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Test: World of Subways Vol. 2 – U7 Berlin
In Berlin seht ihr das Tageslicht nichtWie versprochen haben die Entwickler der TML-Studios nach World of Subways Vol. 1 – NY nun die allein lauffähige Fortsetzung namens World of Subways Vol. 2 – U7 Berlin in die Läden gebracht. Hat man als Berliner U-Bahn-Chauffeur genauso viel Spaß wie als Driver im New Yorker Underground?Ein Job für SonnenallergikerDie U7 ist für viele Berliner eine wichtige Verkehrsader. Mit knapp 32 km vom Rathaus Spandau bis Rudow ist sie gleichsam die längste und mit 40 Stationen die Bahnhofsreichste aller Berliner U-Bahn-Strecken. Aber leider auch eine ziemlich langweilige und anspruchslose Strecke. Im Gegensatz zu THE PATH kommen die Züge der U7 nämlich nie ans Tageslicht. Hier hätten die Entwickler vielleicht doch eine andere Berliner U-Bahn-Strecke versoften sollen?So ist der Spieler leider stets nur im Tunnel unterwegs. Immerhin spielt die Grafikengine mit schicken Lichteffekten und Grafikfiltern wieder ihren Trumpf gegenüber andere Eisenbahn-Simulationen aus. Auch die Bahnhöfe sind, soweit ich das als Nicht-Berliner recherchieren konnte, allesamt ziemlich identisch nachgebaut. Außerdem passt die Soundkulisse: Fahrgeräusche, der Klang sich öffnender Türen oder die Ansagen klingen sehr authentisch. Und dennoch will bei weitem nicht die Stimmung wie beim Vorgänger aufkommen. Vielleicht liegt es auch daran, das die Menschen in den Bahnhöfen immer noch steif und starr herumstehen? Steigt man dann aus der Kabine aus und bewegt sich in der Ego-Perspektive mit W,A,S,D frei auf den Bahnhöfen, hat das Szenario dadurch leider etwas unwirkliches an sich. Viele Fans von Schiene und Bohle wird das wenig stören, für sie zählt ohnehin nur die Simulation. Eben das Gefühl mal der Herr über so eine U-Bahn zu sein. Doch auch hier macht sich etwas Ernüchterung auf Grund der ausgewählten Strecke breit. Viele Kilometer geht es einfach nur geradeaus, Geschwindigkeitsbegrenzungen durch enge Kurven, Abzweige oder Signalanlagen gibt es relativ selten. Der Profi bekommt also viel zu wenig zu tun. Anfänger werden sich allerdings erstmal mit der Steuerung vertraut machen müssen. Da muss die Bremse richtig gelöst, der Richtungsschalter und die Geschwindigkeit gesteuert, die Türen auf der richtigen Seite geöffnet und dazu noch zum richtigen Zeitpunkt die passenden Ansagen ausgelöst werden. Alle Hände voll zu tun um den Fahrplan einzuhalten. Leider fehlt immer noch ein Tutorial, trockenes Handbuchstudium ist also angesagt. Von Notärzten, Wasserrohrbrüchen und einem lauten KnallZur kurzweiligen Auflockerung des doch alsbald eintönigen hin und her pendelns hat man diesmal gleich fünf Aufgaben eingebaut. Beim Szenario „Pendelverkehr“ hat man alle Hände voll zu tun, den morgendlichen Berufsverkehr zwischen Möckernbrücke und Hermannplatz in den Griff zu bekommen. Drei weitere Szenarien bieten Zwischenfälle mit einem Notarzteinsatz, einem Wasserrohrbruch und einen lautem Knall, dem man nach einem Notstopp der Bahn zu Fuß auf dem Grund gehen muss. Bei diesen Szenarien muss auch immer nachfolgend der Fahrplan wieder aufgeholt werden, um bei der Auswertung gut abzuschneiden. Startet man die Aufgabe „Kontrollfahrt“, kann man die Bahnhöfe übrigens allesamt links liegen lassen. Hier muss man vielmehr in den Tunneln bei den Notausstiegen halten, aussteigen, Taschenlampe anmachen und zu Fuß die Türen der Notausgänge kontrollieren. Das Herumlaufen ist oft Fummelarbeit, da sich unser Alter Ego nicht so geschmeidig wie in einem Ego-Shooter bewegen lässt und gern mal an Vorsprüngen hängen bleibt.Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, lässt sich wieder eine KI aktivieren, die einen realistischen Fahrbetrieb auf dem gesamten Streckennetz simulieren soll. Das hat beim Vorgänger in New York zumindest ganz gut funktioniert. In Berlin bekommt man leider dennoch viel zu selten Gegenverkehr oder gar Züge vor einem auf demselben Gleis zu sehen. Zum Schluss noch ein paar wenige Worte zum noch wenigeren Rollmaterial: Nur zwei Typen haben es ins Spiel geschafft. Der 1990/91 gebaute F 90 und die geschlossene Wageneinheit (maximal 6 Wagen) H 01 aus dem Jahr 2000/02 dürfen gefahren werden. Die Instrumente sind wieder alle am rechten Fleck, lassen sich aber leider wieder nicht mit der Maus bedienen - Tasten auswendig lernen ist also angesagt. Wer will kann aber auch den RailDriver's CabController anschließen der nun standardmäßig unterstützt wird. |
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