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Test: Silent Hill: Homecoming
Kann der 5. Teil der Nebelmaschine auf dem PC wieder an die hochgelobten ersten drei Teile anschließen?
Nach dem eher weniger gelungenen Silent Hill: The Room war es eine ganze Weile lang ruhig um eine der besten Survival Horror-Serien. Es gab zwar zwischenzeitlich das recht gute Silent Hill: Origins , welches allerdings Besitzern der PSP und PS2 vorbehalten blieb. Jetzt dürfen sich aber auch wieder PC-Besitzer auf schleimige Monster und surreal atmosphärische Schauplätze freuen, die nur vom fahlen Schein der Taschenlampe erhellt werden. Und spätestens wenn das Radio wieder mal unheilvoll knistert, wissen Fans der Serie: Silent Hill: Homecoming ist da. Amerikaner und Japaner dürfen sich bereits seit September durch den neuesten Teil gruseln. Aufgrund der herben Gewaltdarstellung mussten wir hierzulande bis Februar auf eine lokalisierte Fassung warten, die uns jetzt zum Test erreicht hat.Zurück nach HauseDie Story dreht sich um den mit 22 Jahren noch recht jungen Kriegsveteran Alex Shepherd, der nach einem nicht näher benannten Kriegseinsatz im Krankenhaus liegt. Dabei plagen ihn allerdings immer wieder verstörende Alpträume, in denen sein kleiner Bruder Josh in Gefahr schwebt. Weil ihm das keine Ruhe lässt, macht er sich auf, um zu Hause im Örtchen Shepherds Glen nach dem Rechten zu sehen. Dort angekommen findet er das Städtchen jedoch in dichtem Nebel und nahezu menschenleer vor. Alle Straßen enden nach wenigen Metern an merkwürdigen, bodenlosen Abgründen und seltsame Geräusche dringen durch den Nebel. Hier stimmt etwas ganz und gar nicht!In seinem Elternhaus stößt er auf seine Mutter, die jedoch total apathisch wirkt und keine große Hilfe ist. Das einzige was er aus ihr heraus bekommt ist, dass Josh verschwunden ist. Sein Vater, der sich auf die Suche nach dem Hosenmatz machte, hat auch schon eine Weile nichts mehr von sich hören lassen. Bevor Alex weiter Fragen stellen kann, ertönt aus dem Keller des Hauses plötzlich ein unheimliches Geräusch. Kenner der Serie ahnen bereits was ihn dort erwartet. Zurück zu den WurzelnSchon bald stößt Alex auf Monster, die er zunächst mit einem Messer, später mit größerem Kaliber wie Eisenstange, Feueraxt, Pistole und Schrotflinte bekämpft. Anfangs noch in Shepherds Glen unterwegs, verschlägt es den Protagonisten natürlich auch nach Silent Hill. Und spätestens wenn sich in einem gelungenen, vom Kinofilm inspirierten Effekt die Realität verabschiedet und das „dunkle“ Silent Hill zum Vorschein kommt, fühlen sich Fans wieder wie zu Hause – zumal auch beliebte Accessoires wie Taschenlampe und Radio wieder mit von der Partie sind.Also alles beim Alten? Nicht ganz. Die Kamera zeigt z.B. das Geschehen stets aus einer dezent verwackelten 3rd-Person-Ansicht. Feste Kameraperspektiven oder experimentelle Kamerafahrten wie aus den ersten beiden Teilen sind passé. Die größten Änderungen gibt es jedoch beim Kampfsystem: wie gehabt schwingt man per Tastendruck seine Waffe gegen den Gegner. Zusätzlich kann man nun aber auch seinen Schlag aufladen und in Verbindung mit gutem Timing sogar mehrere Schläge zu einer Kombo aneinander reihen. Wer gar eine Schusswaffe benutzt, fühlt sich glatt in einen 3rd-Person-Shooter versetzt, weil dann eine über-die-Schulter-Perspektive nebst Fadenkreuz eingesetzt wird. Ein Novum in der Serie, mit dem wohl dem Umstand Rechnung getragen wird, das Alex ein ausgebildeter Soldat ist. Aus besonders brenzligen Situationen kann er sich zudem mit einem beherzten Hechtsprung retten. Verkommt Silent Hill etwa jetzt zum Actionspiel? Ein nebulöse AngelegenheitAuch wenn die Kampfsteuerung nun etwas komfortabler ist als in den Vorgängertiteln, ist Homecoming doch beileibe kein Actiontitel, sondern orientiert sich eher wieder an den sehr beliebten ersten beiden Teilen. Einsamkeit, Verfall, Melancholie und ein ständiges Gefühl der Bedrohung sind die Stichworte, die das Spiel ganz gut beschreiben. Das Gameplay gliedert sich grob in drei Bereiche: Abschnitte in denen man von Monstern attackiert wird (wobei diese wieder aus den fiesesten Entwickleralpträumen stammen), ruhige Abschnitte in denen Stimmung aufgebaut wird und Rätselsequenzen, die aber eher von der harmlosen Sorte sind. Diese reichen von den typischen finde Objekt A und bringe es nach B bis hin zu mehr oder weniger komplizierten Verschiebepuzzles. |
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