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Test: CSI: NY
Alle Jahre wieder: wie schlägt sich das sechste CSI-Adventure?Bereits seit dem Jahr 2000 flimmert die US-amerikanische Krimiserie CSI: Crime Scene Investigation derart erfolgreich über die Fernsehschirme, dass zwei Ableger sowie fünf PC-Adventures folgten. Zum Spin-Off CSI: New York erscheint nun erstmals ein dazugehöriges PC-Spiel. Ob es sich lohnt, den New Yorker Kriminalisten unter die Arme zu greifen, erfahrt ihr im folgenden Test... EpisodenformatBei der New Yorker CSI handelt es sich um eine fiktive Abteilung innerhalb der New Yorker Polizei. Die Aufgabe des Teams rund um Chefermittler Mac Taylor besteht darin, an Tatorten Beweise und Spuren zu sichern, diese zu analysieren und schließlich die richtigen Schlüsse aus den Ergebnissen zu ziehen, um Verbrechen aufzuklären.In CSI: New York – The Game ermitteln PC-Kriminologen in vier Episoden - eine fünfte soll später als Donwload-Content folgen - entweder in der Rolle von Mac Taylor oder Det. Stella Bonasera. Nach dem Anwählen der ersten Episode und dem zweifelhaften Genuss einer schwach animierten Zwischensequenz und einer kurzen Einweisung durch den Kollegen Det. Don Flack geht’s auch gleich an die Ermittlertätigkeit. In einem Standbild sehen wir den ersten Tatort. Offensichtlich war der Sturz aus einer der oberen Etagen des Empire State Bulding für die Gesundheit eines Mannes derart abträglich, dass er nun als menschliches Puzzle auf der Strasse liegt. Da einige Indizien dafür sprechen, dass es sich nicht um einen Selbstmord handelt, machen wir uns sogleich in der Person von Mac Taylor an die Arbeit. Wir sammeln alles einGenretypisch müssen an jeder Location Objekte eingesammelt werden. Gänzlich untypisch ist hingegen, dass man auch etliche für die Lösung des Falls irrelevante Gegenstände aufnehmen muss! Kriminalistische Arbeit sieht anders aus. Als wäre das nicht schon absurd genug, werden alle Objekte nach kurzer Zeit bereits im Inventar angezeigt, so dass es nur noch notwendig ist, die entsprechenden Items im Bild zu entdecken und ins Inventar zu ziehen. Nachdem eine Szene derart untersucht wurde, unterhalten wir uns mit Kollegen, Zeugen sowie Verdächtigen über eingesammelte Hinweise und Spuren. Ein Fortschrittsbalken zeigt, wie viele der für den Spielfortgang relevanten Informationen wir bereits aus dem Gesprächspartner herausgekitzelt haben. Ist die Szene abgeschlossen, reisen wir zum nächsten Standbild.Minispiele, Minispiele und noch mehr MinispieleMeist geht es danach ins CSI-Labor, wo wir mit Kollegen reden und weitere Untersuchungen in Form von Minispielen durchführen. Diese bestehen aus so geistreichen Aufgaben wie per Maus DNA-Helices in die dazugehörigen Behälter zu ziehen, mit einem virtuellen Wattestäbchen Linien um eine Blutprobe zu zeichnen oder aber zehn Unterschiede zwischen zwei scheinbar identischen Bildern zu finden. Da man darüber hinaus vom Spiel geradezu mit Hinweisen und Tipps zugetextet wird und sich der Schwierigkeitsgrad auf dem Niveau eines Kinder-Rätselheftes bewegt, klickt man sich nur durch das Spiel und verliert schon bald die Lust daran, wenigstens den durchschnittlichen Storys zu folgen.Es ist tot, Jim!Im Gegensatz zu den Vorgängern setzt CSI: New York – The Game auf einen Comicgrafik-Look. Die wenigen Standbilder sind hässlich und verfügen über keinerlei virtuelles Leben in Form von Animationen. Da die Entwickler anscheinend bei der Anzahl der Locations sparen wollten, bekommt der Spieler Wimmelbilder präsentiert. Während diese in Kinderbüchern jedoch eine lebendige, glaubwürdige Welt zum Entdecken darstellen, sind die Szenen in CSI: New York – The Game mit Gegenständen vollgestopft, die dort eigentlich nichts zu suchen hätten. So befindet sich beispielsweise auf der Etage eines Bürokomplexes ohne jeglichen Erklärungsversuch eine Brechstange.In punkto Präsentation sind allein die Charaktere einigermaßen gelungen, denen eine gewisse Ähnlichkeit mit den Serien-Vorbildern nicht abzusprechen ist und die während der Dialoge auftauchen. Die Gespräche laufen komplett auf Englisch mit deutschen Untertiteln ab. Lippenbewegungen oder irgendwelche Gestiken und Mimiken sucht man vergeblich. Insgesamt wirkt die Spielwelt genauso wie die Mordopfer, die darin vorkommen: leblos! |
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