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Test: Mirror's Edge
Innovativ, aber kurz - Dennoch empfehlenswert?
| In einer Stadt der nahen Zukunft wird der Informationsfluss von der Regierung überwacht und kontrolliert. In dieser scheinbar perfekten Welt schleusen sogenannte Runner brisante Informationen unbemerkt an den staatlichen Kontrollmechanismen vorbei. Einer dieser Datenkuriere ist Faith, die Heldin von Mirror´s Edge. Als ihrer Schwester Kate fälschlicherweise der Mord an einem hochrangigen Politiker in die Schuhe geschoben wird, will Faith die Wahrheit ans Licht bringen. Kein leichtes Unterfangen, denn aus ungeklärter Ursache sind den Runnern seit kurzem die Cops auf den Fersen. Um die PC-Version startklar zu kriegen, ist nach der 8 GB umfassenden Installation eine einmalige Online-Aktivierung erforderlich. Still und heimlich erfolgt dabei die Securom-Freischaltung. Immerhin muss beim anschließenden Spielen aber keine DVD im Laufwerk vorhanden sein. Zudem soll das Spiel auf bis zu fünf Rechnern installiert werden können. Parkour aus der Ego-PerspektiveZwar enthalten auch Titel wie Assassin´s Creed , Prince of Persia und Tomb Raider gewisse Parkour-Elemente, so intensiv wie in Mirror´s Edge wurde die Extremsportart bisher aber lediglich in dem mittelmäßigen PS2-Titel Free Running behandelt. Wie die genannten Games ist auch Mirror´s Edge im Prinzip ein Lauf- und Kletterspiel, allerdings mit der Besonderheit, dass das Geschehen nicht aus der Third-Person-, sondern aus der Ego-Perspektive gezeigt wird. Auffallend ist, dass bei vielen Aktionen der Protagonistin auch deren Arme und Beine zum Vorschein kommen, so dass für ein sehr intensives, authentisches Spielgefühl gesorgt ist. Zum Beispiel rutschen beim Sliden ein paar angewinkelte Beine ins Bild, beim Reckschwung greifen plötzlich die Hände nach der Stange, und wenn man per Bodenrolle einen hohen Sprung abfedert, dreht sich die Kamera gleich dynamisch mit, so dass einem fast schon schwindelig wird. Klar ist so eine Perspektive hin und wieder auch mal etwas unübersichtlich, aber sie wirkt ungewöhnlich und funktioniert nach einer kurzen Eingewöhnungszeit überraschend gut.Schuhsohle zum FrühstückDamit die Akrobatik nicht als Sturz in die tödliche Häuserschlucht endet, sollte man sich möglichst schon vor einem Sprung Gedanken darüber machen, wo man hin will und wie entsprechend Anlaufwinkel, Zeitpunkt des Absprungs und die nötigen Bewegungsmuster in der Luft aussehen müssen. Denn wenn man nach einem Wallrun erst noch überlegen muss, welche Taste denn eigentlich die 180°-Drehung für den anschließenden Wandsprung einleitet, ist der Sturz in die Tiefe fast schon vorprogrammiert. Tatsächlich sind Abgründe eine der häufigsten Todesursachen in Mirror´s Edge, doch keine Sorge: Dank häufiger Check- und Auto-Save-Points ist dem Frust fast immer ein fairer Riegel vorgeschoben. Dennoch braucht man für manche Szenen schon mal 10 oder 20 Versuche. Hat man jedoch einmal den Dreh raus, geht das alles richtig flott und intuitiv von der Hand. Zum Beispiel wird die Sprungtaste nicht nur zum Springen, sondern auch für diverse andere „Bewegungen nach oben“ genutzt. Das Ergreifen von Vorsprüngen und Rohrleitungen erfolgt indes ganz automatisch. Prinzipiell ist die PC-Version zwar auch mit Maus und Tastatur steuerbar, die teils komplexen Sprungpassagen gehen jedoch mit einem Controller wie dem Xbox 360-Modell deutlich leichter von der Hand. Das Spieltempo ist übrigens ordentlich. Wie ein geölter Blitz tritt Faith Türen ein, seilt sich an einem Drahtseil ab und serviert Gegnern Schuhsohle zum Frühstück, dass man seine helle Freude dran hat. Schade nur, dass man schon nach der Trainingseinheit alle wesentlichen Moves der Heldin einmal gesehen hat. So lernt man später kaum Neues hinzu und macht auch keinerlei Charakterentwicklung durch. |
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