit allem rechnen. Auch die Verteilung der Waffen ändert sich mit jedem Levelneustart komplett. Zu Beginn darf sich jeder entweder eine Uzi oder Schrotflinte aussuchen, eine Pistole mit unendlich Munition gehört serienmäßig dazu. Später darf man seine Zweitwaffe gegen eine M16, eine automatische Schrotflinte oder ein Scharfschützengewehr eintauschen. Eine zweite Pistole, sowie Rohrbomben oder Molotowcocktails komplettieren das Arsenal. Auch Zombies haben VorgesetzteDie von vornherein in den Gebieten verteilten Zombies bewegen sich höchstens auf die Spieler zu, wenn man sie anschießt oder direkt daneben steht. Anders verhält es sich jedoch bei den Sprösslingen des Regisseurs, die nicht nur wieselflink auf einen zu rennen, sondern auch noch unglaubliche Höhen erklettern können.Als wäre das nicht schon genug, tummeln sich im Spiel auch noch fünf Bosszombies, von denen man sich tunlichst fernhalten sollte. Leider ist das leichter gesagt als getan, denn ein Hunter überwindet mit seiner Sprungattacke unglaubliche Weiten und hat er erst einmal einen Spieler angefallen, kann er sich ohne die Hilfe seiner Kameraden nicht mehr losreißen. Der Smoker hat es dagegen gar nicht nötig, sich in die Nähe der Überlebenden zu begeben, denn er kann diese mit seiner langen Zunge z.B. bequem von einem Hausdach packen und zu sich ziehen. Der dicke Boomer kotzt bevorzugt menschliche Lebwesen ab, was diese für einige Sekunden blendet und dazu noch einen Schwall normale Zombies herbeiruft, die sich ausschließlich auf das Opfer stürzen. Zu schnell sollte der Finger jedoch nicht zum Abzug gleiten, denn wenn der Boomer „stirbt“, explodiert er und verteilt seine Magenflüssigkeit auf alle Menschen in seiner Nähe. Diese drei Versionen trifft man im Laufe des Spiels andauernd, die letzten beiden tauchen jedoch meist nur einmal pro Level auf. Da wäre zum einen der mächtige Tank, der mit einem Schlag ganze Autos durch die Gegend schmeißt und Spielern in seiner Nähe so „leichte“ Kopfschmerzen bereitet. Um diesen Brocken zu Boden zu schicken muss schon das gesamte Team zusammenarbeiten, denn im Gegensatz zu den Standardbossen frisst dieser Herr ganze Magazine zum Frühstück. Die letzte im Bunde ist schließlich die gemeine Witch, welche regungslos in der Ecke kauert und so tut, als wäre sie ein kleines, weinendes Mädchen. Ignoriert man sie, passiert auch nichts weiter, jedoch reagiert sie äußerst allergisch auf Lärm, Berührungen und Taschenlampen. Schreckt man sie dadurch auf, stürmt sie wie eine wildgewordene Furie auf die Spieler zu und verteilt einige Ohrfeigen mit ihren riesigen Krallen. Oft reicht schon ein einziger Schlag, um ein Opfer außer Gefecht zu setzen, hier ist also Vorsicht geboten. Der Bot dein Freund und HelferWer in Left 4 Dead lebend ins Ziel kommen möchte, kommt also nicht umhin, mit den restlichen Teammitgliedern zusammen zu arbeiten. Spaltet man sich zu weit von der Gruppe ab, kann man sicher sein, dass der KI-Regisseur oder ein Bosszombie eine Überraschung parat halten. Vor allem auf höheren Schwierigkeitsgraden - es gibt insgesamt vier - wo die Infizierten mehr Schaden anrichten, ist es ein Muss, sich gegenseitig den Rücken zu decken. Zumal, da man das Friendly Fire nicht deaktivieren kann, steckt man also mitten in einer Horde Zombies, ist es kaum noch zu verhindern, dass man beim wilden Herumballern einen Kameraden erwischt. Sollte ein Teammitglied dennoch einmal unvorsichtig gewesen sein und außer Gefecht gesetzt werden, ist noch nicht alles verloren. Man darf bis zu zwei Mal wiederbelebt werden, danach ist man endgültig tot, zumindest bis die anderen Überlebenden an einen bestimmten Punkt der Karte kommen und einen wieder zurück holen. |
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