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Test: Runes of Magic
Ernsthafte Konkurrenz für die Abo-MMOs?Das Genre der MMORPGs ist ein wahres Phänomen. Vor gut 5 Jahren noch eine kleine Nische, entwickelte es sich dank World of Warcraft zu einem wahren Massenphänomen. Heute hat wohl so ziemlich jeder PC-Spieler schon einmal einen solchen Titel selbst gespielt oder zumindest von jemandem gehört, der jemanden kennt, der glaubt schon einmal eines gespielt zu haben.Seit jeher gibt es in diesem Genre jedoch zwei Fronten, die strikt voneinander getrennt waren. Auf der einen Seite die kostenpflichtigen Titel, die monatliche Gebühren erheben und auf der anderen Seite die kostenlosen, welche versuchen sich u.a. durch Micro Transactions zu finanzieren. Wer ein ernsthaftes Spiel mit vielen Features und Langzeitmotivation suchte, konnte die Free to Play (F2P) Vertreter bisher getrost ignorieren, doch mit Runes of Magic startet Frogster nun einen Angriff auf die „große“ Konkurrenz. Simple EntscheidungenBevor man sich in die große, weite Welt namens Taborea stürzen kann, steht natürlich zuerst die Serverwahl und Charaktererstellung an. Kriegerische Naturen stürzen sich dabei bevorzugt auf einen PvP Server, wo sich die Spieler überall gegenseitig beharken können und alle anderen nehmen mit der PvE Variante vorlieb, wo dies lediglich an bestimmten Orten wie etwa der Arena der Fall ist.Da es lediglich die menschliche Rasse in männlicher und weiblicher Form gibt, ist diese Wahl nicht allzu schwierig, noch ein paar Schieberegler an die gewünschte Position manövriert und schon ist der eigene Avatar erstellt – allzu viele Möglichkeiten gibt es hier nicht. Fehlt nur noch die Entscheidung, welche Klasse der zukünftige Held einnehmen soll, was aber ebenfalls kein großes Kopfzerbrechen verursacht, denn Magier, Priester, Krieger usw. (es gibt insgesamt sechs Klassen) sind aus anderen Rollenspielen ja bereits hinlänglich bekannt. Anschließend landet man in der Tutorial Zone, in der man die wichtigsten Spielmechaniken wortwörtlich spielend leicht erlernt. Besonders auffällig hierbei ist, dass man an jeder Ecke Questgeber findet, was ein echtes Novum an der F2P Front darstellt. Gespaltene PersönlichkeitDurch das Töten von Monstern und Erfüllen von Aufträgen erhält man, wie üblich, Erfahrungspunkte, die den Charakter in neue Levelsphären hieven. Zusätzlich hagelt es dabei aber noch Talentpunkte, die man investiert um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Ein Magier erhöht so z.B. den Schaden seines Feuerballs, während ein Priester die Wirkung seiner Schilde und Heilzauber verbessert. Jene Talente sind in zwei Kategorien eingeteilt, Allgemeine und Primäre.Zu Beginn ist das noch recht unerheblich, was sich aber ändert, wenn man mit der zehnten Stufe eine sekundäre Klasse wählt. Diese kann jeder der fünf verbleibenden sein, man kann also sowohl einen Krieger/Kundschafter als auch einen Schurken/Magier spielen, ganz wie es einem beliebt. Die sekundäre Klasse beginnt jedoch wieder auf der ersten Stufe und erhält nur Erfahrung, wenn man sie bei einem bestimmten NPC zur primären macht. Während dieser Zeit wird das Level der anderen Klasse und deren Fertigkeiten auf das der primären hinuntergeschraubt. Und hier kommen auch die zwei Kategorien an Fertigkeiten ins Spiel, denn von der sekundären stehen lediglich die allgemeinen Skills zur Verfügung, während die primäre auf ihr gesamtes Repertoire zurückgreifen kann. Ein Magier/Priester kann somit zwar einige Heilfertigkeiten des Priesters anwenden, jedoch nicht etwa dessen Widerbelebungszauber. Da man nicht genug Talentpunkte erhält, um alles aufs Maximum zu steigern, muss man sich also genau überlegen, wie man seine Punkte investiert. Heldenhafter LaufburscheDa das Leveln von gleich zwei Klassen auf das Maximallevel 50 einiges an Erfahrungspunkten erfordert und Taborea zu Release teils deutlich kleiner ist, als viele Vertreter der Abofraktion, wurde versucht möglichst viele Quests in die einzelnen Zonen zu packen. Leider muss man dies eher unter der Rubrik „netter Versuch“ verbuchen, denn es kommt durchaus häufig vor, dass man von ein und demselben NPC zig mal zu ein und demselben Ort geschickt wird, um nur minimal veränderte Ziele zu erfüllen. Warhammer Online macht dies durch Folgequests unmittelbar an Ort und Stelle wesentlich geschickter. Hinzu kommt noch, dass sich die Missionen nur sehr selten abseits der üblichen töte-finde-sammle-Schiene bewegen und so den Eindruck hinterlassen, das F2P übliche Grinding lediglich nett zu verpacken.Während man bis Stufe 20 noch getrost alleine durch die Welt ziehen kann, ist später ohne eine Gruppe häufig Stillstand angesagt. Da die Server gut gefüllt sind, ist das oft kein wirkliches Problem, denn an den jeweiligen Questorten tummeln sich viele Gleichgesinnte. Ist dies jedoch nicht der Fall, schaut man in die Röhre. So ist es fast unabdingbar, sich einer aktiven Gilde anzuschließen, um nicht beim warten Wurzeln zu schlagen. |
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Runes of Magic

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