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Test: Gobliiins 4
Nur für Retrofans oder ein wirklich gelungenes Comeback?
Wer den Begriff Goblin in einem Lexikon nachschlägt, wird eine ähnlich lautende Erklärung lesen können: Kobold oder Hausgeist, der das Haus schützt, den Bewohnern aber nicht immer wohlgesonnen ist, sondern sie auch gerne neckt. Damit wissen wir nun mit wem wir es zu tun haben, aber nur die älteren Zocker werden sich an das Spiel "Gobliiins" und dessen Nachfolger erinnern können. Hier ist nach einer langen Pause nun der 4. Teil und ohne das bewährte Konzept zu ändern, will man hier die Erfolgsgeschichte fortschreiben. Ein schlechter Scherz oder ein neckisches Abenteuer?Knobbeln in BildernNachdem wir das Spiel gestartet haben, erscheinen unsere drei Hauptakteure auf dem Bildschirm und wir entscheiden ob wir ein neues Spiel starten wollen oder ein bereits gespieltes fortsetzen möchten. In beiden Fällen brauchen wir ein Profil und dann kann es auch schon losgehen. Wir starten natürlich mit einem neuen Spiel und nach einer etwas längeren Ladezeit (ist das schon der erste neckische Scherz?) finden wir uns vor unser ersten Aufgabe.Wer die ersten Gobliiins-Spiele nicht kennt, hier ein kleiner Rückblick: Anhand der Gegenstände die wir im Raum finden, können wir mit anderen Gegenständen oder Personen interagieren und kommen dadurch der Lösung näher. So ist in unserem ersten Raum - einer Detektei die von Goblin Tschaup geführt wird - alles so zu regeln, dass wir der Vorladung zum König nachkommen können. Dazu muss z.B. die Pflanze gefüttert und ein Brief an die Freunde geschrieben werden, damit auch diese Bescheid wissen. Hat man alle Aufgaben erfüllt ist die Mission bestanden und es geht weiter in den nächsten Raum bzw. zum nächsten Ort. Die Eingaben erfolgen grundsätzlich nur über Maus, so das wir die Rätsel mit einem einfachen "Klick" lösen können, vorher ist aber i.d.R. Gehirnschmalz gefordert. Nach jedem gelösten "Raum" erhalten wir ein Passwort, das wir zum Start dieses Levels benötigen – ziemlich unkomfortabel. Klicken und mehr?Haben wir es am Anfang nur mit dem Goblin Tschoup zu tun, so kommen noch zwei weitere Personen auf unserer Rätselreise hinzu. Jede Figur hat bestimmte Fähigkeiten, so ist Stucco sehr stark und kann uns bei körperlich anstrengenden Arbeiten helfen. Perluic zaubert und hilft durch den einen oder anderen sinnvollen Zauberspruch weiter.Die Hintergrundgeschichte dient zur Verbindung der einzelnen Rätselbilder. Wir sollen das Erdferkel des Königs finden, der auf den Namen "Riri" hört. Davor gilt es einige Rätselnüsse zu knacken - das Niveau ist dabei sehr unterschiedlich, von kindgerecht bis rauchender Schädel ist alles vertreten. Damit dies aber alles nicht zu trocken abläuft, bleibt der Humor nicht auf der Strecke. Dieser Part zeichnete auch die Urversion von 1991 schon aus. Interagiert man mit bestimmten Gegenständen so kann es zu witzigen Reaktionen kommen. Ob eine Spinne sich als Monster entpuppt und unseren Goblin aus einer Höhle jagt oder ob eine fleischfressende Pflanze sich eine Kostprobe von Tschaup's Nase gönnt – hin und wieder lässt ein Schmunzeln die Grübelfalten auf unserer Stirn verschwinden. Über einen Rechtsklick rufen wir unser Inventar auf, klicken wir auf zwei Gegenstände nacheinander wird versucht sie miteinander zu benutzen. Nicht alles funktioniert, liegen wir komplett falsch ernten wir nur ein Schulterzucken und einen fragenden Blick von unserem Gnom. Eine Idee wäre hier sicherlich ein Hint, der uns über manche Hürde weghelfen könnte – oder zumindest hilft in die richtige Richtung zu denken. Die spärlichen Hinweise die wir von den mitspielenden Personen erhalten sind oft wenig hilfreich. Nicht jedes Rätsel lässt sich auf geradem Weg lösen, für manche Lösungen muss man um die Ecke denken. Dies kann manchmal kompliziert sein, denn eine gewisse Abfolge sollte eingehalten werden um zum Erfolg zu kommen. Leider lässt sich das Spiel zwischendurch nicht abspeichern und man muss jede Mission wieder von vorne beginnen. Etwas lasch ist der Aufenthalt in nur einem Bild pro Mission. Hier wäre etwas Anpassung an modernere Zeiten durchaus sinnvoll gewesen. Die Interaktion mit anderen Personen beschränkt sich auf ein Minimum, meist sind wir auf uns selbst gestellt – auch hier wäre ein wenig mehr erfrischend gewesen. Das pure „Klicken“ auf Gegenstände ist sicherlich ganz nett gestaltet, die Bilder wirken trotzdem sehr statisch und vielleicht wäre ja auch mit etwas Bewegung mehr Abwechslung im Spiel möglich gewesen, z.B. schieben von Tischen oder an einem Seil empor klettern. Es wirkt alles ein wenig bieder. Reise in eine neue DimensionUnsere Protagonisten bewegen sich durch eine 2D-Landschaft mit leichtem Perspektiven-Touch, soll heißen bewegen wir uns nach hinten, werden wir kleiner - damit ist dann aber auch der dimensionale Spielraum ausgeschöpft. Die Grafik bleibt auf einem sehr sehr "klassischen" Niveau, hier wurde der Charme der frühen 90er erhalten - oder sparte man sich die Kosten für eine auf heutigem Niveau angesiedelter Grafik, wie man will. |
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