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Test: Guitar Hero: Aerosmith
Aerosmith rocken jetzt auch auf dem PC.Guitar Hero: Aerosmith ist nicht die erste Umsetzung der Klampfen-Simulation für den PC. Schon der dritte Teil wurde für den Rechenknecht umgesetzt. Warum man jetzt noch den weniger erfolgreichen Aerosmith-Ableger nachschiebt, wird wohl ein Geheimnis der Entwickler bleiben. Warum man aber der Konsolenversion den Vorzug geben sollte, soll kein Mysterium bleiben.Guitar Hero lightWie in Guitar Hero III steht wieder der Karriere-Modus im Vordergrund. Hier spielt man die Geschichte der titelgebenden Kapelle nach. Gezeigt wird das anhand witziger Comic-Sequenzen, die auf dem PC deutlich pixeliger daher kommen. Zwischendrin geben einzelne Bandmitglieder ihre Kommentare zum Besten. Die musikalische Historie beginnt also in einer kleinen Turnhalle und endet mit gigantischen Auftritten, die ganze Stadien füllen. Um das zu erleben gilt es 31 Songs zu meistern. Mit den Bonusliedern kommt man insgesamt auf 41 Stücke, was im direkten Vergleich mit dem Vorgänger wahrlich mau ist, denn da gibt es fast doppelt so viele Tracks zu bewältigen.Die Spielmechanik ist natürlich unverändert geblieben. Man drückt auf seiner Plastik-Klampfe – es geht auch mit der Tastatur, ist dann aber unlustig – zur richtigen Zeit auf einen der fünf farbigen Knöpfe. Macht man das bei sternförmigen Symbolen, lädt man die Starpower auf. Reißt man die Gitarre nach oben, wird – dank eines eingebauten Sensors – die Sternekraft aktiviert und man sackt für kurze Zeit die doppelte Anzahl an Punkten ein und der Sound ertönt mit einem stylischen Hall. Hat man einen Song bewältigt, gibt es dafür Bares. Die Höhe richtet sich danach wie gut man war. Mit dem schnöden Mammon lassen sich im Shop neue Charaktere, Gitarren und Songs usw. kaufen, insgesamt aber auch deutlich weniger als im Vorgänger. Für den PC gibt es lediglich den X-Plorer-Controller aus Guitar Hero II und das ist gleich ein Manko. Nimmt man zum Vergleich eine Plastikgitarre der neueren Generation in die Hand, z.B. die Klampfe aus Guitar Hero: World Tour, fällt einem nicht nur auf, dass sie kabellos ist, sondern auch deutlich besser verarbeitet ist und alternative Möglichkeiten bietet, die Starpower zu aktivieren. Wo sind die wirklichen großen Hits?Bei den anderen Teilen galt es stets vier von fünf Songs zu meistern um auf die nächste Bühne zu gelangen. Das ist dieses Mal geringfügig anders. Zuerst spielt man zwei Songs in einer Vorband, bis die großen Jungs die Bühne betreten. Unter den anderen Bands tummeln sich Namen wie Stone Temple Pilots (Sexy Type Thing), The Clash (Complete Control) oder Lenny Kravitz feat. Slash (Always on the Run). Die Auswahl erfolgte seitens Aerosmith. Ob das die Masse anspricht, sei mal dahin gestellt. Dazu kommt, dass einige Titel nicht in der Originalversion enthalten sind, sondern es nur (zugegeben hervorragend) gecovert auf den Silberling geschafft haben.Da man die Karriere von Aerosmith nachspielt, gibt es Songs aus allen Dekaden wie z.B. Movin‘ Out (1973), Walk this Way in beiden Versionen (1975 & 86), Livin‘ on the Edge (1993) oder Beyond Beautiful (2001). Überraschend ist allerdings, dass die richtig großen Songs wie Crazy, Jaded oder sogar der Welthit I don’t want to miss a Thing fehlen. Für Fans sicherlich ärgerlich, noch ärgerlicher für Leute, die nur diese Hits kennen. Kein StadionfeelingOptisch bekommt man im Spiel den gewohnten Comic-Look geboten. Bei den Vorbands hat man sich aus dem Kader des Vorgängers bedient, heißt also, man bekommt die gleichen Charaktere zu Gesicht. Die Jungs von Aerosmith hat man mit Motion Capturing auf den Bildschirm gebannt, das Ergebnis sieht dementsprechend gut aus und es macht Spaß zuzusehen wie z.B. Joe Perry auf dem Boden liegend wie wild an seiner Klampfe zupft. Am Sound gibt es ebenfalls wenig zu Meckern. Die Lieder dröhnen kraftvoll aus den Boxen. Allerdings will nicht dieselbe Atmosphäre wie auf den Konsolen aufkommen. Es ist halt deutlich uncooler, vor einem deutlich kleineren Bildschirm auf die Tasten zu dreschen, als im druckvollen Heimkino.Erschreckend hoch fallen die Hardwareanforderungen aus. Ohne Dual-Core geht nichts. Erfüllt man diese oder hat deutlich mehr Power unter der Haube – wie in meinem Fall – bleiben Ruckler trotzdem nicht aus. Diese fallen sehr willkürlich aus und sind bei einem Spiel, wo es um präzise Reaktionen geht, tödlich für den Spielspaß. Da muss dringend mit einem Patch nachgebessert werden. Jeder Song kann übrigens im Multiplayer-Modus gespielt werden, der auch deutlich schmaler ausfällt, als in Guitar Hero III. Die motivierende Koop-Kampagne ist ersatzlos gestrichen. Übrig geblieben sind die üblichen Verdächtigen wie Face Off und Co. |
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86%
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Guitar Hero: Aerosmith

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USK-Freigabe ohne Altersbeschränkung
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