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Test: Der Herr der Ringe: Die Eroberung

Müdes Gekloppe auf dem PC
 Der Herr der Ringe: Die Eroberung
Manchmal sind es die kleinen Enttäuschungen, die das Leben mehr als anstrengend machen. Jeder Spieler kennt das: Ein Titel wird angekündigt, der genau den Vorlieben entspricht und darauf wird sich gefreut, dass sich die Pixel biegen. Es ist dann nur ärgerlich, wenn eben jener Titel so gar nicht den eigenen Erwartungen und vor allem den Versprechungen des Publishers entspricht. Mein aktuelles Beispiel ist die jüngste Veröffentlichung von Electronic Arts: Der Herr der Ringe: Die Eroberung (HDRDE). Bei mir als Fan der Filme und der ganzen Geschichte, stand das Spiel ganz oben auf der Liste der zu testenden Titel. Aber wer weit oben ist, kann auch tief fallen.

Entweder viele oder nur ein paar

Tja, wer sich an ein Meisterwerk heran wagt, der muss auch Meisterliches vollbringen. Wer sich mit der Tolkien-Saga auskennt, der weiß, dass es Stoff für wahrhaft epische Schlachten gibt. Viele Orks gegen viele Menschen, viele Elben gegen die Krieger Saurons, die komplette Bandbreite einer epischen Schlacht. Na ja, fast. Zumindest im Solo-Modus, wenn eine von zwei Kampagnen gespielt werden darf, kommt da so etwas wie epische Atmosphäre auf. Wer auf den Multiplayer-Modus hofft, der kann sich auf ein Acht-gegen-Acht freuen. Und das war es auch schon. Von der Epik des Herrn Tolkien ist also nicht mehr viel übrig geblieben, meisterlich ist demnach dann auch nicht viel. Zumal die Solo-Kampagnen – entweder „Der Ringkrieg“ oder „Saurons Aufstieg“ – erschreckend kurz sind: Gerade mal acht Stunden und dann hat es sich mit der epischen Breite der Erzählung. Vielleicht wollten die Macher auch verhindern, dass wir uns zu lange mit diesem Titel beschäftigen, weil es insgesamt zu viele Schnitzer gibt, über die wir uns ärgern können oder sogar müssen.

Eine tausend Jahre alte KI

Wie lange der Krieg zwischen den Mächten der Finsternis, zwischen Sauron und dem Rest von Mittelerde auch schon tobt, so hat sich die Intelligenz doch nicht viel weiter entwickelt. Ich kannte mal eine Küchenschabe, die genau wusste, wann ich den Schuh hob, um sie zu zerschmettern. Im Urlaub habe ich fast vier Tage gebraucht, um sie aufzustöbern und endlich zu beseitigen. Nun, bei HDRDE braucht ihr keinesfalls so lange, bis ihr den Gegner in die Knie gezwungen habt, denn sowohl die Feinde als auch die künstlichen Mitstreiter sind dumm wie Brot. Nein, sie sind so dumm wie ein ganzer Bäckerladen. Spätestens da wünscht sich jeder Recke einen Multiplayer-Modus, sie alle zu knechten. Mit 15 Mitstreitern die Gegner reihenweise in die Knie zwingen und das Schicksal selbst in die Hand nehmen. Nein, das ist nur Wunschdenken, es ist graue Theorie, es bleibt beim menschlichen Acht-gegen-Acht oder einer gegen ganz viele Dumme - mit vielen anderen Dummen zusammen.

Drei Maustasten für die Elben...

Gut, die KI mag schon etwas dämlich sein, aber es gibt noch etwas, das dieses Spiel auf dem PC zu Qual: Die seltsame Steuerung mitsamt seiner fragwürdigen Kameraführung. Vier Klassen gibt es: Den Krieger, den Schützen, den Späher und den Magier. Die Steuerung läuft über WASD und die Kamera folgt der Maus, während das Geschehen aus der 3rd-Person-Perspektive gezeigt wird. So richtig warm geworden bin ich damit nicht, was zum einen an der schlechten Übersicht liegt, zum anderen an der schwammigen Umsetzung. Auch das Kampfsystem, bei dem die drei Maustasten für die verschiedenen Angriffe zuständig sind, hat ein gehobenes Anspruchsrecht auf Tücken. Weil dann aber auch noch die Shift-Taste, Strg-Taste, die F- und die E-Taste benutzt werden müssen, um im Kampfgeschehen alle Finessen auszuschöpfen, kann man schon mal die Übersicht verlieren.
Ganz nett ist es, dass wir zwischendurch auch mal als namhafter Held losziehen dürfen, allerdings spielt sich das Ganze dann auch nicht anders. Der Krieger sieht dann eben aus wie Aragorn oder der Magier wie Gandalf.

Grausame Grafik, aber viel für die Ohren

Irgendetwas müssen die Grafiker falsch verstanden haben: Dass Mittelerde schon tausende von Jahren existiert, bedeutet nicht, dass es eine Grafik geben muss, die ebenso alt ist. Kantig, klobig, klumpige Texturen, hölzerne Animationen – selbst bei der höchsten Auflösung von 1280*1024 ist das alles wenig berauschend, zumal es ein allgegenwärtiges Ruckeln gibt. Ganz gleich, ob ich in der höchsten oder niedrigsten Auflösung spiele: Es gibt Aussetzer in der Framerate, als ob ein Ork auf dem Grafikchip stehen würde. Das einzige, das ansehnlich ist, sind die Zwischensequenzen. Kunststück, denn das sind Einspielungen aus der Filmvorlage.
Immerhin gibt es frohe Kunde für das Ohr: Die Musik und auch einige Synchronsprecher sind identisch mit der Filmvorlage. Spätestens hier kommt dann so etwas wie Atmosphäre auf, auch wenn sich eine epische Breite dadurch immer noch nicht einstellen will.

Screen 1
Alles maximal - aber gut sieht das noch nicht aus...
Screen 2
Die Zwischensequenzen sind aus dem Film eingespielt...
Screen 3
Schon bei der Klassenwahl ist die grafische Armut zu erkennen...
Screen 4
...was sich im Spiel selbst aus Sicht des Kriegers...
Screen 5
...oder aus Sicht des Magiers fortsetzt.
Screen 6
An Übersicht mangelt es in jedem Fall immer wieder.

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USK-Freigabe nicht unter 18 Jahren
PCJanuar 2009
PS3Januar 2009
360Januar 2009
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