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Test: Monsters vs. Aliens

In Videospielen sind sie sonst meistens die Bösen - aber als Geheimwaffe gegen Aliens kommen Monster gerade recht.
 Monsters vs. Aliens
Vergessene Ringe, peinliche Gäste, besoffene Pfarrer – bei einer Hochzeit kann ja so einiges schief gehen, aber DAMIT hatte Susan weiß Gott nicht gerechnet: Auf dem Weg zur Kirche wird die Braut von einem Meteor getroffen und mutiert durch Weltraumzeug zu einer riesigen Version ihrer selbst. Mit dem neuen Spitznamen „Gigantika“ bedacht (was ihr absolut nicht in den Kram passt), wird die Ärmste zum Monster erklärt und findet sich bald in Gesellschaft einiger schräger Gestalten wieder, die wie sie von der Regierung gefangen gehalten werden. Als dann Aliens angreifen, schlägt für die so genannten Monster ihre große Stunde.

Ein seltsames Team

Als Geheimwaffe sind die Monster die letzte Hoffnung der Menschheit im Kampf gegen die außerirdischen Invasoren. Abwechselnd steuert man alle Hauptfiguren durch bunte Levels voller Aliens und Roboter.
Rasant geht es in Susans Abschnitten zu: Mit zwei Autos als ungewöhnlichen Rollschuhen an den Quadratlatschen skatet die Riesenlady über kurvige Pfade, setzt zu Grind-Manövern über Schienenstränge an, saust geduckt unter Laserstrahlen hindurch, rammt Blechkameraden aus dem Weg und stemmt durch schnelles Knopfdrücken massive Tore auf.
Der gelenkige Affe-Fisch-Hybrid Missing Link versteht sich dagegen eher auf simple Hüpf-Partien und vor allem zahlreiche jugendfreie Prügeleien, in denen man unter anderem Feinde schnappen und auf ihre Gefährten schleudern kann.
Der größte Sympathieträger des Abenteuers ist für die meisten Spieler wahrscheinlich der blaue Glitzerschleim B.O.B., der sich einerseits durch herrliche Blödheit auszeichnet und zweitens auch die interessantesten Fähigkeiten besitzt. So kann der glitschige Klumpen beispielsweise ungehindert durch Gitter kriechen. Soll er aber nicht durch entsprechende löchrige Untergründe plumpsen, muss er sich zuvor eine Kiste einverleiben. Stellen dieser Art oder auch die unvermeidlichen Schalter sorgen für kleine Rätsel-Elemente. Manchmal bemannt B.O.B. auch herumstehende Geschütze. Darüber hinaus gleitet der Schleimer an Wänden und Decken entlang, was in manchen Levels mit beweglichen Plattformen zu ganz netten Konstruktionen führt.
Nur selten kommt die fette Made Insektosaurus zum Zug, die als waschechtes Riesenmonster im Godzilla-Format fürs Grobe zuständig ist.
Der verrückte Wissenschaftler Dr. Kakerlake steht den anderen als Stimme aus dem Hintergrund beratend zur Seite und gibt Tipps zur ordentlich funktionierenden Steuerung. Auf Knopfdruck kann außerdem ein zweiter Spieler seine Rolle übernehmen und per Cursor schießen oder Sachen sammeln. Falls z.B. ein Geschwisterkind nicht untätig zuschauen will, ist das besser als nix – aber nicht viel. Ein echter Koop-Modus wäre deutlich spaßiger gewesen.

Blick hinter die Kulissen

In sämtlichen Arealen befinden sich DNA-Portionen, mit denen man in einem Labor diverse Extras kaufen kann. Da warten z.B. Konzeptzeichnungen und Minigames, in denen die jeweilige Figur möglichst schnell bestimmte Abschnitte durchquert. Ein netter Bonus sind aber vor allem witzige Audio-Kommentare aus Sicht der Helden, die nach dem Freischalten in den Missionen abgespielt werden.
Wie so viele Filmumsetzungen richtet sich Monsters vs. Aliens in erster Linie an Einsteiger und Gelegenheitsspieler, während sich geübte Fans von Geschichlichkeitsspielen schnell unterfordert fühlen. Im späteren Verlauf mangelt es dem soliden, anfangs überraschend unterhaltsamen Gameplay leider auch an Abwechslung und neuen Ideen.
Die relativ hohe Altersfreigabe (ab 12) finde ich in diesem Fall übrigens mal wieder etwas übertrieben – bis auf unspektakuläre Kämpfe ist das Spiel schließlich harmlos und auch für jüngere Kids geeignet.
Kurze Dialoge und Zwischensequenzen im Stil einer Nachrichtensendung (mit guten deutschen Sprechern, jedoch nicht den Original-Stimmen des Films) lockern das Geschehen auf, allerdings sollte man sich davon kein Gag-Feuerwerk erwarten.
Die Grafik orientiert sich ebenfalls am gewohnten Standard bei Lizenzprodukten, ist also farbenfroh und mit nett animierten Charakteren ausgestattet, aber nicht allzu detailliert.
Screen 1
B.O.B - dumm, aber nett...
Screen 2
...und er kann an der Decke kriechen
Screen 3
Missing Link ist eher kampffreudig
Screen 4
In manchen Situationen muss man schnell bestimmte Knöpfe bearbeiten

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Packshot
Jump&Run
von Activision
USK-Freigabe ab 12 Jahren
PCMärz 2009
PS3März 2009
360März 2009

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