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Nach der erfolgreichen Sands of Time -Trilogie wagt Ubisoft einen Neuanfang mit dem persischen Prinzen. Zu Beginn des neuen Abenteuers befindet er sich auf der Suche nach seinem im Sandsturm entlaufenen Goldesel, der amüsanterweise auf den gleichen Namen hört wie seine alte Weggefährtin Farah. Doch statt mit dem Esel stößt der erneut namenlose Held mit der schönen Elika zusammen und gerät damit mitten in einen göttlichen Konflikt. Für lange Zeit war Ahriman, der Gott der Dunkelheit, von seinem Bruder Ormazd, dem Gott des Lichts, in den Baum des Lebens verbannt und so seiner enormen Kräfte beraubt worden. Doch als Elikas Vater den heiligen Baum in einem Anflug von Zorn zerstört (die Gründe dafür erfahren wir später), wird die enorme Macht des bösen Gottes entfesselt und das göttliche Kräftegleichgewicht gerät aus den Fugen. Nur Elikas magische Begabung kann dem bösen Gott Einhalt gebieten und die in Dunkelheit versinkende Welt wieder zurück ins Licht holen. Ein dahergelaufener Eseltreiber wie der Prinz kommt ihr bei der großen Rettungsaktion natürlich gerade recht. Der Prinz ist ein cooler Typ und deutlich lebendiger als seine Vorgänger, aber der Witzbold kann auch nervig sein mit seinem reichlich losen Mundwerk und manchmal etwas albernen Sprüchen, vor allem, wenn der Ernst der Lage eigentlich jeden Schabernack verbietet. Auch amüsante Streitgespräche stehen auf dem Programm, so hitzig wie einst bei Han Solos Diskussionen mit Prinzessin Leia geht es dabei aber nicht zur Sache. Ansonsten geht es um den üblichen Kampf von Gut gegen Böse, die Rettung der Welt und eine Liebesgeschichte ohne großartige Wendungen und Überraschungen. Viele der sauber vertonten Dialoge über die Identität des Prinzen, den königlichen Palast und das Unglück in Elikas Familie starten übrigens nur auf Knopfdruck, sind also kein Pflichtprogramm. Goldeseltreiber, Schatzsucher, Totenräuber: der PrinzErfreulich ist zunächst einmal, dass die rund 7 GB umfassende Installation der PC-Version weder Online-Aktivierung noch Mitgliedschaft in irgendeinem Club erfordert, also sehr nervenschonend verläuft.Wer die Steuerung der Vorgänger noch intus hat, wird sich zunächst womöglich etwas umgewöhnen müssen. Denn selbst komplexe Aktionen erfordern nun deutlich weniger Tastenaufwand als bisher. Springt der Prinz zum Beispiel seitlich auf eine Felswand zu, startet er dort automatisch einen Wandlauf und im Anschluss daran einen Krallen-Slide. Mit seinem neuen Zauberhandschuh kann der junge Mann nämlich elegant die Wände hinab gleiten, inklusive Funkenflug und Kreide-Tafel-Quietschen – brr! Beim bekannten Wand-zu-Wand-Sprung kommt zwischendurch ebenfalls die Kralle zum Einsatz. Springt man hingegen nicht seitlich, sondern senkrecht auf eine Wand zu, macht der Prinz anschließend einen zweiten Satz nach oben und hält sich dort gegebenenfalls noch an einer Felskante fest. Beim Herumturnen geht es diesmal nicht nur an Vorsprüngen, Säulen und Reckstangen entlang, sondern neuerdings auch an ringförmigen Wandhalterungen und Rutschbahnen. Zwar hätten die Bewegungsabläufe allgemein noch etwas flotter über die Bühne gehen dürfen, so fehlen teils etwas die Dynamik und der Nervenkitzel, ansonsten sind die agilen Aktionen der Protagonisten aber sehr schön anzuschauen und animationstechnisch erste Sahne. Die Steuerung mit Maus und Tastatur ist zwar prinzipiell auch möglich und frei konfigurierbar, die teils komplexen Angriffs-Kombos gehen jedoch mit einem Controller deutlich leichter von der Hand. Schutzengel zu Diensten: ElikaDie magiebegabte Elika ist dem Prinzen kein Klotz am Bein, sondern folgt von Beginn an eigenständig auf Schritt und Tritt: Beim Doppelsprung warpt sie sich herbei und schleudert ihn über den Abgrund, als Gesprächspartnerin und als Wegweiserin sagt sie ihm, wo es lang geht, wenn auch anscheinend nicht immer mit einwandfreien Ortskenntnissen, und auch beim Kämpfen mischt die zauberhafte Lady ordentlich mit.Ihre bedeutendste Funktion erfüllt sie jedoch als Lebensretterin und damit als Ersatz für den Sand der Zeit aus den letzten Prinzenabenteuern. Denn sollte der junge Mann mal in die Tiefe stürzen, zaubert sie sich herbei und holt ihn mit starker Hand auf festen Boden zurück. So hart wie in Jordan Mechners Original von 1989 geht es im neuen PoP also schon längst nicht mehr zur Sache, im Gegenteil dürften sich manche Gamepadakrobaten womöglich sogar unterfordert fühlen. Einige lästige Stellen gibt es aber doch, denn zusammenhängende Akrobatikpassagen müssen nach wie vor “in einem Guss” gespielt werden. Knifflig wird es vor allem bei einigen Deckenlauf- und Flugsequenzen, bei denen man wie von Geisterhand einer vorgegebenen Lauf- bzw. Flugbahn folgt. Denn nur mit einer gewissen Reaktionsschnelligkeit weicht man rechtzeitig Fallen und anderen Hindernissen aus und passt alle Zwischenstopps ab, ohne abzustürzen. | ||||||||||||||||||||||
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