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Test: Wallace & Gromit's Big Adventures
Können die beiden bekannten Trickfilmfiguren an den Erfolg von Sam & Max anknüpfen?
Nachdem Telltale Games u.a. mit Sam & Max sowie Strong Bad's Cool Game for Attractive People schon einige Adventure-Serien im Episodenformat entwickelt hat, wagen sie sich nun an die Versoftung der beiden Animationsfiguren Wallace & Gromit. Ob den Entwicklern die Umsetzung gelungen ist, erfahrt ihr im folgenden Test.Honig, wo bist du?Der meist mit Krawatte, Hemd und Pullunder bekleidete Wallace ist ein freundlicher, wenn auch etwas exzentrischer Daniel Düsentrieb, der mit seinem Hund Gromit in einer typischen englischen Kleinstadt lebt. Seinen Lebensunterhalt verdient sich das Möchtegern-Genie mit der Erfindung von Rube-Goldberg-Maschinen. Da sich seine technischen Schöpfungen jedoch nicht selten als Reinfall herausstellen, stecken er und sein vierbeiniger Mitbewohner oftmals in Schwierigkeiten.In solche geraten die beiden auch in der ersten (von vier) Episode Fright of the Bumblebees. Nachdem wiede einmal eine von Wallace’s Erfindungen versagt hat und Mahnungen für nichtbezahlte Rechnungen mit der morgendlichen Post ins Haus flattern, kommt ein Auftrag gerade recht. Wallace soll 50 Gallonen Honig innerhalb eines Tages produzieren. Natürlich geht das Ganze nicht reibungslos vonstatten, so dass Wallace & Gromit einige Hindernisse und Abenteuer zu überstehen haben. Wallace, wo bist du?Je nach Situation werden Wallace oder Gromit abwechselnd durch die 3D-Spielwelt gesteuert. Dies geschieht nicht wie genreüblich per Maus, sondern mit WASD auf der Tastatur. Die Steuerung hat jedoch ihre Tücken, da wir – nicht zuletzt auch aufgrund plötzlicher Perspektivwechsel – häufig an virtuellen Ecken und Kanten hängenbleiben. Teilweise kommt es sogar vor, dass unser Alter Ego überhaupt nicht mehr zu sehen ist, weil er von einem großen Gegenstand verdeckt wird.Spielrelevante Objekte werden hingegen mit der linken Maustaste eingesackt. Diese sind leicht auszumachen, so dass ein langwieriges Absuchen nicht notwendig ist. Sollte man doch einmal einen Gegenstand übersehen, hilft immer noch die Hotspot-Anzeige, die per TAB aktiviert wird. Einen Tastendruck später ist die gesamte Szene dunkel eingefärbt. Nur die Hotspots werden - so als ob es sich hierbei um eine himmlische Erscheinung handeln würde - hell ausgeleuchtet. Um das Inventar aufzurufen, benötigen wir ebenfalls die Tastatur. Per SHIFT-Taste öffnet es sich am rechten Bildschirmrand. Die Rätsel sind zwar meist logisch, aber auch recht einfach geraten. Daher ist es eigentlich nicht notwendig, die von Wallace angebotene Hilfe anzunehmen. Im Hauptmenü lässt sich nämlich in vier verschiedenen Stufen einstellen, ob wir Hinweise bekommen möchten. Die Inanspruchnahme dieser Hilfefunktion hat zur Folge, dass der Erfinder einen Fingerzeig auf das nächste zu lösende Problem gibt. Aufgrund des schon erwähnten leichten Schwierigkeitsgrades sowie der strikten Linearität des Spiels ist dieses Feature allerdings fast überflüssig. Im Gegenteil führt die eingeschränkte Bewegungsfreiheit - eine Erkundung der Spielwelt wird häufig unterbunden - den Spieler rasch zum nächsten virtuellen Hindernis, das aus dem Weg geschafft werden soll. Schön für Einsteiger, langweilig für Fortgeschrittene! Witz, wo bist du?Üblicherweise punkten Fun-Adventures weniger durch ein fesselnde Hintergrundgeschichte, sondern eher mit Wortwitz und Komik. Bei Fright of the Bumblebees verhält es sich fast genauso. Ja, die Story ist nicht besonders spannend. Aber nein, Wortwitz und Komik sind ebenfalls kaum vorhanden. Ein paar Schmunzler hier und da sind alles, was Wallace und Gromit zu bieten haben. Das ist insofern schade, als die 3D-Figuren insgesamt recht gut gelungen sind und durch originalgetreue Mimik und Gestik glänzen. Insbesondere Gromit hat die Sympathien und Schmunzler auf seiner Seite, wenn er aufgrund des ganz normalen täglichen Wallace’schen Wahnsinns die Augen verdreht.Auch die restliche 3D-Spielwelt hat durchaus Ähnlichkeiten mit dem Original, wenngleich es sich im Stil natürlich von den Stop-Motion-Trickfilmen unterscheidet. Insgesamt hätten den Szenen jedoch noch ein bisschen mehr Animationen und Details gut getan, damit die englische Kleinstadt nicht ganz so trist wirkt. Zudem gab es in unserer Testversion hin und wieder kleinere Grafikfehler sowie kleinere Bugs.. Die Figuren wurden mit passenden Sprechern besetzt und wirken glaubwürdig. Auch die Hintergrundmusik weiß zu überzeugen, ist oftmals stimmungsvoll, driftet aber teilweise auch ins Nervtötende ab. Umso schwerer wiegt es da, dass sich die Lautstärke nicht individuell regulieren lässt – zumal die Musik gegenüber dem Gesprochenen insgesamt zu laut ist. Wallace und Gromit kommunizieren nur in ihrer Heimatsprache: Englisch. Allerdings lassen sich Untertitel dazuschalten. In unserer Testversion gab es lediglich englische. In der fertigen Version wird es hingen auch deutsche Untertitel und Objektbeschreibungen geben. |
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