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Test: Ceville
Klein, gemein und fein. Der Tyrann im Test.
Kalypso Media ist im Adventure-Metier kein großer Name. Ab und zu ziehen die Jungs aber auch mal einen Geheimtipp an Land, wie z.B. mit der Weltraumstrategie Sins of a Solar Empire . Ob die Knobelei Ceville ebenfalls dazugehören wird, zeigt sich im folgenden Test.Neuwahlen gefordertDer titelgebende Held Ceville ist klein, gemein, gut gepolstert und Herrscher über das Fantasyreich Faeryanis. Gerade als er seiner königlichen Arbeit nachgeht und die drei kleinen Schweinchen und deren Erzfeind, den bösen Wolf zur Zwangsarbeit in den Minen verdonnert, bricht eine Revolution aus. Die Palastwache versperrt bereits den Fluchtweg, doch Ceville hat noch ein Ass im Ärmel. Mit einem magischen Portal will er fliehen, aber dort wartet schon der böse Zauberer Basilius auf ihn, der verantwortlich für das ganze Schlamassel ist und das Reich mit düsteren Dämonen überschwemmen will.Festgenommen wird der dickliche König jedoch von Ambrosius, ein starker, gutaussehender, aber verdammt eingebildeter Ritter, der übrigens ebenfalls spielbar ist. Im Gefängnis trifft Ceville auf die dritte Protagonistin. Das sanftmütige Mädchen Lilly glaubt die Geschichte rund um den bösen Zauberer und unterstützt Ceville bei seinen Ausbruchsplänen. Gemeinsam gilt es also den, schändlichen Plan zu vereiteln und den rechtmäßigen, missgelaunten König wieder auf den Thron zu bugsieren. LeChuck ist zurückDie Story kommt ohne große Überraschungen daher, ist aber mit rund 15 Stunden Spielzeit gut bestückt. Was Ceville ausmacht ist eh nicht die eigentliche Geschichte, sondern die Art wie sie erzählt wird und die ist ziemlich witzig.Der namensgebende Titelheld ist ein Tyrann und das durch und durch. Er schikaniert, beleidigt und betrügt wo er nur kann. Ganz im Gegensatz zu Lilly, die überall nur das Gute sieht, auch in Ceville. Sie ist quasi das Gewissen des ehemaligen Herrschers. Wenn die beiden zusammen unterwegs sind, ergeben sich immer wieder unterhaltsame Wortgefechte, da die Meinungen gegensätzlicher nicht sein könnten. Während des Abenteuers trifft man auf allerlei weitere skurrile Charaktere, wie eine Selbsthilfegruppe ehemaliger Bösewichte, darunter ein Geisterpirat (LeChuck), Horny (Dungeon Keeper) und ein Schwarzer Ritter, dessen Röcheln sehr stark an Darth Vader erinnert. Farben machen das Spielen leichterGespielt wird Ceville auf den ersten Blick ganz klassisch. Mit der linken Maustaste scheucht man den vollschlanken Protagonisten durch die diversen Locations und sackt alles ein, was nicht festgenagelt ist. Entwendete Gegenstände landen am unteren Bildschirmrand im Inventar. Die obligatorische Hot-Spot-Anzeige hat man integriert, allerdings in einer besonderen Form. Drückt man auf die Leertaste, wird alles Verwendbare angezeigt. Unwichtige Objekte sind grau hinterlegt, Dinge die man nutzen kann, sind rot eingefärbt. Nimmt man nun einen Gegenstand aus dem Inventar und drückt die Leertaste, werden zusammen verwendbare Objekte orange hinterlegt. Diese Funktion ist überaus praktisch und erspart quasi jegliches Rumprobieren. Knobelfreunde können dieses Feature abschalten. |
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