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Test: Officers World War II
Was lange währt, wird endlich gut?
Gut anderthalb Jahre ist es nun schon her, da schrieben wir von einem kleinen, erfrischenden Strategiespiel mit großer Handlungsfreiheit. Das Spiel würde bald herauskommen, schrieben wir da. Allerdings passierte lange Zeit nichts. Das Spiel erschien zwar in Russland - dort wurde es von GFI herausgebracht - aber nicht bei uns. Nun hat sich Peter Games endlich dazu entschieden, das Spiel nach Deutschland zu bringen.6. Juni 1944Mit Eröffnung der Westfront besiegelte die freie Welt unter der Führung der USA den Untergang des dritten Reichs. Die größte amphibische Invasion aller Zeiten nahm ihren Lauf. Hier setzt auch die Kampagne von Officers World War II ein. Als amerikanischer Kommandant muss man sich mit seinen Truppen am Strand festsetzen und die Wehrmacht ins Landesinnere zurückdrängen. Im weiteren Verlauf der Kampagne ist es die Aufgabe des Spielers, den Krieg für die Alliierten siegreich zu beenden. Von der Küste der Normandie geht es bis nach Deutschland hinein. Fünf Einsätze gibt es als amerikanischer Stratege zu bewältigen. Kampagnen für Deutschland oder Russland gibt es nicht. Bevor jetzt aber wegen der Anzahl der Einsätze schlechte Stimmung aufkommt, sollte man noch eins wissen. Die Spielzeit eines jeden Einsatzes liegt bei schätzungsweise fünf bis sechs Stunden.Zusätzlich darf man auch im Mehrspieler gegen bzw. miteinander kämpfen. Auf den Kampagnenkarten geht es dann mit bis zu sechs Spielern in die Schlacht. Für zusätzliche Langzeitmotivation wurde auch ein Mod-Editor integriert, mit dem eigene Karten und Szenarien erstellt werden können. Ordentlich Futter für Hardcore-Strategen. Es gibt viel zu tunOfficers ist vom Spielprinzip her ein besseres Sudden Strike 3, dass durch viele Kleinigkeiten eine bessere Kampfatmosphäre herstellt Als amerikanischer Kommandant bekommt man im ersten Einsatz zunächst ein paar Trupps einfacher Infanterie, mit denen man den ersten Abschnitt der Küste erobern soll. Das Ziel ist die Einnahme eines Lagerhauses, von dem aus die restliche Invasion weitergeht. Alle genaueren Anweisungen erhält man während des Kampfes, vorher bekommt der Spieler nur einen groben Überblick und die strategischen Ziele genannt.Bevor es losgeht, wird das Widerstandsnest mit einer Salve der Schiffsartillerie bearbeitet, danach stürmen wir mit unserer Infanterie das Gelände und räuchern das Nest gründlich aus. Das wäre geschafft. Ab sofort dürfen wir Verstärkungen auf das Feld rufen. Am zweiten Küstenabschnitt ist die KI immer noch mit der Landung beschäftigt, noch können wir aber nicht zu Hilfe eilen. Über Nachrichten, die ständig eingehen, werden wir über den Verlauf der Invasion auf dem Laufenden gehalten. Als nächstes sollen wir weitere Ortschaften und dann das nächste Lager im Süden erobern. Währenddessen laufen wir in einen Gegenangriff der Deutschen, Bomber lassen ihre Fracht über uns ab und danach versuchen Fallschirmjäger unsere Stellung einzunehmen, nur mit äußerster Mühe können wir den Angriff zurückschlagen. Derweil erobern die Briten am zweiten Abschnitt ein Lagerhaus und wir erhalten Verstärkungen. Zur Auswahl stehen ein paar Sherman-Panzer, M16 FlAk-Panzer und Greyhound-Aufklärungspanzer. Zusätzlich dürfen wir auch Infanterie anfordern. Das nächste Problem ist die Versorgung. Die Lebensmittelvorräte neigen sich dem Ende zu, ohne Nahrung kämpfen unsere Soldaten schlechter. Einziger Ausweg aus der prekären Situation sind Nachschublieferungen aus dem zweiten Küstenlager. Nachdem wir uns einen Weg zu unseren Verbündeten geschlagen haben, fordern wir die Lieferungen an. Sofort macht sich ein Konvoi auf den Weg. Jetzt kann es weitergehen, in schweren Kämpfen nähern wir uns unserem Missionsziel und müssen ab und zu auch mal einen Konvoi schützen, der von außerhalb des Einsatzgebietes kommt oder unsere Verbündeten bei einem Angriff schützen. An Abwechslung fehlt es in dieser Mission nicht. Auf weiter FlurDie Einsatzgebiete sind sehr groß. 25 km² sind nicht gerade wenig und wenn die Frontlinie geschlossen sein soll, hat man ganz schön zu tun. Oft kommt es aber vor, dass man gar nicht genug Einheiten hat, um einerseits zu verteidigen und andererseits effektiv gegen die Deutschen vorgehen zu können. Das erfordert extrem kluges Taktieren und schnelles Agieren. So können Ortschaften kurz nach der Eroberung bereits wieder in der Hand des Feindes sein.Interessanter wird das Ganze zu dem durch das Ressourcenmanagement. Nahrung, Munition oder Sprit müssen gesammelt werden, um weiter kämpfen zu können. Diese erhält man durch das Erobern feindlicher Ziele, wie Dörfer, Städte, Lager oder Fabriken. Wer jetzt allerdings denkt, man könne abwarten und seine Armee aufbauen, der irrt. Denn es gibt nur wenige Verstärkungen, außerdem verhindern die begrenzten und langsam sinkenden Ressourcenbestände das Einsetzen zu vieler Soldaten und Fahrzeuge. Wenn der Sprit alle ist, fahren Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nicht mehr und ohne Munition wird das Schießen schwierig! |
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