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Test: Battlestations: Pacific
Mehr Umfang, aber nur wenig Neuerungen
Mit Battlestations: Midway hat Eidos einen Achtungserfolg errungen, jetzt rückt der Nachfolger in die Regale der Händler. Bei Battlestations: Pacific (BSP) darf wieder geflogen und geballert werden, darf die mobile, wassergestützte Artillerie auf andere Schiffe feuern, dürfen U-Boote abtauchen und ganz nostalgisch der 2. Weltkrieg zwischen den Japanern und den Amerikanern im Pazifik nachgespielt oder neu geschrieben werden. Puh, ein langer Satz, aber es gibt auch viel zu sehen bei BSP, wenn dabei auch wenig Neues ist.Im Vergleich zum Vorgänger...Einiges ist gleich geblieben, einiges hat sich verändert. So ist das Szenario noch immer das verbrauchte, oft benutzte Gemetzel im zweiten Weltkrieg – wie schon im ersten Teil. Aber manchmal geschehen noch Wunder, manchmal ist es so, als ob Kritik tatsächlich etwas bewirkt. Viele der Mängel des Vorgängers wurden behoben, darunter auch der zuvor bemängelte geringe Umfang. Im aktuellen Arcade-Taktik-Mix gibt es nun zwei sehr umfangreiche Kampagnen, eine aus der Sicht der Amerikaner, eine aus Sicht der Japaner. Und statt historischer Genauigkeit dürfen die Asiaten zum Abschluss der Kampagne den Sieg für sich beanspruchen – das ist doch mal etwas Feines. Hoffentlich erfahren die Achsenmächte nichts davon, sonst rollen sie posthum das Szenario neu auf.Dazu kommen bergeweise neue Einheiten, ein paar freischaltbare Erweiterungen, die als Motivationspillen gute Dienste leisten. Warum diese Pillen gerade im Solo-Modus gebraucht werden? Weil das Gameplay auf die Dauer öde wird, weil sich die Einsätze in den Missionen irgendwann wiederholen, weil trotz taktischer Möglichkeiten oft nur die Arcade-Seite des Spiels im Vordergrund steht. Im Vergleich zum Vorgänger steht daher eine aufgepumpte (die Berliner sagen: uffjepumpt, das klingt irgendwie luftiger) Variante zur Verfügung, die in erster Linie mehr Masse bietet. Was die Klasse anbelangt, so hat sich nicht viel geändert. Fliegen und schippern wie zuvorWer sich in einem der drei Schwierigkeitsgrade auf die Jagd nach dem Kampagnen-Ziel begibt, der stellt schnell fest: Was Flug-, Schwimm- und Feuerverhalten anbelangt, ist alles beim Alten geblieben. Arcade bleibt eben Arcade, was grundsätzlich kein Fehler sein muss. Dass sich in diesem Punkte aber wirklich fast gar nichts geändert hat, ist schlicht enttäuschend. Hier ein neues Interface für die Anforderung neuer Truppen, da eine verbesserte Zielhilfe für den Bombenabwurf – das war es dann auch schon. Das, was im Vorgänger noch neu war und schon allein deshalb Spaß machte, ist beim Nachfolger Gewohnheit. Am besten zu vergleichen ist der Titel mit der bekannten Film-Trilogie: Bei „The Matrix“ war der erste Teil klasse, beim zweiten und dritten Part hatten wir all die tollen Technik-Tricks schon gesehen – und so ist es bei Battlestations auch.Dazu kommt dann auch noch der Hardware-Hunger, der nach einem gut ausgerüsteten Rechner verlangt, um wirklich alle grafischen Details anzuzeigen – bei schwächeren Rechnern geht die Framerate derart in die Knie, dass der Spielfluss leidet. Spielbar ist das Ganze im Übrigen nur mit dem Xbox-Controller, wer auf Maus und Tastatur vertraut, hat gleich verloren. Klar, man kann auch OHNE Controller spielen, aber dann darf man auch getrost noch mal vier Punkte in der Endabrechnung von der Handhabung abziehen. Ein Flugzeug mit der Maus und der Tastatur zu steuern, ist ein Abenteuer für sich, gleiches gilt für die Ausrichtung der Artillerie. Allerdings ist auch der Controller nicht frei von Schwächen: Die Steuerung der Schiffe und Flugzeuge ist ungenau, so richtig ausgereift ist die PC-Version in dieser Hinsicht nicht. |
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